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Nar Shaddaa

Nar Shaddaa, einer der pulsierendsten und gefährlichsten Orte in der Galaxis, ist eine riesige Stadtlandschaft, in der es nichts gibt, was es nicht gibt. Dominiert von einem Schwarzmarkt, der keine Wünsche offen lässt, ist der Mond das ultimative Sinnbild für Fantasie und Korruption. Die oberen Ebenen sind ein einziges Meer von glitzernden Neon-Türmen und schwebenden Vergnügungspalästen: Nirgendwo in der Galaxis ist mehr Reichtum an einem Ort konzentriert. Hinter dieser schillernden Fassade treiben Verbrecherbosse und im Geheimen arbeitende Gesandte illegale Geschäfte, die das Schicksal ganzer Welten bestimmen. Und so ungern es die Galaktische Republik und das Sith-Imperium auch sehen mögen - hier gibt das Huttenkartell den Ton an.

All der Reichtum der oberen Ebenen wird mit ebenso viel Brutalität in den unteren Ebenen aufgewogen. Das Innere von Nar Shaddaa verbirgt einige der dunkelsten Geheimnisse der Galaxis. Im Streben nach fortschrittlicher Technologie führen skrupellose Unternehmer gefährliche Experimente an unfreiwilligen Testobjekten durch und die Verbrecherbosse beuten Sklaven in ihren Fabriken aus. Flüchtlinge verstecken sich vor dem Gesetz, um nicht für ihre grausamen Verbrechen bestraft zu werden, und Häftlinge aus der ganzen Galaxis werden in geheimen, ausbruchsicheren Privatgefängnissen festgehalten. Auch Verbrecherkartelle, die nicht von den Hutten kontrolliert werden, streben dort nach Macht - an erster Stelle das Syndikat der Exchange, der einzige ernstzunehmende Rivale des Huttenkartells. Während die oberen Ebenen von Nar Shaddaa zu den beliebtesten Reisezielen der Galaxis zählen, sollte besser niemand, der bei Trost ist, die unteren Ebenen aufsuchen.

In der entfernten Vergangenheit, als Hutta noch nicht das Aushängeschild der Hutten war, wurde Nar Shaddaa als Flüchtlingslager für die von Hutta vertriebenen Evocii genutzt. Zudem wurde der Mond nach dem Jedi-Bürgerkrieg vor 300 Jahren mit Flüchtlingen überschwemmt, mit denen die Exchange die übrig gebliebenen Jedi anlocken wollte, um sie in ihre Gewalt zu bringen. Als dann der Große Krieg ausbrach, brachte er vielen Sternensystemen den Ruin, Nar Shaddaa hingegen mehr Profit. Während andere Systeme dem Imperium oder der Republik ihre Loyalität anboten, erkannten die Hutten, die Nar Shaddaa kontrollierten, dass sie ihre Unabhängigkeit - und ihre Profite - beibehalten konnten, wenn sie mit beiden Seiten handelten. Dieser Drahtseilakt hat die dortigen Geschäftstätigkeiten zwar riskanter gemacht, aber auch die Konkurrenz abgeschreckt. Die Exchange und das Huttenkartell befinden sich jetzt in einem alles entscheidenden, galaxisweiten Krieg, dessen Mittelpunkt auf dem kleinen Mond Nar Shaddaa liegt.