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3000 Jahre Stillstand?


Starocotes's Avatar


Starocotes
12.30.2011 , 06:11 AM | #31
Quote: Originally Posted by FynStarcruiser View Post
Naja, letztendlich befinden wir uns in einem SciFi.
Nein, nicht wirklich, selbst wenn in Episode 1 die Macht mit den Midichlorians versucht wird zu erklären.

Ansonsten ist Star Wars (zumindest die Filme) reinste Fantasy. Ritter, Magie, Prinzessinen, Bösewicht in schwarzer Rüstung... sehr typisch.

Geht man jetzt zu den Büchern wendet sich aber das Blatt. Stackpole hat mit seinen X-Wing Romanen ein wenig 2. Weltkriegs Kampfflieger mit rein gebracht, Alston Spionagegeschichten, und Zahn sehr viel mehr Sci-Fi als es den Anschein hat.

Adryen's Avatar


Adryen
12.30.2011 , 06:29 AM | #32
sali zäme

In Episode VI - A New Hope sagt doch Obi-Wan Kenobi zu Luke Skywalker "Das ist eine Waffe aus helleren, zivilisierteren Tagen". Egal, ob dieser Ausspruch jetzt auf den gesellschaftlichen oder den technologischen Rückgang, bzw. Fortschritt gemünzt ist, zeigt das ja auf, dass die Galaxis, in der Star Wars angesiedelt ist, schon modernere Tage gesehen hat - man denke dabei auch an die heute zur Zeit Lukes etc. verlorenen Techniken der Jedi-Holocrons, die er erst in den Romanen nach ROTJ wieder entdeckt - ich meine diese Schatten des Imperiums-Geschichten um Exar Kun etc.

Ich gehe davon aus, dass die Star Wars Galaxis auch schon den einen oder anderen technischen Rückschritt zu verkraften hatte.

Berongar's Avatar


Berongar
01.03.2012 , 05:02 AM | #33
Ich denke mal, dass sich der Entwicklungsstand zwischen TOR und den Filmen nicht wesentlich geändert hat, liegt ganz einfach darin begründet, dass Fortschritt und Entwicklung generell aus einem einzigen Grund geschieht. Notwendigkeit. Wo liegt aber die Notwendigkeit einer technischen Weiterentwicklung in einer Welt, in der man die ganze Galaxis bereisen kann, in der Gliedmaßen künstlich ersetzt werden können, in der künstliche Lebensformen mit biologischen koexistieren?

Im kleinen Rahmen entwickelt sich die Technik ja auch weiter. Während Anakin noch eine ganz offensichtliche Cyber-Prothese bekommt, sieht die von Luke aus, wie eine normale Hand. Dies zeigt leider übrigens auch, dass einige Dekaden diktatorischer Herrschaft und damit verbunden aufgezwungener Friede der technischen Entwicklung irrationalerweise sogar gut tut, da sich die Medizin anscheinend sehr schnell sehr viel weiter entwickeln konnte.

Auch darf man nicht vergessen, dass die Galaxis in weiten Teilen fast dauerhaft im Krieg ist. Da entwickelt man nun mal keinen neuen Architekturstil, sondern lediglich größere Kanonen.

Viele Welten leben auch schlicht in Barbarei und Sklaverei. Da ist auch kein nennenswerter Fortschritt zu erwarten, solange die herrschende Schicht an der Macht ist. Warum sollten die Hutten Interesse an Fortschritt haben, beispielsweise?
Eigentlich ist es mehr ein Wunder, das die Entwicklung in den 3000 Jahren nicht sogar rückläufig ist. Man denke hier mal an den Grundgedanken in Battletech -> Lostech. Im Krieg geht auf Zeit auch immer zwangsläufig Wissen verloren.

Alles in allem finde ich das Bild, dass die 3000 Jahre umreissen schon in sich recht schlüssig.
Grüße

Menelacar's Avatar


Menelacar
01.03.2012 , 05:19 AM | #34
Die geschichte von SWTOR ist nicht grundlos 3000 Jahre vor den Filmen angesiedelt. Die meisten Spieler wollen einen Jedi oder einen Sith spielen, doch wie soll man tausende Machtbegabte Jedi-Ritter und Sith-Krieger 200 Jahre vor Episode I ansiedeln?
Seit fast tausend Jahren gibts bei den Sith die Regel der zwei. Also kann kein MMO mit gutem gewissen in diese Zeitspanne eingebaut werden. Davor gibt es einige Zeitspannen wo so ein MMO angesiedelt werden kann.

Ich kann jedem der an der Geschichte von Star Wars interessiert ist das Buch: Star Wars Die Ultimative Chronik aus dem Jahr 2001 nur empfehlen.
In diesem Buch wird ein grosser Teil der alten geschichte der Jedi und der Sith erklärt und in der Zeitlinie zugeordnet. Sei es die Eroberung von Korriban durch die dunklen Jedi, welche das primitive Volk der Sith versklavten und später Ihren Namen annahmen bis zur Entstehung des Jedi-Ordens ist alles dabei.
Es wird erklärt wie Lichtschwerter erfunden wurden (Als zeremonielle "Waffen" mit einer Batterie welche umgeschnallt oder als Rucksack getragen werden musste) und und und...

