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[Foren-RP] Tana Raumstation

VanaTik's Avatar


VanaTik
12.13.2011 , 07:17 AM | #1
Diese Geschichte soll eine Plattform für erste Kontakte sein und es ermöglichen, einen gemeinsamen Hintergrund zu entwickeln, auf den später im Spiel zurückgegriffen werden kann. Die Interaktion mit den NPCs (A.R. & CN-67) und der Station ist ausdrücklich erwünscht.

Regeln:
  • Ein Einstieg ist JEDERZEIT möglich.
  • Die Länge der Posts spielen keine Rolle, kurze wie längere Fragmente aller Art sind willkommen.
  • Ich bitte euch, ernsthaftes Rollenspiel zu betreiben. Bitte achtet auf die Star-Wars-Lore.
  • Rückfragen und OOC-Kommentare beantworte ich gerne per PM oder im swtor-rp.de-Diskussionsthread.
  • Anwendung von Gewalt ist nur nach vorheriger Absprache mit mir erlaubt. Einen Sith-Lord, der mit einem Kreuzer die Station zerstört, brauchen wir nicht. Ansonsten stehen euch alle Aktionen frei.

Intro-Video

Bis ein neuer Hoster gefunden wurde, bitte mit http://www.youtubeunblocker.co.uk/ gucken.


Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...

Corellianischer Sektor, Commenorsystem, nahe einer Handelsroute, die zwei Enden der Galaxis miteinander verbindet, liegt etwas abseits, in einem wüsten Schrott und Asteroidenfeld, die Raumstation Tana.

Sechs Jahre nach Durchbruch der mandalorianischen Blockade, mitten im großen Krieg, gab es viele Flüchtlinge, Leute auf der Suche nach guten Geschäften. Die Wirren des Krieges sorgten für Tumulte auf den Planeten. Mehr als sonst verlangte es die Menschen nach einem neuen Führer. Konkurrierende Geschäftsleute in aussichtsreicher Position waren schon viel zu tief in dunkle Machenschaften verwickelt, um eine gute Wahl zu sein. Die Exchange, ein Verbrechersyndikat, hatte längst ihre dreckigen Finger in die tiefen Wunden der Systeme gebohrt, um Profit aus dem Leid ihrer Bewohner zu ziehen.
Doch zwischen all dem Abschaum gab es einige Tapfere, die sich wehrten, um ihrem Schicksal zu entfliehen.

Arman Revkee, ein Duros, der Besitzer der Raumstation, starrte unbewegt aus dem Fenster seines Schlafraums in die Atmosphäre des Planeten Malgaloth. Ihm gingen viele Dinge durch den Kopf. Sein größtes Problem war es, den Laden am Laufen zu halten. Wenige Besucher hatten in den letzten Monaten seine Station passiert, obwohl der Ausblick auf den Planeten hervorragend und das Angebot an Waren nicht unbeachtlich war. Ganz zu schweigen von dem guten Programm in der Cantina. Zu allem Überfluss hatten Piraten vor ein paar Wochen die Station überfallen und den gesamten Hangar nahezu leergeräumt. Seitdem hatte sich die ohnehin schon schlechte Lage noch verschärft. Nun gab es nur noch ein paar Schrottteile, die alt und wertlos waren. Eigentlich hatte er diese Station doch nur gekauft, weil er dachte genug Geld verdienen zu können, um sich seiner Spielschulden zu entledigen.



Grundriss der Station:

Armans Privatraum mit Rundumsicht ist über einen Steg mit dem Kontrollraum verbunden, der direkt über dem Haupthangar liegt. Der Hauptkorridor führt von dort an dem Laden von CN-67 vorbei, zu den fünf Schlafräumen, der Cantina mit Küche, dem Vorratsraum und dem Generator. Am Ende des Korridors gibt es ein großes Aussichtsfenster, gesäumt von zwei Pflanzen mit Blick auf den Planeten Malgaloth. Genügend Andockschleusen sind für Gäste aller Art vorhanden.

Arman Revkee
Arman ist ein Duros in den Ende Vierzigern, der lange Zeit in einer Mine auf Anarmesuil gearbeitet hat, um seiner Familie auf Duros zu entfliehen und Geld für ein eigenes Leben zu verdienen. Nachdem die Mine von der Firma stillgelegt worden war, versuchte er, sich mit dem Schrotthandel ein bisschen Geld zu verdienen, geriet aber in falsche Gesellschaft und wurde spielsüchtig.
Mit seiner ruppigen Art konnte er sich in der Mine zwar gut behaupten, in einer feinen Gesellschaft macht er sich aber nicht sonderlich beliebt. Trotz seines Geizes hat der gierige Duros es nie geschafft, ein Vermögen anzuhäufen, was vielleicht an seinem mangelnden Geschäftssinn und seinem guten Herzen liegt.

CN-67
Die Geschichte des Droiden beginnt auf Onderon, Nach einer langen Zeit als Händler am örtlichen Raumhafen wurde er von A. Revkee bei einem Spiel gewonnen. Er ist eher pragmatisch und kümmert sich um die Verwaltung der Warenbestände der Station. Sein Assistent, der Astromech EJ-4 kümmert sich um den technischen Kram, verlädt Ladung und hält Ordnung.

Ein für die Raumstation ungewöhnliches Geräusch riss den Duros aus seinen sorgenvollen Gedanken. Um den Gründen dieses Lärms nachzugehen rannte Revkee in den Kontrollraum. Über den Lautsprecher hörte er die Stimme eines jungen Piloten, der um Landeerlaubnis bat. Er erteilte sie ihm.
I don't like you either. You just watch yourself. We're wanted men. I have the death sentence on twelve systems.
(Doctor Evazan)

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VanaTik
12.13.2011 , 07:18 AM | #2
Was bisher geschah...

Nach ein paar Abenteuern im Outer-Rim konnte Rocco sich sein eigenes Raumschiff, einen kleinen Frachter, leisten und transportierte nun für meist zwielichtige Organisationen Warencontainer von Ort zu Ort.
Auf einer Passage nach Commenor gab der Hyperraumantrieb auf einmal seinen Geist auf. Er seufzte erst und grinste dann, er hatte schon schlimmeres überstanden. In der Ferne konnten seine Sensoren eine Station erfassen, auf die er Kurs nahm. Spaßeshalber feuerte er in Sichtweite zweimal seine Bordwaffen und meldete sich gutgelaunt über Comm zur Begrüßung.

