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Shadowflyer
07.02.2012 , 08:48 AM | #7
Belsavis Imperiale Orbitalstation, Abflughangar zum Minimalsicherheitsbereich auf der Planetenoberfläche


Chrondor schlenderte entspannt in Richtung des Shuttles hinunter auf den Planeten. Der Hühne von einem Chiss war ungewohnt gut gelaunt, was wohl daran lag, dass er ein paar gute Stunden gehabt hatte und nun davor stand, eine Frau zu treffen die ihm seit Wochen nicht aus dem Kopf ging. Die Orbitalstation war, wie es im Imperium üblich war, klinisch rein gehalten. Nur vereinzelt sah er ein paar Leute von ihren Schiffsschleusen in Richtung der Fährenhangars eilen oder sich in einer Ecke ruhig unterhalten. In der Mitte der zentralen Ankunftshalle, war ein großes Hologram vom Planeten, auf dem die Frontlinien eingezeichnet waren und verschiedene Punkte aufleuchteten, die von Gefechten auf der Oberfläche zeugten.
Ein Droide der Defendersorte stand bedrohlich in einer Ecke der Zentralhalle und schien nur darauf zu warten, seine tödliche Fracht an Blaster und Raketen von sich zu geben. Chrondor war sich nie sicher, was wirklich in den positronischen Gehirnen dieser Blechkameraden vor sich ging. Als er die Treppe zum Abflughangar empor stieg, schaute er seine Begleiterin an.


Mako, schau doch mal, ob Du den Plunder von der letzten Mission los wirst. Unten auf der Planetenoberfläche können ein paar Credits mehr nicht schaden.

Die junge Frau verdrehte die Augen, obgleich sie genau wusste, dass sie nur hier war, weil Chrondor eine Art Fürsorge übernommen hatte. Eher wiederwillig nickte sie ihm zu und verschwand in Richtung einiger Gamorianischer Händler.
Das war einfacher, wie erwartet. Sagte der Mann mit den dunkelblauen Haaren und lächelte, als er am Ende des Ganges seinen blauen Schatten auf dem Flügel der Fähre sitzend sah. Als er durch den Durchgang in die Hangarhalle trat, nickte er Agent Brandis zu, der wie stehts, in einem Gespräch vertieft in der Nähe des Eingangs stand. Eine Abteilung Imperialer Soldaten erhielt gerade die letzten Marschbefehle und machte sich im Laufschritt auf dem Weg aus den Hangar hinaus. Rege beschäftigt gingen ein paar Techniker ihres täglichen Jobs nach und ignorierten den Kopflgeldjäger, als dieser sich mit einem Schwung auf die Außenhülle der Fähre begab und in Richtung Steuerbordflügelspitze begab, auf dem die kleine, blaue Agentin mit dem Rücken zu ihm saß.
Als er in Hörweite war, sagte sie mit ruhiger, fast sanfter Stimme
Schöne Aussicht, hier oben.
Er verzichtet darauf, zu hinterfragen, woher sie wusste, dass er hier war. Das hatte er schon aufgegeben, als sie Balmorra verließen und sie ihn stehts ausfindig machte, egal wo er sich gerade rumtrieb.
Es bestand eine Verbindung zu ihr und er konnte es nicht in Worte fassen, was es war. Vielleicht war es diese Macht, von denen Jedi und Sith gleichermaßen angezogen wurden, wie Tattoinische Sandfliegen von Banthamist. Er kam kurz hinter ihr zu stehen und warf einen Blick in die Richtung, in die sie schaute. Majästetisch rakte Belsavis vor ihnen auf. Von hier oben sah der Planet aus, wie eine Kraterlandschaft und nichts deutete darauf hin, dass auf der kompletten Oberfläche ein System aus Sicherheitstrakten und Verbindungswegen den zweit übelsten Abschaum der Galaxis in Zaum zu halten versuchte. Er genoss mit ihr diesen Anblick. Wobei er sich im Nachhinein eingestehen musste, dass er mehr ihre Nähe, als nur die Aussicht genoss. Er zerstörte diesen Augenblick nicht mit phrasenhaften Sprüchen, sondern setzte sich wie selbstverständlich hinter sie. Er merkte ihre Anspannung, die sich schlagartig durch sie durchzog, als ihr so nah war und damit eine unsichtbare Grenze durchbrach, die sie sich selbst auferlegte. Er spürte diese Anspannung. Er war nun hier mit ihr und er hatte die Wahl. Endweder die von ihr auferlegte Grenze wahren und sich dafür alle Zeit selbst verfluchen oder sehen, ob er sich die letzten Wochen nur eingebildet hatte. Er war ein Mann der Tat und legte einen Arm um sie. Langsam, behutsam aber er tat es, jederzeit damit rechnend, dass sie aufsprang und er sich einer stehten Flut an Anschuldigungen und Vorwürfen bezüglich ihrer Proffessionalität, ihres Lebens, ihrer Aufträge gegenüber sah. Doch zu seiner Überraschung geschah etwas, womit er am wenigsten gerechnet hatte. Dieses Gefühl, diese Nähe zwischen ihnen beiden verwandelte sich zu einem Band und er spührte ihre zarten, kühlen Finger sein Handgelenk umschließen und festhalten. Die Anspannung, die sie gerade noch ausstrahlte, verwandelte sich schlagartig in etwas, dass er nicht deuten konnte. Aber er fühlte, wie die Ruhe, die er ausstrahlte auf sie über ging, wie sie ihren Kopf an seine Schulter legte und sich entspannte. Er verstand nun garnichts mehr, doch genoss er diesen Moment und sagte nichts. Viel mehr gab er ihr einen Kuss auf den Hinterkopf und er spürte das stumme Einverständnis. Sie nahm sein Angebot der Ruhe an und Chrondor vergaß für einen Augenblick das Universum um ihn herum. Gefühle, Emotionen durchschossen den sonst so harten Mann und er war voll auf davon gefangen, sich in diesen warmen Emotionen zu baden .....

