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Die Geschichte des Jedi-Ritters

Am besten fange ich diesen Blog mit einer kurzen Vorstellung an. Ich heiße Drew Karpyshyn und war Lead Writer beim ursprünglichen Star Wars™: Knights of the Old Republic™-Spiel sowie Autor zahlreicher Star Wars™-Romane. Ich erzähle euch heute etwas über die Charakterklasse des Jedi-Ritters.

Jeder, der meine Romane Darth Bane: Path of Destruction, Darth Bane: Rule of Two und den bald erscheinenden Darth Bane: Dynasty of Evil kennt, ist vielleicht überrascht, dass ich an der Jedi-Ritter-Klasse arbeite. Aber für mich war es ein aufregender Schritt, die dunkle Seite zu verlassen und die Herausforderung anzunehmen, die Geschichte für einen der guten Jungs (oder Mädchen natürlich) zu schreiben.

Und seien wir doch mal ehrlich: Der Jedi-Ritter ist *der* bekannteste Charakter in diesem Universum. Nichts ist so sehr Star Wars wie eine Figur in braunem Gewand mit einer schimmernden Energieklinge, die im Namen der Gerechtigkeit geschwungen wird. Der Jedi-Ritter ist der klassische Held, der beherzt gegen das Böse kämpft, der Retter in der Not. Wir kennen natürlich alle Luke Skywalker. Das war aber nicht der einzige tugendhafte Lichtschwertkämpfer, der in den Filmen über den Bildschirm geturnt ist. Der junge Obi-Wan Kenobi und Mace Windu haben beide bewiesen, dass man so richtig auf den Putz hauen und dabei gleichzeitig tapfer für die Ideale des Kodex der Jedi kämpfen kann.

Apropos Kodex der Jedi. Da wird das Ganze interessant, oder? Die Jedi sind nämlich mehr als nur unaufhaltsame Krieger der Macht. Sie sind auch Symbole, die ein Ideal verkörpern. Der Kodex gebietet jedem Jedi, dass seine Handlungen von Logik und Vernunft geleitet sein müssen. Es gibt keine Gefühle, nur Frieden..

Nette Theorie. In der Praxis ist das aber nicht immer so einfach. Jedi-Ritter streben nach mentaler, physischer und geistiger Perfektion, aber sie sind immer noch Menschen. (Also nicht immer natürlich, aber ihr wisst, was ich meine.) Sie sind eben nicht unfehlbar, und ganz ohne sich die Hände schmutzig zu machen, kann man in der Galaxis nicht immer für Ordnung sorgen.

Das Kämpfen ist für den Jedi-Ritter nie ein wirkliches Problem. Akrobatische Lichtschwertaktionen, vernichtende Machtangriffe und kunstvolle Nahkampftechniken gehören zum Repertoire eines jeden Jedi. Aber was passiert, wenn ein Erzfeind aufgibt und dich um Gnade bittet? Man weiß einfach, dass man es noch bereuen wird, ihn am Leben zu lassen. Und einen unbewaffneten Gegner in zwei Stücke zu schneiden steht im Widerspruch zu so ziemlich allem, wofür die Jedi stehen. Lässt man ihn also am Leben? Oder spielt man einmal nicht nach den Regeln, um der größeren Sache zu dienen?

Angenommen, man tötet ihn nicht. Was, wenn er dir Macht anbietet, da du ihn verschont hast? Diese Macht könnte man nutzen, um Gutes zu tun und die Galaxis zu einem besseren Ort zu machen. Der Hohe Rat der Jedi ist vielleicht dagegen, aber sie sind ja nicht an der Front und müssen jeden Tag um ihr Leben kämpfen, oder?

Vielleicht ist es ja genau das, was die Jedi brauchen. Jemanden, der mit allen Wassern gewaschen ist. Jemanden, der Grenzen überschreitet. Jemanden, der bereit ist, das Spiel umzukehren und die Sith mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen.