Ein paar Klicks weiter knallte Sharin gegen die Decke ihres niedrigen Schlafalkovens, als der schrille Alarm sie aus ihren Träumen riss.
"Poodoo!" fluchte Sie mit verkniffenem Gesicht und rannte ins naheliegende Cockpit.
"Was ist los, Charlie?" an den Droiden gerichtet.
"Waffenfeuer nahe der Station, Maam. Kein Treffer. Ziel verfehlt oder es galt als Warnschuss." antwortete C7-H1 monoton blechern und drehte seinen Kopf wieder in Richtung seiner Konsole.
"Ist es unser spezieller Freund?"
"Anfrage nicht verstanden, bitte spezifizieren Sie neu, Maam."
"Vergleiche die Schiffsparameter des Neuankömmlings mit den gesuchten Vorgaben!" erwiderte Sie ungeduldig.
C7 ratterte gefühlte Stunden, um dann ein "Negativ, Maam. Lediglich 2,37% Übereinstimmung" von sich zu geben.
Sharin atmete entspannt aus und überflog die Instrumente.
"Neue Befehle, Maam?"
"Nein Charlie, wir warten ...wir warten."

Das ungewohnte Geräusch, welches Revkees Raumstation erfüllte, brachte auch Aves aus seinem Traum wieder in die wirkliche Welt zurück.
Mit einem schwerfälligen Stöhnen richtete er sich von dem Sessel auf, in welchem er mehr schlecht als recht eingeschlummert war und ließ den Traum revue passieren.
Er hatte geträumt, wie er damals vorsichtig einen Schritt vor den nächsten machte, während er sich seinen Weg durch den langen Hausflur bahnte. Die metallischen Wände des Ganges hatten im Laufe der Zeit schon heftigen Rost angesetzt und das wenige, spärliche Licht flackerte bedrohlich. Über den Boden verteilt lagen diverse alte Kartons und Unrat. Aves ging leicht in die Knie und bemerkte den beißenden Geruch von Fäkalien, ließ sich davon aber nicht ablenken und gab seinem Partner einen Wink zum Vorrücken.
Giggels war eine junge Twi'lek, die ihren Weg vor etwa einem halben Jahr zum Sicherheistdienst der Corellian Engineering Corporation gefunden hatte. Giggels schloss langsam auf und fixierte das Gang-Ende dann über ihren Blaster hinweg. "Sicher" flüsterte sie in ihr Kehlkopf-Mikro und Aves nahm dies als Zeichen dafür, dass auch er weiter gehen konnte.
Links vor ihm lag jene Tür, die sie ins Auge gefasst hatten. In diesem Appartement musste Zarger Jhek leben, ein Hehler der sein Geld mit dem Verkauf von illegalen Schiffsteilen verdiente.
Aves ging neben besagter Tür in die Hocke und spitzte seine Ohren, doch es war kein Geräusch zu vernehmen. "Alles still, Giggels!" Wie auf einen Wink hin positionierte sich die Twi'lek auf der anderen Seite des Türrahmens und machte sich sogleich am Zugriffspanel der Tür zu schaffen. Aves hatte noch nie einen großen Draht zu diesen Techniken gehabt, aber genau deshalb hatte er ja auch seine Partnerin. Die beiden ergänzten sich einfach. Giggels gab das Zeichen zum Zugriff, Aves nickte und dann schob die soeben geslicete Tür zum Appartement auf. "CES! AUF DEN BODEN!" schrie Giggels und schnellte, gefolgt von Aves, in den Raum um diesen zu sichern. Bevor beide jedoch dazu kamen sich einen Überblick zu verschaffen war ein unterdrücktes Piepsen zu vernehmen und eine Schallgranate explodierte im Eingang des Appartements. Aves und Giggels wurden beiden brutal von den Füßen geholt und wieder in den Flur hinaus katapultiert, wo sie gegen die Gangwand prallten. Giggels hatte noch während der Detonation das Bewusstsein verloren und ihr lebloser Körper riss Aves mit nach hinten. Mit dem Kopf prallte er hart gegen die Wand und stöhnte auf.

Benommen versuchte er Giggels von sich herunter zu schieben und als er bemerkte, dass es sie erwischt hatte, war er im Geiste wieder voll da. "Giggels, bleib bei dir man!" Er schüttelte sie etwas und betrachtete ihr angeschwollenes Gesicht. Die Detonation würde ihr vermutlich einige Schwellungen und zwei blaue Augen verpasst haben, aber sie atmete und ein Griff unter ihr Hemd zeigte ihm, dass sie eine Sicherheitsweste trug und ihre Organe somit geschützt waren. "Officer am Boden! Ein Medic in Trakt Gamma-Phi!" Plötzlich war ein Klirren aus dem Appartementinneren zu vernehmen und Aves Körper spannte sich wieder kampfbereit an. "Nehme Verfolgung auf!" schrie er in sein Com und überhörte jeglichen Befehl seiner Leitstelle, dies besser zu unterlassen.
Im Appartment angekommen sah er sofort die Geräuschquelle: Jhek war aus seinem verdammten Küchenfenster geklettert. "Verdammter Mist!" kommentierte Aves diesen Plan, denn er wusste das er sich hier im 28. Stockwerk des Gebäudes befand. So schnell wie möglich folgte er der Spur des Flüchtenden aus dem Fenster. Außerhalb des Hochhauses presste sich Aves an die Hauswand, denn Jhek balancierte auf einem nur 2 Fuß breitem Sims entlang und schaute gehetzt hinter sich, als Aves ihn mit einem "Bleib stehen du Mistkerl! Mach es uns beiden doch nicht so schwer!" zum Aufgeben bringen wollte. Doch da war keine Chance diese Sache angenehmer zu gestalten. Nach etwa 20 Schritten geschah dann das fatale: Jhek geriet zunehmend in Panik und rutschte dann mit einem seiner Füße vom Sims herunter. Nur durch einen glücklichen Zufall schaffte es der Zabrak noch den Vorsprung zu greifen und sich schreiend festzuhalten. Aves beschleunigte seine Schritte und schwankte auch gefährlich nahe am Abgrund, ehe er sich niederließ um nach der Hand Jheks zu greifen und diese zu umklammern. "Zieh dich hoch!" schrie er herunter, doch die Geräusche der Speeder-Schnellstraße, die das Haus umfuhr, machte eine Kommunikation unmöglich. Stück für Stück glitt Jheks Hand aus dem Handschuh, ehe er dann in die Tiefe stürzte und nach 28 Stockwerken freiem Fall auf den Boden aufschlug.

"Ich dachte man wacht nur auf, wenn man selbst wo runter fällt, Jhek!" kommentierte Aves seinen Alptraum und stemmte sich aus dem Sessel ab, um nach dem Glas Whiskey zu greifen, welches noch auf dem Boden stand. Mühselig nahm er den letzten Schluck und ließ den Alkohol seine Kehle herunter rinnen.