Ich selbst bin der Meinung, dass eine entwicklung nur bis zu einem gewissen Punkt möglich ist, und ab dem Punkt ist das Potenzial ausgeschöpft und es lässt nur noch geringe Entwicklungsschritte zu. Feuerwaffen funktionieren bis Heute zu 99% nach dem gleichen Prinzip wie im wilden Westen, nur mit grösserem Magazin und mehr Durchschlagskraft. Dennoch konnte man damals wie heute jemanden mit einer Schusswaffe erschiessen...

Starocotes's Avatar


Starocotes
01.03.2012 , 05:32 AM | #35
Sorry, aber der Versuch "realistische" Maßstäbe anzulegen funktioniert nicht wirklich.

Die Realität hat das was in Star Wars möglich ist an einigen Stellen schon längst überholt. Die Veränderungen die sich heutzutage dadurch ergeben das es Soziale Medien und das Internet gibt bleiben in Star Wars vollkommen unberücksichtigt. Die Militärtechnik ist archaisch und der einzige Unterschied zu dem was im 2. Weltkrieg passierte ist die Tatsache das man nicht mit Kugeln sondern mit Blastern feuert.

Star Wars ist Fantasy, mit Rittern und Zauberern, Prinzessinnen und Piraten. Die Raumschiffe sind entweder analog zu normalen Schiffen zu sehen oder zu Zweikämpfen zu Pferd oder in Rüstung.

Den Stillstand kann man nicht Sci-Fi mäßig, logisch erklären.

Rodder's Avatar


Rodder
01.03.2012 , 06:07 AM | #36
Quote: Originally Posted by Starocotes View Post
Den Stillstand kann man nicht Sci-Fi mäßig, logisch erklären.
Man kann die gesamte Star-Wars-Welt nicht logisch erklären. Auch und grade die Designs nicht.

Im normalen Alltagsdesign, grade von Gebrauchsgegenständen, folgt die Grundform meist der Funktion und wird dann je nach Zeitgeist mit eckigen oder abgerundeten Kanten, Zierleisten oder Farbe versehen.

Im SW-Universum haben irgendwelche Grafiker ohne Ahnung vom funktionellen Design des Gegenstandes erst etwas "tolles" gezeichnet und hinterher die Funktion irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Das merkt man an vielen Dingen, beim Raumschiffdesign fällt es mir zB immer wieder sehr stark auf. Was ist auf einem Raumschiff das Kostbarste? Atembare Atmosphäre, Energie und PLATZ! Was wird auf SW-Schiffen grundlos vergeudet? Genau der wertvolle Platz für Anlagen aller Art. Die Raumaufteilung des Jedischiffs mit seiner Treppe in der Mitte ist ein Witz, die des Schmugglerfrachters extrem unlogisch für ein Frachtschiff.

Jetzt haben wir im Spiel ( im Vergleich zu den Filmen ) einen 3000-Jahre-Sprung nach hinten gemacht. Trotzdem musste die Designcrew die Formensprache aus den Filmen wahren, um überhaupt einen Erkennungswert zu haben und das Starwars-Feeling rüberzubringen. Realismus ( in einem fiktiven Universum, das schon im allerersten Film den Realismus gegen Optik und Feeling getauscht hat ) konnte da keinen Platz haben.

Trotzdem würde ich mir wünschen, das die Designer sich nur ein einziges Mal überlegen ob die Dinger, die sie da zusammengemalt haben, überhaupt in der Form praktisch nutzbar wären. Also so vermeidbare Dinge wie zB die Gleiter, an denen man nach hinten hängt, mit den Füssen auf winzigen Platten oder Fussrasten steht und alle Kräfte, die so beim rumgleiten entstehen, mit den Oberarmen abfangen soll. An denen ja bereits schon das ganze Körpergewicht hängt ...

Vulrokh's Avatar


Vulrokh
01.03.2012 , 07:10 AM | #37
Zumal es in den meisten Fanatasy-Settings ein gängiges Klischee ist, dass die "Magier/Ritter/Weisen aus den alten Zeiten" eigentlich viel fortschrittlicher und mächtiger waren, als die aktuellen.

Damit wird man auch immer wieder bei Sith- und Jedimissionen konfrontiert.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass es auf beiden Seiten immer wieder Personen in der Geschichte gab, die nach Einigkeit und Gleichgewicht zwischen Jedi und Sith gestrebt haben.