Und das war sein Fehler.
Er hatte es sich selbst mehr als einmal gesagt, hatte mehr als einmal darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn seine Feinde diesen wunden Punkt in seiner Brust erkannten, wenn seine Feinde je herrausfinden würden, was er für diese Frau empfand. Und nun war es soweit. Hätte der alte Mann sich nicht von diesen Gefühlen mitreißen lassen, hätte er die Stille im Hangar wahrgenommen, hätte er gesehen, wie Droiden nach und nach verschwanden, wie die Techniker wie auf ein
Stichwort den Hangar verließen. Es war eher ein Kribbeln im Nacken, eine Bewegung an der Seite, eine Vorahnung, die er sich über Jahre des Jagens angeeignet hatte, als eine konkrete Vorstellung der Gefahr, die ihn handeln ließ, bevor der erste Blasterschuss einschlug. Wie ein Automat, wie ein Droide reagierten seine Reflexe und er aktivierte den Schildgenerator, der
ihn und Snips mit einem blau ionisierenden Schild umgab. Noch als er sich nach hinten über die Tragfläche abrollte, sah er aus den Augenwinkeln, wie Millysthra in Deckung hechtete und das Feuer erwiederte. Chrondor sah vier Gegner. Zwei behelmte, in voller Panzerung die in ihrer Art und Weise, wie sie ihren Kampfstil einhielten, eindeutig Mandalorianer waren.
In einer Ecke sah er einen der grünen Rodianer, dessen Gesicht er bisher noch nicht gesehen hatte, aber sollte dieser entkommen, würde Chrondor ihn finden und ihm seine Fühler einzeln zum Dinner servieren. Der letzte Gegner, den er sah, war ein Droide der ZX Reihe. Ein schnell agierender, tödlicher Gegner,den zu unterschätzen schon so manchem Mann das Leben gekostet hatte. Als er das Ende der Tragfläche erreichte, sprang er hinter dem Triebwerk von der Fähre und hechtete hinter einen Frachtcontainer. Blasterfeuer durchzuckte den Hangar und schlug zischend neben ihm ein. Funken sprühten und der Gestank von Ozon erfüllte die Umgebung, als ein Blasterschuss seinen Personenschild streifte. Als erstes nahm der den Droiden unter Feuer. Droiden waren programmierte Killermaschinen, die völlig automatisch funktionierten. Sie waren schnell und tödlich und doch fehlte ihnen etwas entscheidendes in solch einem Feuergefecht: Der Sin zur Improvisation.
In ein paar Schritt Entfernung sah er einen Hebelifter und ihm kam eine Idee, wie er diesen ZX aus der Bahn werfen konnte. Er holte tief Luft, konzentrierte sich und sprang mit einem auch für einen Chiss beachtlichen Satz hinter dem Container hervor, in Richtung des Hebelifters. Ein Blasterschuss striff ihn an der Schulter, wurde aber von Schild und Rüstung kompensiert. Dennoch war es für ihn zu knapp. Er spürte, wie brenzlig diese Situation war und er wusste, worauf sie es abgesehen hatten. Er wusste nicht, wann er sich verraten hatte oder wie sie so schnell dahinter gekommen sind, zumal er selbst diese Erkenntnis erst vor wenigen Augenblicken wirklich realsierte. Aus den Augenwinkeln sah er, wie seine wichtigste und verwundbarste Seite gerade unter dem Feuer der beiden Mandalorianer in Deckung gezwungen wurde. Unsanft kam er hinter dem Hebelifter zu liegen und hämmerte auf die Kontrollen, um das Ding in Bewegung zu setzen. Mit ein paar piepsenden Geräuschen gehorchte das ohne auch nur der geringsten positronik ausgestatte Arbeitsgerät und rollte geradewegs auf den feindlichen Droiden zu. Wie von Chrondor erwartet, ging der Droide in eine ausweichende Stellung, schien aber diese Lage augenblicklich berechnet zu haben und als der blaue Chiss