Als er Corellia verlassen hatte, war die Station hier sein erster Anlaufpunkt auf dem Weg in ein neues Leben. Hier draußen angekommen, hatte er die Ruhe schnell lieben gelernt und nach Absprache mit dem alten Duros erwirkt, dass er gegen etwas Hilfe einige Tage bleiben durfte. Das offensichtlich etwas mit der Station nicht stimmte, nahm Aves nun als Anlass um seine Hilfe wirklich anzubieten. Hastig zog er sein Hemd an und checkte mit einem schnellen Griff unter den Arm, dass sein Achselholster samt Blaster angelegt war und machte sich schließlich in recht zerfleddertem Gesamteindruck in Richtung des Kontrollraumes. Dem netten Ausblick auf den Weltraum aus der Sichtscheibe am Ende des Ganges widmete er zwar keinen Blick, hob jedoch in Richtung CN-67 grüßend die Hand. Am Kontrollraum angekommen räusperte sich Aves etwas. "Hey, Bruder? Was war das denn für ein Geräusch? Kann ich irgendwie helfen?" Jedermann mit Bruder und Schwester anzureden schien eine generelle Macke von Aves zu sein und was scheinbar auch nicht allzu persönlich gemeint war. Von der kleinen Whiskey-Fahne, den zerzausten Haaren und dem falsch geknöpften Hemd, machte Aves hier jedoch durchaus den Eindruck, als wäre er bei Sinnen.

In der Cantina der Raumstation, saß Norru. Er war in seine Robe gehüllt, das rechte Fußgelenk auf dem linken Knie platziert und lümmelte sich in den Stuhl. In der Hand hielt er ein Datapad und tippte darauf herum. Offenbar las er etwas furchtbar interessantes. Er machte offensichtlich keinen Hehl daraus, was er war oder zu welcher Fraktion des Krieges er angehört. Was er hier jedoch wollte, hatte er keinem so richtig verraten. Irgendjemanden der ihn hätte wegen Misstrauen aufhalten können, gab es nicht, oder war ihm nicht begegnet. Warum auch immer. Er hob seinen Blick. Nicht weil er etwas gehört hatte, es wirkte eher willkürlich. Er blickte gerade aus und hielt inne, nur um gleich darauf den Blick wieder zu senken und weiterzulesen.

Revkee schaute durch das Sichtfenster des Kontrollraumes in den Haupthangar. Ein Kran entlud gerade den Schrottschlepper, der mit seinen Greifarmen im Asteroidenfeld täglich nach Schrott wühlte. Der Verladekran summte auf einer Schiene in den Lagerraum um das eingesammelte Zeugs neben Versorgungskisten und Treibstofftanks zu stapeln. Das Lager war vollgepackt mit Raumschiffteilen, Kondensatoren und sonstigem Zeugs das wohl niemand mehr brauchen konnte.
Man konnte den kleinen Transportlift hören, der Teile zum Empfangs- und Verkaufsraum brachte.
Hier kümmerten sich normalerweise die zwei Droiden um den Verkauf der Ware an die Kunden. Es standen einige ausgewählte Stücke herum. Zum Beispiel ein gut erhaltenes Repulsor-Aggregat und eine schwere Blasterkanone. Die Luke in den Wartungsbereich stand offen, CN-67 reparierte ein paar Teile, während der kleine Astromech in der Ölwanne steckte.
Revkee tippte etwas in den Stationscomputer, damit dieser mit weiteren ankommenden Schiffen kommunizieren konnte und ging die Treppe zum Hauptkorridor hinab, als er den nach Whiskey stinkenden, sich räuspernden Aves bemerkte.

"Hey, Bruder? Was war das denn für ein Geräusch? Kann ich irgendwie helfen?" nuschelte der.
Arman blinzelte ihn durch seine Orange-roten Augen einen Moment an. Dann winkte er ab. „Ne, ne, konja Gati.“ Er meinte einen potentiellen Kunden ausgemacht zu haben und mischte, wie immer, Basic mit Huttese. „Bolla Cantina, Whiskey gan.“ sagte er lächelnd. Daraufhin drehte er sich um und verschwand in den Hangar, er hatte dort noch etwas zu erledigen.

Nachdem die Sensoren ihres Schiffes den Geist aufgegeben hatten, war Titara stundenlang orientierungslos durchs All geirrt - mit der einzigen Hoffnung auf einen glücklichen Zufall.

Ihre größte Sorge hatte dem Tank gegolten, der sich zwar langsam, aber doch beharrlich geleert hatte. Doch nun war sie fürs erste in Sicherheit. Wenn man die Landung auf dieser zwielichtigen und etwas heruntergekommenen Raumstation so nennen wollte.
"Aber vielleicht gibt es genug Gäste, die eine ordentliche Tanzeinlage zu schätzen wissen," dachte Titara sich, während sie tief durchatmete und unbewusst mit ihren Lekku spielte.

Außer ihrem Raumschiff, ihrem Charisma und ihren tänzerischen Fähigkeiten, war ihr nach dem Aufenthalt auf Coruscant nichts geblieben. Man hatte sie übers Ohr gehauen. Bei dem verzweifelten Versuch, etwas über ihre verschwundene Schwester zu erfahren, hatte man ihre Gutgläubigkeit und mangelnde Erfahrung ausgenutzt und ihr ihr ganzes Geld abgeknöpft. Und das allein für leere Verprechungen. Am Ende blieb ihr nichts anderes übrig, als schnell ihre Sachen zu packen, sich in ihr ramponiertes Raumschiff zu schwingen und den Leuten, die ihr das angetan hatten, einen bitterbösen Fluch hinterherzuschicken.

Titara rührte gedankenversunken in ihrem Taublumensaft und ließ den Blick durch die Cantina schweifen. Dabei fiel ihr der Nautolaner auf, der scheinbar sehr vertieft in ein Datapad war. "Ob ihn wohl auch eine unerfreuliche Geschichte hierhergeführt hatte?" Neugierde war eine Eigenschaft, die Titara schon ihr ganzes Leben begleitete, ihr jedoch nicht immer nur gute Erfahrungen eingebracht hatte.

"Dann eben nicht" kommentierte Aves mit zwei Fragezeichen in den Augen. Er selbst sprach und verstand lediglich Basic, weshalb er sich auf die huttischen Worte des Duros etwas zusammenreimen musste. Der Tonfall und sein Instinkt sagten ihm zumindest, dass seine Hilfe nicht erwünscht war. "Du weist wo du mich findest!" warf er Revkee noch hinterher, bevor dieser aus dem Raum in Richtung Hangar schnellte. "Cantina? Ach, wieso nicht. Ich muss langsam weiter ..." kommentierte er seine Situation selbst und machte sich schließlich auf den Weg zur Stations-Cantina. Aves war alles andere als ein Stubenhocker und hatte reichhaltige Erfahrungen in den Cantinas von Coronet gesammelt, doch hier hegte er kaum große Erwartungen. Nachdenklich trat er dort ein, widmete den Gästen aber kaum einen Blick. Auf dem Weg zur Theke musste er sich trotzdem zwischen den Tisch durchdrängen und entschuldigte sich bei den dort sitzenden mit einem flachen "Schuldige, Bruder" oder "Verzeihung, Kleine". An der Theke dürstete es ihn gleich nach einem Glas mit kaltem, erfrischendem Ale und so lies er sich dort nieder und widmete sich schließlich erneut, jedoch aufmerksamer, dem Raum und den Besuchern. Von der Theke hatte man doch stets den besten Überblick. Sonderlich viel gab es allerdings auch nicht zu sehen. Ein Nautolaner, der sich seiner Lektüre widmete, begleitet von leiser Musik aus den schlechten Boxen der Cantina und eine Twi'lek, die sich an einem Saft festhielt. "Was für ein Brocken..." mehr war nicht zu sagen. Sein Chrono sagte 03:21 in der Nacht. Er hatte immernoch die Corellian Standard Time eingestellt und würde es auch nicht wagen sie umzustellen. Voller nicht vorhandemen Elan rutschte er mit dem Hintern wieder von dem Barhocker herab und schlenderte schließlich auf die Dame im Raum, Titara, zu. "Hey. Aves mein Name. Stör ich, oder darf ich mich vielleicht zu dir setzen, Schwester?"