Wenn man diesen Pfad einmal beschritten hat, ist es allerdings nicht mehr so einfach, ihn wieder zu verlassen. Vielleicht sind die wahren Helden ja diejenigen, die dem einfachen Weg widerstehen können. Vielleicht ist es gerade der Kodex, der den Jedi ihre anhaltende Stärke verleiht. Vielleicht kann der endgültige Sieg über die dunkle Seite nur erreicht werden, wenn die Grundsätze des Kodex unter allen Umständen befolgt werden.

Aber der Pfad der kompromisslosen Tugend ist kein leichter. Nehmen wir nur diese ganze "Jedi dürfen keine emotionalen Beziehungen eingehen"-Sache. Liebe, Romantik - der Hohe Rat hat festgelegt, dass diese Gefühle nicht zugelassen werden dürfen. Aber ist es denn so falsch, nach einer blutigen Schlacht Trost in den Armen eines anderen zu suchen? Ist es wirklich besser, in Einsamkeit zu leben, oder sollte man sich seine wahren Gefühle eingestehen und eine geheime Affäre haben, von der jene, die ein ungerechtes Urteil fällen würden, nichts wissen dürfen?

Das sind die Fragen, die ihr euch stellen müsst, wenn ihr als Jedi-Ritter spielt. Die Galaxis braucht einen Retter. Die helle Seite braucht einen Krieger. Wer werdet ihr sein? Ein Vorbild für tugendhaftes Leben, der Musterschüler, den der Hohe Rat in der ganzen Galaxis vorzeigt? Oder seid ihr ein Abtrünniger, der dem Kodex und dem Rat die Stirn bietet, während er die Sith aus der Galaxis treibt?

Egal, für welchen Pfad ihr euch entscheidet - euer Lichtschwert solltet ihr immer parat haben. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ihr es brauchen werdet.

Drew Karpyshyn
Senior Writer


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KOMMENTARE

Fr, 04/01/2011 - 21:09

die Jedi sind voll gechillt aber dagegen....... sind die sith hektisch um wollem nur macht!!!
also wenn das game da is......ich nimm jedi!!!!
suche ne gilde!!

Mi, 11/24/2010 - 19:46

ähm .. ich persönlich finde das man Genuss und diziplin beides braucht .. die Jedi benutzen zuviel Diziplin und die Sith Genuss .. ich würd schön gern ein Säbelschwinger (der HellenSeite) spielen .. aber wenn das so aussieht mach ich mich vlt doch zum Han ^^

Do, 08/26/2010 - 19:06

ich hätte eher gern was von dem gameplay des jedi-ritters erfahren.

Di, 07/06/2010 - 08:59

hm OK, ich hatte eher nicht vor Jedi-Ritter oder Sith-Krieger zu spielen, da es davon denke ich mal die meisten gibt (k.a. ^^) aber Jedi wollte ich noch weniger spielen, da meine Figur ja jemanden lieben können/dürfen soll^^ Und wenn man dann im Spiel DOCH als Jedi die Möglichkeit zur Liebe kriegt, ok macht dass die helle Seite wieder attraktiver für mich^^

Denn eigentlich bin ich ja ganz lieb und einen Sith zu spielen, nur weil ich dann meine Romanze weiterführen kann, dafür aber "böse zu allen andern sein zu müssen"... naja^^

Mi, 06/23/2010 - 17:08

Guter Text, muss man zugeben. Ich denke, dass dies ein sowieso tolles Diskusionsthema für alles RPG Fans wird. Oder anderen einfach Spaß macht mal als Jedi etwas anderes zu tun als sich an den Kodex zu halten.

Sa, 05/08/2010 - 10:31

Gut getroffen meiner Meinung nach. Besonders gefällt mir das erste große Bild. Hoffentlich wird dieser nette Sprung im Spiel auch tatsächlich machbar sein, das wäre super. Und natürlich hoffe ich auch, dass die beschriebenen inneren Konflikte eines angehenden und auch schon fortgeschritteneren Jedi in den Quests gut zur Geltung kommen.

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