das Feuer eröffnen wollte, klappten aus einer Rückenklappe des ZX zwei Blasterpistolen, die den Kopfgeldjäger mit schnellen Blasterschüssen übersähten. Das war zu viel für den Schildgenerator und mit einem lauten, fast quälendem Alarmsignal versagte dieser den Dienst. Nun ohne die Deckung des Hebelifters völlig ungeschützt, war Chrondor ein klares Ziel für die Mandalorianer, die ihn mit einer schweren Blasterkanone beharkten. Aber er hatte nicht so lange überlebt, um nun durch solch einen Patzer ums Leben zu kommen. Mit einer fast schon akrobatischen Leistung, rollte er sich über den Boden in Richtung des Frachtcontainers, der ihm vorhin schon Schutz bot. Die schwere Panzerung sprühte Funken, als ein paar der Blastergeschosse einschlugen und keuchend kam er hinter den schwarzen Conatainern an. Rasch anaylsierte er die Lage und überschlug seine Chancen. Dann sah er aus den Augenwinkeln einen der gepanzerten Gegner seine Stellung verändern. Das war die Gelegenheit, die Chrondor brauchte. Mit einem Schlag auf den Auslöser seines Jetpacks hob er sich ein paar Meter in die Höhe, aktivierte seinen Raketenwerfer und brachte dem Gegner den Tod von oben ein. Der Mandalorianer versuchte noch sich aufzubäumen und zu wehren, als ihn eine gut gezielte Salve aus Snip's ihrem Gewehr niederstreckte.
Er liebte es, wenn das Teamwork auch auf bloßem, gedanklichen Verständnis funktionierte. Mit einem in dem Feuergefecht kaum hörbaren, platzenden Geräusch, explodierte der Kopf mit samt des Helmes seines Gegners.
Als der Schub des Jetpacks nachließ, kam Chrondor schwer atmend neben den Containern wieder zum stehen und nickte Millysthra kurz zu, die ihrerseits die Stellung wechselte. Mit einem eleganten Sprung über ein paar Kisten, suchte sich die Scharfschützin eine bessere Position, um die Gegner mit schwerem Feuer zu belegen.
So langsam nahm das Gefecht eine positive Wendung an, was den Kopfgeldjäger dazu verleitete hinter dem Container hervorzuschauen. Mit Überraschung stellte er fest, dass der ZX Droide nun die zierliche Agentin beschoss, was ihm wiederum die Möglichkeit gab, diesen Blechkameraden mit ein paar gut gezielten Schüssen auf den Schrottplatz zu befördern. Minus zwei. So schlecht lief es garnicht, dafür dass die Gegner aus einer überlegenen und gut vorbereiteten Position angriffen, hielten sich die beiden Chiss ganz gut.
Doch auch hier wandte sich das Blatt wieder schnell gegen das Team blue. Als er zu Snips rüberschaute, sah er erst ein kurzes Flimmern und dann materialsierten sich neben der Agentin zwei getarnte Männer, die hinter ihr aus kurzer Entfernung das Feuer eröffneten. Runde, konzentrische Strahlen erfassten die zierliche Agentin und betäubten sie augenblicklich.
NEEEEEIIINNN Schrie er auf und rannte feuernd über die freie Fläche auf den Platz des Geschehens zu. Er sah nur noch den blauen Körper, bewusstlos zu Boden sinken und die Wut packte sein inneres. Die beiden Tarnsoldaten merkten nicht einmal mehr, was sie niederstreckte. Die Brust des ersten, verwandelte sich in Millisekunden zu einem verschmorten Brei aus Stoff der Kleidung, Blech der Rüstung und Fleisch des Körpers. Noch bevor der Mann rücklings aufschlug, war er tot.
Sein Kumpane wollte gerade seine Tarnautomatik aktivieren, als ihn Chrondors Blasterschüsse knapp über der Rüstung in den Hals trafen. Die Wucht der Blasterschüsse reichten aus, um teile verschmorten Fleisches herrauszureißen und quer über den Boden zu verteilen.