Aves glatte, dunkelbraune Haare schlugen recht wirre Formen auf seinem Kopf und es sah so aus, als hätte er die vergangene Nacht auf einer Pritsche im Knast verbracht, doch dazu wirkten seine Gesichtszüge zu charismatisch-frisch. Von hoher, durchtrainierter Gestalt, könnte ein geschultes Auge sicherlich den Abdruck des Waffenholsters unter dem falsch zusammengeknöpften, schwarzen Hemd erkennen und die Schwielen auf seinen Händen zeugten von gewohnter, körperlicher Arbeit. Alles in allem wirkte Aves wie jemand, der gar nicht so übel aussehen würde, wenn er nicht gerade von einem Laster überrollt worden wäre.

Norru sah kurz auf, als sich der Kerl an ihm vorbei drückte, kümmerte sich aber danach nicht weiter um ihn. Er strich sich mit der Hand über den Kopf, während er den nächsten Abschnitt las. Ihm wurde ein neues Glas hingestellt, mit einem stumpfen Kommentar, der darauf schließen ließ, dass er das Getränk genau so vorhin bestellt hatte: "Alderaanisches Bier, in einem sauberen Glas." Schmunzelnd sah er der Bedienung hinterher. Ihm war sehr wohl bewusst, wie deplatziert er in dieser Spelunke wirken musste, in seiner braunen Robe und der Kleidung in Erdfarben. Und eigentlich wunderte er sich, dass er überhaupt bedient wurde. Immerhin war das hier nicht gerade der Ort, an dem man mit einem Jedi rechnen würde, zumindest empfand er das so. Er hätte mit wesentlich mehr misstrauen gerechnet. Aber das hier schien ohnehin nur soetwas wie eine Zwischenstelle zu sein, wo sich die Leute nicht sonderlich gerne aufhielten. Er trank sein alderaanisches Bier und sah sich kurz im Raum um. Er betrachtete die Frau und den Kerl, der eben an ihm vorbei an die Bar gegangen war. Sein Blick verweilte kurz auf ihnen und er sah die beiden relativ emotionslos an, jedoch dachte er sich seinen Teil. Dann wechselte er das Bein, das er angewinkelt auf das andere Knie gelegt hatte und las weiter.

Tiri Tegris betrat, das Jagdgewehr geschultert, den kleinen unscheinbar wirkenden Laden und erblickte daraufhin sofort den Droiden. Einige Schrott- und Altmetallteile lagen herum und Teile des "Geschäfts" glichen mehr einer Werkstatt als einem Verkaufsort.
"Ich nehme an, du bist hier der Verkäufer oder hat dich jemand hinter der Theke vergessen?" Eine Antwort darauf erwartete sie gar nicht, war die Frage doch sehr stark gemurmelt und eher zu sich selbst gesprochen.
Nach kurzem Umschauen richtete die Togruta erneut die Stimme an den Droiden, wobei sie sich mit den Händen auf der Tischplatte abstützte und ihn direkt ansah. "Ich suche Projektile für ein 6-2Aug2. Führst du sowas?" Während sie auf die Antwort wartete, wich sie wieder etwas zurück und begann sich schon einmal selbst durch das Sortiment zu wühlen.
In dieser Hinsicht konnte sie sehr direkt sein, ein Nebeneffekt ihrer Tätigkeit, wobei ihre Herkunft wohl noch ausschlaggebender war.

Vom Lärm nebenan geweckt erschien ein Zabrak mittleren Alters plötzlich hinter der Theke und der darauffolgenden Unterhaltung mit der Bedienug schliessend, war er wohl nicht begeistert was das Aufstehen betrifft, da aber der Grund Kundschaft war, schien er sich damit abzufinden.
Nachdem er sich ein Glas genehmigt hatte, vom Aussehen der Flüssigkeit entweder Schmieröl oder Hochprozentiges, ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen und seufzte.
Die Bedienung schien gut zu tun zu haben, die Bar war kaum besetzt und der Müll voll "Dann mal Aufräumen und dann sehen wir mal was sich heute verdienen lässt" murmelte er zur Bedienung und wankte zu den Containern
"Abschaum...und nichtmal die Sorte mit Credits..." fluchte er vor sich hin und schob den Müllcontainer in Richtung Luftschleuse. "Wenn das Leben auf einer Raumstation nicht leicht ist, das Müllentsorgen ist es allemal" sagte er grinsend als er an dem Jedi vorbeikam.

Titara war in Gedanken versunken. Sie hatte mit dem Duros vereinbart, eine erste Tanzeinlage zu geben, sobald sich ein paar Gäste in der Cantina eingefunden hatten. Sie hoffte, sich auf diese Weise etwas Geld verdienen zu können, um so ihren Aufenthalt hier zu finanzieren. Das Publikum war zwar nicht unbedingt von der Sorte, die sie besonders schätzte, aber sie hatte keine Wahl und beurteilte Menschen nicht allein nach ihrem Äußeren.

Als sie ein etwas schmierig aussehender Kerl ansprach: "Hey. Aves mein Name. Stör ich, oder darf ich mich vielleicht zu dir setzen, Schwester?", überlegte sie gerade, welche Tanzschritte zu der laufenden Musik und der Athmosphäre gut passen würden.

Titara riss die Augen auf, blickte Aves etwas überrascht an und antwortete: "Schwester? Ich bin nicht dei...ach...du bist wohl von der eher forscheren Sorten, was? Der Platz neben mir ist noch frei. Ich wollte allerdings gerade aufstehen. Vielleicht können wir unser Kennenlernen ja ein andermal fortsetzen."
Titara stand entschlossen auf und tänzelte leichtfüßig in Richtung Bühne. Dabei genoß sie die ersten Blicke, die sie auf sich zog. Titara war in ihrem Element.
Auf der Bühne angekommen hielt sie einen Moment inne, bevor sie begann, sich fließend zur Musik zu bewegen. Ihre Lekku setzte sie dabei gekonnt ein, den Takt auf eine spielerisch-sinnliche Art, zu untermalen.