BunnyPlay's Avatar


BunnyPlay
01.07.2012 , 06:26 AM | #38
Ich glaube es wurde schon auf den ersten 2 Seiten angesprochen ...

es gab diverse kleine veränderungen die man so nicht wahrnimmt. Auch unsere Welt ändert sich nicht mehr so rapide, im Großen und Ganzen ist die Welt seit den 70. "stehen" geblieben ...

nehmen wir die Städte, die sind gewachsen aber das Gebäude design ist nahezu gleich geblieben.
was sich evtl. verändert sind immer "kleinigkeiten"

wie das Autodesign (wobei es in der realität vom Kern her immer noch das gleiche ist), Mode oder die Lebensweise.

im Starwars Universum hat man zwei Verschiedene Fraktionen die im Dauerkrieg sind. Im Krieg hingegen ist, der Gesellschaftlichefortschritt marginal (die Resourcen wandern meist in die Kriegsführung), so auch die Mode.

-> Man will sich mit seiner Fraktion identifizieren -> Somit bleibt wenig Spielraum für die Persönlicheentwicklung.

Was mir persönlich in das Augegestochen ist, waren die Droiden wie R2 D2 und C3Po haben ein ganz anderes Design als in SWTOR

brothar's Avatar


brothar
01.07.2012 , 08:08 AM | #39
zur frage warum jedi roben gibt es wahrsc heinlich nen logichen grund,
welchen die meisten pen and paper spieler nachvollziehen können.

Jedi tragen roben weil sie auf geschicklichkeit und bewegungsfreiheit angewiesen sind,
leichte rüstung bedeutet mehr beweglichkeit,

mehr beweglichkeit bedeutet mehr rüstung und angriffs wert (nach dnd maßstäben und ausgehend vom dex-fighter)

bedingt durch die überlegenen reflexe der jedi ist eine leichte bekleidung also nahe liegend und da sie streng gläubig sind, bevorzugen sie halt mönchs-kutten (roben)

warum sie in tor jetzt mit mittelschweren rüstungen und schweren anfangen liegt wohl an wow
das gesammte gameplay bzw skill system fühlt sich ja auch an wie wow und nicht mehr wir kotor (meiner meinung nach) welches um welten besser war (auch meine eigene meinung)

nun zum eigentlichen thema,

welchen technologischen fortschritt hat denn star trek? kenn mich da nicht so aus

für mich ist der still stand bzw rückschritt plausibel


zum einen gibt es planeten mit super technologie wie zum beispiel kamino
dann wiederum planeten wie tatooine auf denen teils barbarische zustände herrschen

wie soll man mit begrenzten Ressourcen die Technologie von bsp kamino oder corusant auf die gesammte galaxis ausweiten in einem "lächerlichen" zeitraum von 3000 jahren
es gibt wahrscheinlich tausende welten und mehr und und ausgehend davon das pro planet 100 jahre nötig wären (bedenkt mal wie lange bei uns der bau eines einzigens wolkenkratzer braucht) wären dann grad mal 30 planeten auf dem aktuellen stand
vieleicht auch 60 oder meinet wegen auch 100 weil es ja genug bauarbeiter gibt und der imperator persönlich, den bau beaufsichtigt
bleiben aber immer noch ein paar tausend planeten welche auf alten stand sind

darüber hinaus müssen ja auch die einwohner mitmachen , erklärt mal den sandleuten das der neue nachtclub voll trendy ist, und einfach die bevölkerung auslöschen geht auch nicht weilt die greanpeace oder eben die star wars variante nicht mitmacht

ebenso spielt der hang zur vergangen heit eine große rolle, gerade für jedi und sith geht es oft in erster linie darum die tradition zu wahren und so zu sein wie die vorfahren und die technik wird nach alten maßstäben entwickelt (uralte datacrons)

darüber hinaus gibt es eine menge geschichten und welten in denen
es nen technologischen stillstand oder rückschritt gibt

zb warhammer 40k universum hat seit tausenden jahren keinen fortschritt mehr gemacht, alles basiert auf den alten technik blaupausen, weshalb ja die gesammte technik gehütet wird wie ein augapfel /während sowas banales wie ein laser geweher so herkömmlich ist wie bei uns besteck, stichwort blaster)

oder das might and magic universum da gab es tausende jahre zuvor super technik dann nen supergau 1000 jahre stille und wilkommen im mittelalter
die standard waffen aus der zeit vor der stille sind die besten der gegenwart


so nun hab ich genug ausgeholt
hoffe meine theorien konnten euch beflügeln
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Starocotes's Avatar


Starocotes
01.07.2012 , 10:39 AM | #40
Quote: Originally Posted by BunnyPlay View Post
es gab diverse kleine veränderungen die man so nicht wahrnimmt. Auch unsere Welt ändert sich nicht mehr so rapide, im Großen und Ganzen ist die Welt seit den 70. "stehen" geblieben ...
Militärtechnik, Kommunikation und Computertechnik haben sich erheblich verändert und damit auch unsere Gesellschaft.

Ich habe neulich einen interessanten Artikel gelesen das alleine die Entwicklung von Twitter und Facebook sowas wie die Anschläge vom 9.11.2001 heutzutage zumindest sehr viel unwahrscheinlicher sind weil sich durch die sozialen Netzwerke die Strukturen der extremistischen Vereinigungen sich geändert haben.