Dann erwischte es ihn.
Er war kurz vor dem Ort, an dem sein blauer Schatten zu Boden gegangen war, als ihn mehrere Blasterschüsse ins Kreuz trafen und von den Beinen holten. Er wollte sie schützen, hatte es ihr versprochen, hatte es geschworen, sie zu halten und vor seinen Gegnern geheimhalten. Doch all diese Gedanken verschwammen nun in einen Mix aus Schmerzen und das Drehen der Welt um ihn herrum.
Das letzte was er noch warnahm, war der Rodianer, der ihm in seiner rauhen Sprache noch zuraunte
Nun zerbrich, an den Schmerzen, elender Kopfgeldjäger. Dann traf ihn der Kolben eines Blasters ins Gesicht und verfärbte seine Wahrnehmung in ein tiefes schwarz.


Einige Zeit später, an Bord der Fatalis Fortuna

Hey Großer, schön Euch wieder unter den Lebenden zu sehen. Hörte er die Worte Makos, als er mühsam die Augen öffnete.
Dieser Dickschädel ist wirklich nicht tot zu bekommen. Nahm er gleich darauf die stehts vor ironie triefende Stimme Gault's war.
Was... Brachte er mühsam hervor, während er sich aufzurichten versuchte.
Ruhig, Chef. Sagte die junge Frau in einem besänftigenden Tonfall und drückte ihn sanft zurück auf das Krankenbett. Schon wieder lag er in so einem Bett, schon wieder war unachtsam, schon wieder hatte er dafür bezahlt.
Ich kam gerade von den Händlern wieder, als ich das Feuergefecht im Hangar sah. Da Ihr Euch mehreren Gegnern gegenüber saht, verständigte ich die Crewmitglieder und wir schossen Euch raus. Erklärte ihm die Frau, die auf der Kante des Betts saß. Es war eine ganz schöne Schweinerei. Verließ der Devaronianer eher beiläufig verlauten.
Was ist mit Millysthra? Fragte Chrondor leise und erhielt nur Schweigen von den Anwesenden. Ist sie...?