Der Müll war entsorgt, die Bedienung huschte zwischen den spärlich besetzten Tischen umher und irgendwie hatte der Duros sogar ne Tänzerin organisiert.
"Mal sehen wohin das führt..." dachte sich Gorvan der Zabrak Barkeeper als er von der Luftschleuse zurückkam und sich mit einem Datapad hinter der Bar gemütlich machte.

Nach einem weiteren Glas legte er das Datapad beiseite und lehnte sich zurück um der Tänzerin zuszusehen "Genieß die kleinen Dinge im Leben" murmelte er grinsend vor sich her.

Die Landeerlaubnis hatte er erhalten, nun steuerte er sein Schiff behutsam an eine der schlauchförmigen Andockbuchten. Ein wenig überschwenglich betrat er den Korridor der Station. Die Wände, kalt und aus hellgrauem Fiberplast, verströmten einen eigenartig sterilen Geruch. Aus dem Korridor vor ihm drangen dumpfe Klänge an sein Ohr, hier wurde Musik gespielt. Als er seine Schritte in deren Richtung lenkte, rutschte er auf dem glatten, verkratzten Boden beinahe aus.

Vielleicht sollte er sich ersteinmal ein Zimmer nehmen, er bog an der Kreuzung ab und schlenderte lässig in den Stationsladen. Dort gab CN-67 einige unterwürfige Erklärungen von sich: "tut mir Leid Miss, wir führen keine 6-2Aug2-Projektile, vielleicht kann ich ihnen sonst irgendwie behilflich sein?" Er unterbrach den bettelnden Droiden: "Ich nehme mir ein Zimmer Blechbüchse." "Natürlich Sir, nehmen sie die zwei, die ist frei." anwortete der ein wenig irritiert. Rocco nickt der im Schrott wühlenden Togruta kurz zu: "Ma'am." und verließ den Laden.

Nach einem kurzen Blick aus dem Sichtfenster auf den dunklen Planeten Malgaloth, betrat er die in mittlerem galaktischen Standard eingerichtete Nummer zwei, deren Einrichtung schon bessere Zeiten gesehen hatte. Der Corellianer schmiss seine Tasche auf die Pritsche und ging schnurstracks und durstig Richtung Cantina, während sich die Tür hinter ihm, mit einem leisen Surren schloss.

Dort angekommen breitete er die Arme aus und rief mit charmanter Stimme: "einen wunderschönen guten Abend allerseits", dann schaute er sich breit lächelnd um, wobei seine Augen sofort an der Twi'lek hängen blieben. Er zwinkerte ihr zu. Auf dem Weg zur Bar, warf er seine schulterlangen blonden Haare in den Nacken und grinste. Mit einem Ellbogen lümmelte er sich auf den Tresen, wobei ihm eine klitzekleine Schachtel unbemerkt aus der Tasche fiel, und bestellte einen corellianischen Whiskey, einen Fofo.

Die mit beiden Händen in Ersatzteilen wühlende Togruta nickte dem vorbei kommenden Menschen beiläufig zu und zog beide Hände aus dem Gewühl. Die fingerlosen Lederhandschuhe waren regelrecht mit schwarzem Schmieröl, Staub und Dreck bedeckt und ihre Finger machten den selben Eindruck. Ohne weiter darauf zu achten, striff sie sie an einem Tuch in ihrer Tasche ab und bewegte sich zurück in Richtung Tresen.

Sie nahm das Gewehr von der Schulter und überprüfte das Magazin. Ein lautes metallenes Klicken war zu hören, als sie das Fach öffnete und die übrige Munition heraus in ihre linke Hand purzeln ließ. Es fielen genau drei Stück in die Handfläche und kamen dort zwischen den Handballen nach kurzer Regung zum Liegen.

Sie flüsterte wieder zu sich: "Ob das reicht... Hast du irgendwelche Minen vorrätig? Oder Ersatzteile von Sprengkörpern? Zur Not kann ich mir auch selbst etwas daraus bauen." Der Droide, sichtlich überfordert, drehte sich um die eigene Achse und verharrte. Nach einigen Sekunden wandte er sich wieder Tiri zu und ließ etwas auf den Tresen krachen. Sie beäugte das Ding näher und blickte dann, immer noch mit dem Kopf nahe am Tresen, fragend zu CN-67 auf. "Das ist... war einmal ein Antipersonen-Sprengsatz, Miss. Er stammt aus einem verlassenen Schiffswrack..."

Die Togruta unterbrach ihn: "Seine Geschichte interessiert mich nicht wirklich." Sie blickte wieder auf den kaputten Sprengsatz. Einige Kabel, genauer gesagt viele, hingen aus einer halb aufgerissenen Metallhalbkugel. Tiri packte den Kabelstrang und zog ihn auf Gesichtshöhe. "Wieviel?" - "800 Credits." - "Ich kaufe dir Schrott ab und helfe dir dabei das Zeug loszuwerden und du willst dafür auch noch Gewinn machen?" "200 Credits." Erneut blickte sie auf das Häufchen Metall-Elend. "Also gut." Tiri hiefte den Sprengsatz am Kabelende in ihre Manteltasche und bezahlte den Droiden. Dann verließ sie das Geschäft ohne sich zu verabschieden in Richtung Cantina.

Gorvan, der Zabrak Barkeeper, erhob sich murrend und machte sich an die Bestellung ohne den Blick allzulange von der Bühne zu nehmen.
Als er fertig war, klopfte er das schwere Glas mit der dunklen Flüssigkeit vor dem Schönling auf den Tresen und lehnte sich dann wieder zur Bühne blickend an die Wand.
"Sonst noch nen Wunsch Schönling?"" zischte er dann zu dem Menschen an der Bar halb zur Seite sehend.

Lex verließ die Luftschleuse und betrat den Gang der Raumstation.
Etwas missmutig sah er sich um und folgte dann der Beschilderung. „Laden, Schlafräume, Cantina…wer hät`s gedacht.“ murmelte der hochgewachsene, dunkelhaarige Mensch der diese Raumstation mit eher gemischten Gefühlen betreten hatte. Mit seiner modernen Duraplast-Rüstung war Lex klar als Soldat der Republik zu erkennen, was hier draußen nicht immer unbedingt ein Vorteil sein musste.
Aber was blieb ihm anderes übrig? Bei seinem letzten Auftrag hatte die Navigationseinheit erheblichen Schaden genommen und so war er überhaupt froh auf eine Station getroffen zu sein.
Die Computerstimme hatte ihm beim Landeanflug eine „einzigartige technologische Auswahl im ansässigen Laden“ angepriesen und Lex brauchte nun mal dringend Ersatzteile.
Der Sergeant hatte nicht vor besonders lange hier zu verweilen und steuerte deswegen zielstrebig auf den Laden zu.