Nein.Übernahm nun eine weitere, männliche Stimme aus dem Hintergrund das Gespräch. Sie ist nicht tot, wenn ihr das meint. Sie haben sie mitgenommen. Wer auch immer sie waren, haben sie in Carbonit eingefrohren und auf ein Schiff gebracht, noch bevor wir etwas dagegen unternehmen konnten. Das Schiff ist nicht registriert und hatte keine offentsichtlichen Markierungen. Die Dockingcomputer der Orbitalstation hatten zu diesem Zeitpunkt einen zufälligen Ausfall. Erklärte Torian Cadera in einem halb sarkastischem Tonfall. Der zuständige Brückenoffizier wurde tot in seiner Kabine gefunden. Zwei Blasterschüsse direkt ins Gesicht.
Wer immer die waren, sie waren Profis. Ach und bevor ich es vergesse, das der junge Kopfgeldjäger zur Ausbildung machte eine Pause und holte ein kleines Armband hervor. Chrondor erkannte es sofort. Es war das kleine kostbare Armband, welches er Snips vor einiger Zeit schenkte um Sie in einen gesonderten Bereich auf der imperialen Zentralstation einzuladen. haben sie liegen gelassen. Ich denke, sie wollten Euch damit ein Zeichen setzen. Warum auch immer, aber es lag in Eurer Nähe. Ich dachte mir, ihr wollt es wiederhaben.
Damit warf der junge Mann dem benommenen Kopfgeldjäger das Kleinod zu.

In seinem Verstand überschlugen sich die Gedanken. Er griff jede Möglichkeit ab und ignorierte jeden einzelnen Schmerzimpuls. Jede Synapse in seinem blauen Schädel explodierte vor Möglichkeiten und er versuchte die einzelnen Optionen abzugrasen. "Nun zerbrich", hatte der Rodainer gesagt. Irgendwer wollte sich an ihm rächen. Irgendwer, hatte einen perfieden Plan ausgearbeitet und wusste, von seinen Emotionen und Gefühlen für die blaue Agentin und dann kam ihm eine Idee. Vage flimmerten Erinnerungen in ihm auf und formten sich zu Bildern und diese Bilder formten sich zu einem Plan.


Lasst mich allein. ALLE! Sagte er in einem herrischen Tonfall, der Mako zusammenzucken ließ. Mit Furchen auf der Stirn setzte er sich auf und unterdrückte jedes aufkeimende Wiederwort der Anwesenden.
Ich muss etwas klären und das kann ich nur allein. Gault, Ihr kümmert Euch auf Alderaan um eine Mission. Ihr findet die Daten unter dem Decknamen "Datenrennen" im Bordcomputer. Torian, ihr ermittelt nach dem Schiff. Findet alles, was Ihr über diese Rostlaube auftreiben könnt und wenn ihr den letzten Droiden zerlegen müsst. SKADGE? Rief er aus vollem Halse und hörte den stämmigen Houg.

Was wollt ihr schon wieder?Hörte er gleich sofort die grummlige Stimme des Hühnen. Überrascht stellte Chrondor fest, dass auch dieser vor der Krankenstation wartete. Ruhiger und mit sichtlichen Zeichen dieser Überraschung fuhr Chrondor fort. Ich will, dass Ihr Euch nach Tantos VII begebt um dort ein paar rodianische Schatzsucher aufzusuchen. Auf Eurem Weg dorthin übermittle ich Euch die Beschreibung des Rodianers, der mich ausgeknockt hat. Nach einer kurzen Pause fügte Chrondor finster hinzu...Und Skadge?
Ja? Grummelte dieser in seiner ganz eigenen Art

Bemüht Euch nicht, bei der Befragung all zu zurückhaltend zu sein.[i]Gab der Kopfgeldjäger dem bekannterweise blutrünstigen Houg mit auf den Weg, was dieser mit einem bösartigen Grinsen quittierte.[i] Mako, Du häckst dich in den Computer der Orbitalstation ein. Versuch ein paar Holoaufnahmen zu finden, sammel alles, was Du auch nur ansatzweise finden kannst über den vorfall im Hangar und sag Blizz, dass er mir ein paar elektronische Teile für den Blaster organisieren soll. Er wird wissen, was ich meine.
Nun geht. Ich muss etwas erledigen.[i]

Mit diesen Worten scheuchte er seine Crew auf und begab sich in sein Quartier. Es war eher spartanisch eingerichtet, aber es war sein kleiner Raum. Hinter sich schloss er das Schott und begab sich an den kleinen Schreibtisch in der Ecke.
Mit flinken Fingern gab er einen Zahlencode in das Schloss des Safes ein und holte eine kleine Box hervor. Sie war braun, was sie wohl dem hölzernen Material schuldete, aus dem sie bestand. Sie war zierlos und nur mit einem kleinen Schloss verschlossen.
Chrondor holte den Schlüssel, der ihn stehts an einer Kette um den Hals begleitete hervor. Dieser kleine, in seiner Hand winzig wirkende Schlüssel öffnete die Box mit einem fast schon dem Augenblick unwürdig erscheinendem, einfachen >>Klick<<.

Der große Mann holte noch einmal tief Luft und öffnete die kleine Schatulle. In ihr fand er einen Datencube, ein paar Dokumente und eine kleine Münze. Er nahm den Datencube, verband ihn mit dem Schiffscomputer und rief ein paar Daten ab, die er in den letzten Wochen neben seiner üblichen Arbeit gesammelt hatte. Der Zugriff auf die "scharze Liste" und dem damit verbundenen Netzwerk offenbarte ihm Möglichkeiten, Personen ausfindig zu machen, von denen die Galaxis bisher noch nichts gehört hatte, die aber durchaus in irgendwelchen Winkeln existierten. Nach einiger Zeit hatte er ein paar Adressaten herrausgesucht und er wusste, dass dieser Schritt ein paar Dinge in Bewegung setzte, die dazu führen würden, eine eigendynamik zu entwickeln, die er -einmal ausgelöst- nicht mehr komplett kontrollieren konnte.
Dennoch began er eine Nachricht zu verfassen, die kurz, prägnant und eindeutig dazu führen musste, Hilfe von diesen in der Galaxis verstreuten Leuten zu bekommen, die bisher noch nie von ihm gehört haben dürften und doch mit ihm auf eine Art verbunden waren, die sie dazu verpflichten würden, ihm bei der Suche nach dem Grund für diese Leere in seiner Brust zu helfen.
Er überflog das Hologramm noch einmal und während er noch einmal kurz inne hielt, ließ er die Münze durch seine Finger gleiten...die Münze zierte eine blaue Rose vom Planeten Csilla, die sich um den Griff eines martialisch wirkenden Schwertes wand. Auf der Rückseite stand in der Heimateigenen Sprache der Chiss ....

Das Sanktiarius Vermächtnis


Dromund Kaas, Kaas City, Taxistand vor dem Hauptquartier des imperialen Geheimdienstes