Am Eingang zur Cantina blieb er jedoch stehen und riskierte einen Blick hinein.
Viel war nicht los, das übliche Gesindel eben. Musik, die Lust auf ein frisches Ale und, Lex konnte es kaum glauben, eine tanzende Twi’Lek… brachten ihn letztendlich doch dazu die Bar zu betreten.
Den Blaster auf den Rücken geschnallt, den Helm seitlich an der Rüstung befestigt erweckte er nicht den Eindruck, als sei er nur zufällig hier aufgeschlagen. Lex blickte sich um.

Norru wandte seinen Kopf der Tür zu und hatte seinen Blick bereits auf selbige gerichtet, noch bevor der Soldat eingetreten war. Als dieser dann durch die Tür kam runzelte er verwundert die Stirn. Er musterte den Trooper und sah ihn sich genau an. Als er die Rüstung lange genug gemustert hatte um an den Abzeichen zu erkennen, dass es sich um einen Sarge handelte, blickte er nur kurz zu der Tänzerin. Den Kopf legte er schief während er sie für einen Moment beobachtete, dann widmete er sich wieder seinem Datapad.

Tiri betrat ohne sich groß umzusehen die Cantina und zwängte sich an dem Mann in Rüstung vorbei. Ihre Kehle war staubtrocken und eine Erfrischung interessierte sie derzeit mehr als die Gestalten, die so ein Etablissement zweifellos beherbergte.
Am Tresen angekommen, legte die Togruta ihr Gewehr - gesichert - auf einen Hocker und nahm auf dem anderen neben dem blonden Menschen Platz. "Einmal was so da ist. Überraschen Sie mich." Sie nickte dem Zabrak zu und legte dann den gerade gekauften Haufen Schrott vor sich hin, die Augen darauf gerichtet. Sie murmelte: "200 Credits. Wieso hab ich mir sowas für 200 Credits andrehen lassen...?"

"Ah, habe ich mich doch nicht getäuscht...", sprach Norru in seiner ruhigen, fast sanften Art zu sich selber, was jedoch vom allgemeinen Geräuschpegel und der Musik locker übertönt worden sein dürfte. Er lächelte wie jemand, der gerade eine Runde Pazaak gewonnen hat. Er tippte noch einige Stellen auf seinem Datapad an, klappte ihn dann zusammen und steckte ihn weg. Wieder wechselte er das Bein das er auf das Knie des anderen geschlagen hatte und faltete die Hände im Schoss. Nach einem Blick auf die farbenfrohe Gesellschaft widmete er sich der Tänzerin und sah ihr bei der Arbeit zu.

Lex sah der Togruta nach, nickte dem Barkeeper kurz zu und setzte sich dann an einen freien Tisch mit Blick Richtung Tanzfläche.
Seine Waffen und den Helm legte er neben sich ab, lehnte sich zurück und wartete, bis er sein Getränk beim Kellnerroboter bestellen konnte.
Er nahm einen kräftigen Schluck und blickte sich dabei etwas um.
Er war nicht freiwillig hier und erst recht nicht auf Befehl, also war es ihm auch egal was die anderen über ihn dachten. Sein Blick fiel auf den Nautolaner, ungewöhnlich hier oben, aber seine Erfahrung ließ Lex erkennen, dass er hier einen Jedi vor sich hatte.
Lex nickte ihm kurz zu und widmete dann wieder seine ganze Aufmersamkeit der Twi'Lek.

Titara registrierte die Blicke der Cantinagäste und war zufrieden, dass sich weitere hier einfanden. Einige genossen offensichtlich ihren Tanz. Dies war eine gute Verhandlungsbasis für einen ersten kleinen Lohn.
Während ihres Tanzes hatte sie wenig Gelegenheit, die eintreffenden Personen zu mustern. Soviel war jedoch klar: es war eine bunt zusammengewürfelte Sammlung von Individuen, die eine mehr oder weniger außergewöhnliche Lage hierher geführt hatte. Was wohl alles dahintersteckte, fragte sie sich.

Titara konzentrierte sich wieder voll auf die Musik, hob ihre Arme und drehte im Takt der Musik einige Pirouetten. Mit klimpernden Armreifen schwebte sie über die Bühne, schwang ihre Arme rhythmisch durch die Luft, immer begleitet von ihren den Takt untermalenden Lekku.

An die Bar gelehnt beobachtete Rocco die Tänzerin. "Sonst noch nen Wunsch Schönling?" zischte der Barkeeper. "Uhm, danke. Erstmal nicht." Er nahm einen tiefen Schluck aus dem schweren Glas. "Aber süß die Kleine da," sagte er mit einem Kopfwink Richtung tanzender Twi'lek und grinste den Barkeeper frech an.
Er spielte mit zwei Fingern an seinem Glas herum und genoß das Brennen in der Kehle.

Gorvan fing an ein Glas zu putzen und murrte "Schön und gut, aber deprimierte Kunden sind besser fürs Geschäft" auf einmal begann sein Datapad zu blinken und sein Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig.
"Was zum ..." er blickte sich hektisch um und ließ sich mit dem Datapad an der leeren Seite der Theke nieder.
Man konnte dank der Musik lediglich Wortfetzen der Unterhaltung erkennen:
"... hier, ... soll ... Mist? ... ist ... unsichere ... und ... lauter ... mit ... Ohren! ... hoffe ... ist ... genug ... der ... auf ... Shaddar ... aufgebracht ...!"
Anschliessend huschten abwechselnd diverse Grafiken und Texte über das Display, was seinem Gesicht ein Grinsen entlockte "Nochmal ... gehabt, ... erteilt."
Dann legte er das Datapad wieder weg und machte sich wieder zu seinem Platz auf.
I don't like you either. You just watch yourself. We're wanted men. I have the death sentence on twelve systems.
(Doctor Evazan)

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VanaTik
12.13.2011 , 07:20 AM | #3
Die kleine Korvette verfolgte den Davaab-Fighter schon eine gute halbe Stunde. Aus allen vier Laserbatterien feuerte sie Salve um Salve auf den Raumjäger, der dem Beschuss behände auswich. Nur ab und zu blitzten seine Deflektorschilde unter einem Treffer. Ein wahnwitziges Manöver nach dem anderen fliegend, waren die beiden kämpfenden Schiffe dem Asteroidenfeld näher und näher gekommen.

Die Pilotin des Jägers steuerte unbeirrt auf die kleine Raumstation zu und aktivierte in einigen Klicks Entfernung ihren Booster, um gefahrlos andocken zu können. Als gute Pilotin gelang ihr diese Flugsequenz in kürzester Zeit. In Sicherheit war sie allerdings noch lange nicht. Sie schnappte sich ihren Blaster, schnallte sich ihren Allzweckgürtel um die Hüften und rannte durch die Gänge der Raumstation - schnurstracks ihrem Ziel entgegen.