Greyjoy Sanktiarius stand an der Brüstung der Taxiplattform vor dem Hauptquartier des Imperialen Geheimdienstes. Gedankenverloren ließ der blonde Mann seinen Talismann zwischen den Fingern kreisen. Geschickt ließ er die Münze über die Rückseite seines Zeigfingers unter die Vorderseite seines Mittelfingers wieder über die Rückseite des Ringfingers und zu guter letzt um den kleinen Finger herum kreisen, um sie dann auf ähnlichem Wege wieder hoch zum Zeigefinger zu transportieren.
Er wusste nicht, wo er diese Münze einmal her hatte, doch begleitete sie ihn schon, seit er seine ersten Cyborgimplantate erhalten hatte und die Grundlage einer Erinnerung fassen konnte.
Wind strich ihm durchs Gesicht und ließ seinen Mantel ein wenig flattern. Mit den Armen auf das Geländer gestützt machte er sich keine Sorge darüber, dass er die Münze fallen lassen könnte. Er ließ sie nie fallen. Zudem war er sich sicher, dass selbst wenn er sie hier fallen lassen würde und sie in die endlose Tiefe unter dem Balkon stürzen würde, früher oder später zurück bekommen würde. Selbst als ein Taschendieb ihm einmal seine Credits stahl, gewann Greyjoy die Münze bei einem Pazakkspiel wieder.
Er wunderte sich schon lange nicht mehr über die Münze, geschweige denn, dass es ihn interessierte, was eine um einen Blaster gewundene Rose zu bedeuten hatte.
Er genoss die Höhe und das Gefühl von Freiheit, auch wenn ihn die Aufgaben im Geheimdienst in letzter Zeit immer mehr forderten und ihm das Gefühl gaben, diese Freiheit aufgeben zu müssen.
Ein Vibrieren seines Comlinks machte ihn auf eine eingehende Nachricht aufmerksam. Genervt wollte er die Nachricht schon ablehnen, als er über den Namen des Absenders stutzte. Chrondor Sanktiarius.
Greyjoy hatte sich nie Gedanken über seinen Nachnamen gemacht, doch war ihm klar, dass es ein recht seltener Name in der Galaxis war.
Eine innere Unruhe erfasste ihn und fast wiederwillig und zögernd, nahm er die Nachricht doch an. Mit einem kleinen Summen aktivierte sich vor ihm in der Luft, eine knapp Handhohe Siloette eines Chiss und begann einen aufgezeichneten Text wiederzugeben.


Hallo Greyjoy. Wenn Du diese Nachricht empfängst, ist der erste Teil schon getan. Du kennst mich nicht, aber ich brauche Deine Hilfe.
Mein Name ist Chrondor Sanktiarius und ich gehöre unserem gemeinsamen Vermächtnis an. Eine Geschichte, die sich über Generationen entlang zieht und auch wenn Du es im Moment noch nicht realisieren kannst, so sind wir auf eine Art miteinander verbunden, die nur die Macht versteht.
Ich habe seit Wochen nach Dir gesucht und benötige nun Deine besonderen Talente. Ich weiß, dass Du Mitglied des imperialen Geheimdienstes bist und genau deshalb bist Du für mich so wichtig.
Ich bin auf der Suche nach einer besonderen Frau. Sie wurde vor kurzem entführt und verschleppt. Ich weiß nicht, wer dahinter steckt, aber ich weiß, dass man sie dazu benutzen will, um sich an mir zu rächen.
Ich appeliere nicht an irgendwelche Mitleidsgefühle, sondern bitte Dich von Mann zu Mann des selben Vermächtnisses um Hilfe. In Deinem Besitz sollte sich eine Münze wie diese befinden. Das Holobild zeigte eine exakte Kopie der Münze, die Greyjoy gerade in den Händen hielt. Hast Du schon versucht, Dich von dieser Münze zu trennen? Es funktioniert nicht, oder? Sie stellt unser Hauseigenes Wappen da. Sie ist die Verbindung, das Bindeglied zwischen uns allen und wenn Du tief in Dich hinein hörst, wirst Du mich verstehen.
Du kennst die Frau nicht, um die es geht, doch glaube mir, sie ist sehr wichtig und allein kann ich es nicht schaffen.

Anbei ein paar Informationen zu ihrem Verschwinden und über die Frau selbst.
Bitte Greyjoy, es geht um etwas einzigartiges.
Kontaktiere mich auf dieser Frequenz, wenn Du etwas hast.
Chrondor Ende.

Damit wurde die Übertragung beendet und er war .... überrascht. Er konnte nicht glauben, was er da gerade vernommen hatte und während sein Datenspeicher mit Informationen gefüllt wurden überschlugen sich die Gedanken in seinem Schädel.
Er wusste, er spürte, dass dieser Mann recht hatte und Greyjoy konnte sich nicht dagegen wehren, ihm zu helfen.

Neuigkeiten? Durchbrach die Stimme Kaliyos, seiner Begleiterin, seine Gedanken. Langsam drehte er sich um, legte den Kopf leicht auf die Seite und sagte

Kalyio, wir brauchen ein Schiff....


[...tbc]