Sie platzte in die Cantina und warf wachen Auges ein paar schnelle Blicke durch den Raum. Dann stob sie mit wehenden Haaren Richtung Küche und stieß dabei den Barkeeper zur Seite. Aus der Küche hörte man zwei Blasterschüsse, ein Gepolter und dann, kurz darauf, klangen dumpfe Geräusche aus dem Lüftungsschacht, die sich schnell entfernten.

Zeitgleich näherte sich die Korvette der Raumstation und nahm das Feuer wieder auf. Innerhalb kürzester Zeit atomisierte sie den nun schutzlosen Jäger, der mit einem lauten Knall explodierte und in seine Einzelteile zerbarst. Unter dieser Erschütterung erzitterte die gesamte Raumstation. Die Alarmsirene heulte los. Die beschädigte Andockschleuse verriegelte sich automatisch.

Die Korvette legte sich geschmeidig an eine der freien Docks und spuckte einen ganzen Haufen schwer bewaffneter Halunken aus. Die Besatzung teilte sich auf. Zwei der Söldner sicherten den Eingang zu ihrem Schiff, zwei stürmten Richtung Hangar und zwei weitere machten sich mit ihrem Boss auf den Weg zur Cantina.

Der Boss, Keschk, ein großer Togorianer, stellte sich breitbeinig in den Eingang der Cantina. Er trug eine dunkle Lederschutzweste, eine schwarze Hose und einen Blaster in der Hand, den er auf die Gäste richtete. Seine beiden Söldner standen dicht neben ihm. Rechts ein dunkelhäutiger, menschlicher Hüne mit schwarzen Rastalocken und einer großen Wumme. Zu seiner Linken ein Trandoshaner, der mit fiesem Grinsen und spöttischem Blick über die Anwesenden schaute. Keschk musterte die Runde und bellte los: "Schnauze halten, ihr dreckigen Hunde! Keine falsche Bewegung, sonst setzt's was! Credits raus! Zack zack!"


Gorvan geriet ins Straucheln und konnte sich gerade noch an der Theke abfangen, bevor er lauthals zu Fluchen begann:
"Was zum Rancor hat die denn gebissen?!"
Er richtet sich wieder auf und eilte ihr nach, aber der Lärm der ihm voraus zu hören war schien ihn noch mehr zu Ärgern.
In der Küche angekommen, bestätigten sich seine Befürchtungen. Noch bevor er seiner Wut Luft machen konnte, lärmte es erneut, diesmal aber aus dem Hauptraum. Er spähte den Gang zum Hauptraum hinab und fasste sich resigniert an den Kopf.
"Wusst ich doch dass das ein Scheißtag wird..." murmelte er und machte sich drauf und dran ebenfalls in den Lüftungsschacht zu klettern.

Ich kann es nicht fassen. Seit 2 Tagen saß ich nun auf dieser verdammten Station fest.
Mein Schiff ist mehr als schwer beschädigt. Der Hyperraumantrieb und die beiden Lasergeschütze sind pulverisiert, die Deflektorschilde bringen nur noch 30% Leistung, die Sensoren sind kaum noch in der Lage einen Gasriesen von einem corellianischen Frachter zu unterscheiden und dieser dämliche Droide in seinem Ramschladen schafft es noch nicht mal die Induktionsblocker zur Stabilisierung der Lebenserhaltung zu beschaffen.
Ein ganz gewöhnlicher Auftrag der Exchange, nichts besonderes für einen erfahrenen Kopfgeldjäger.
Ein kleiner aber ambitionierter Abgeordneter der Chagrianer sollte "unauffällig" daran gehindert werden seine Rede dem republikanischen Senat vorzutragen.

Der Plan war einfach und effizient.
Coruscant, einen kleinen Unfall im Hangar und fertig.
Von wegen!
Der kleine Unfall endete in einem gigantischen Feuerball. 174 Tote, mindestens genausoviele Verletzte, 3 Hangers komplett zerstört.
Irgendjemand zog sein eigenes Ding durch.
Die Republik und das Imperium, beide Fraktionen verloren viele Leute, schnell wurde der perfekten Sündenbock gefunden und man nannte ihn Bram Rift.

Neil Desguard, ein sehr guter Freund und Kollege erzählte mir von dem beträchtlichen Kopfgeld das Exchange wegen "Vertragsbruch" auf mich ausgesetzt hat.
"Du kennst das Geschäft, alter Freund. Der alten Zeiten wegen gebe ich dir einen Tag Vorsprung. Bram, nutze ihn!"
Kurz darauf nahm mich Neil unter Beschuss - der alten Zeiten wegen.....
Ich bin am Leben, Neil nicht. Dennoch, er hat meinem Schiff schwer zugesetzt.

Mit letzter Kraft erreichte ich diese Station. Und nun? Haben sie mich gefunden?
Sie docken an! Der Jedi, er hat sie vermutlich informiert.
Pfff, erst der Jedi und nun noch ein republikanischer Soldat auf dieser vergammelten Station, ich hätte es mir fast denken können.
Ich muss hier weg sonst nehmen sie mich in die Zange, es sind zu viele.
Ich brauche eine Alternative, ich brauche ....... ein anderes Schiff

Die aufgebrachte Dame hatte er noch mit einem Schulterzucken akzeptiert, aber die paar schleimigen Kerle die gerade die Cantina betreten haben wollten Ihm schlicht nicht gefallen.
Zumal sie nun auch noch seine und die Credits der Gäste verlangten. Das war zu viel.
Er wechselte einen kurzen Blick mit dem Jedi und zog dann unter dem Tisch seinen Blaster an sich heran.
Abwartend blickte er nun in Richtung Tür, den Boss fest mit einen Augen fixiert.

Titara stolperte leicht, als sie die finstere Truppe am Eingang der Cantina erblickte. "Nicht schon wieder...", dachte sie.
Die Twi'lek versuchte sich unauffällig zu verhalten, tanzte weiter und beschloss, erstmal abzuwarten, was als nächstes passierte, um die Lage besser einschätzen zu können. Credits besaß sie sowieso keine.

Ihr fiel der Hintereingang ein, den sie am Morgen inspiziert hatte. Vielleicht war er ein geeigneter Fluchtweg, wenn es hart auf hart kam...

Ich bezog Stellung hinter einigen Kisten, die sich gleich neben dem einzigen Eingang des Hangers stapelten.
Schnell und leise muß ich sie erledigen.
Schon drangen die beiden Söldner ein. Ein grüner, 2 Meter großer Trandoshaner ging voraus, der schwere Blaster in seiner Hand folgte routiniert seinen Blicken. Er kniete sich direkt neben die Kisten und sicherte den Raum während sein Kamerad, ein behelmter Mensch mit durchschnittlicher Größe und mandalorianisch anmutender Rüstung folgte und nach hinten sicherte.
Die Echse zu erst! Der andere macht zwar einen auf Mandalor aber die ungelenkten Bewegungen sind die eines Anfängers
Meine Erfahrung erlaubte es mir die Situation schnell zu erfassen und die Prioritäten festzulegen.
Der Mensch sicherte mit seinem Blastergewehr weiter den Flur während der Trandoshaner weiter in den Hanger vorrückte. Ich zog mich weiter hinter die Kisten zurück.
Vorsichtig...dank seiner Infrarotsicht werd ich selbst im Augenwinkel des Reptiles wie die Landelichter eines Shuttles leuchten.
"Keiner da! Verdammt, die Jungs in der Cantina haben mal wieder den ganzen Spaß und wir gehen leer aus.", blaffte der Möchtegern-Mandalorianer.
Sein trandoshanischer Kollege drehte sich zu ihm um und zischte ihn erbost an: "Tsssssst! Wir haben hier einen Auftrag und jetzt halt deine Klappe."
Jetzt!
Kraftvoll stieß ich mich aus meiner Ecke ab und sprang über die hüfthohen Kisten die mich von meinem ersten Gegner trennten. Noch in der Luft löste ich die Unterarmklinge meiner Rüstung aus. Die Echse wirbelt herum, doch in diesem Moment landete ich einen halben Schritt von ihm entfernt und rammte die 25cm lange Klinge mit dem Schwung der Bewegung in seinen Hals. Röchelnd brach er zusammen, sein Kumpan stand regungslos mit gesenkter Waffe da und starrte ungläubig auf den blutig klaffenden Schnitt im Hals des Söldners.
Wußt ichs doch - Anfänger
Mit zwei schnellen Schritten verkürzte ich die Distanz zu dem Menschen und sprang mit den Füßen voran auf ihn zu. Er versuchte noch seinen Blastergewehr zu heben, da trafen meine schweren Stiefel auf seinen Brustpanzer. Die wucht des Aufpralls schleuderte ihn rückwärts an die Wand neben dem Eingang zum Hangar. Mit eingedelltem Brustpanzer blieb er dort bewußtlos liegen.
Schnell und leise, wie geplant.
Ein grimmiges Grinsen zog sich breit über mein Gesicht, meine Chancen zur Flucht haben sich verbessert.

Bei der ganzen Anspannung wurde Titara immer nervöser.
Ihr fielen Szenen ihres Leben ein, an die sie sich gerne erinnerte...

Seit gefühlten Jahren war das kleine Schiff nun schon im endlosen Weltraum unterwegs, ramponiert und aus dem letzten Loch pfeifend, eine leichte Beute für schmierige, zwielichtige Piraten.. könnte man meinen.
Auch wenn dieser kleiner Raumgleiter wie eine veraltete Schrottmühle aussah so hatte sie doch einige Tricks auf Lager.

Im kleinen Cockpit saß eine junge Rattataki-Dame, die Füße hochgelegt und die Hände vor der Brust verschränkt.
Am Steuer des Schiffes saß ein Droide der schon einige Kratzer und Schrammen vorzuweisen hatte.
"Ma'am, die Sensoren melden eine Raumstation, nicht weit von unserer Position.", zerriss seine mechanische Stimme das monotone Brummen der Maschinen.
Lohny öffnete die Augen und riskierte einen Blick auf den Sensor.
"Setze den Kurs.", befahl sie wortkarg und mit gebrochenen Akzent ehe sie sich wieder zurücklehnte.
Nur wenige Minuten später meldete sich eine plärrende Stimme aus den Lautsprechern.
''Hier Tana Station, was ist ihr Begehr."
Lohny setzte sich auf und sprach in das Mikrofon.
"Lohny Blacksun, erbitte Landeerlaubnis, befinde mich auf der Durchreise und muss einige Reparaturen an meinem Schiff vornehmen."

Ein Rattern von der anderen Seite des Kommunikationskanals.
Jetzt heisst es wohl warten.

"Anflugsvektor bestätigt. Tana Raumstation! ETA: 10 Minuten.", piepte Wisker und Risca öffnete die Augen. Erst einmal strecken, frischmachen und dann die Rüstung anlegen. Genug Zeit.

Schließlich betrat Risca die Brücke des Schiffes. Zwei Meter groß in der Rüstungen, welche aus Fell und moderneren mandalorianischen Rüstungsteilen bestand, oben drauf ein Helm. Die kratzende Stimme aus den Lautsprecher ließ nicht erkennen, was sich unter diesem Zottelhaufen verbarg.

"Tana Raumstation, erbitte Landeerlaubnis!", gleichzeitig zu der Audioübertragung wurde ein Credittransfer zur Station eingeleitet. Es dauerte einige Momente dann, dann kam die Rückmeldung. "Mister Ingen, es freut mich sie wieder begrüßen zu dürfen. Landevektor wird zugewiesen." Eine Datenübertragung folgte, dann lenkte Risca das Schiff auf den Leitstrahl. Eine anderer Schrotthaufen war scheinbar in Warteposition und wurde nun von den Scannern der "Schwarzen Sonne" untersucht. Flickenwerk, genau wie Riscas Schiff von außen auch. Langsam verschwand es im Innern der Landebucht.

"Wisker. Maschinen sichern. Defensivüberwachung.", knarrte es aus den Lautsprecher der Rüstung. Mit einem Piepsen bestätigte der Droide. Die Schleuse öffnete sich und Risca betrat das Deck der Station. 'Schwerkraft - 0.94 Standard / Luftgemisch: atembar',[ 'Schwerkraft - 0.94 Standard / Luftgemisch: atembar',] meldete sich die Anzeige im Helm. Langsamen Schrittes trat die Gestalt auf die Schleusentür der Landebucht zu, welche sich vor ihr öffnete. Das Ziel war erst einmal der Laden der Station.

Carmack konnte kaum glauben, dass er schon wieder auf diesem trostlosen Witz einer Raumstation festhing. Diesen ungenießbaren Fraß in sich reinstopfte. Und auch wenn er es kaum für möglich gehalten hätte: Das Bier in der Cantina schmeckte auch dem 4. Humpen immer noch erbärmlicher als bei seinem letzten Besuch. Im Grunde fast schon wieder bewundernswert.

Und das Schlimmste: Vermutlich würde es sich wieder kaum lohnen. Der verdammte Twi'lek stellte jedesmal einen "hoch lukrativen Auftrag, Carmack! Und praktisch kaum ein Risiko!" in Aussicht. Wenn er diesesmal wieder einen bekackten Wachauftrag für eine Hinterwäldlerfirma auf einem Planeten am Rande der Galaxis um die Ecke kam, dessen Namen man nicht mal im Holonetz finden konnte, und der so wenig Lohn einbrachte, dass sich grade noch die Treibstoffkosten davon zahlen ließen, würde er dem alten Schwindler an Ort und Stelle mit seinen eigenen Tentakeln erwürgen!

Aber dafür müsste der erstmal hier ankommen. Der Twi'lek war natürlich wiedermal zu spät. Carmack blies den Rauch seiner Zigarre missmutig in die ohnehin schon miese Cantina-Luft und leerte anschließend den Rest des Humpens in einem Zug.

Wo rennt denn der verdammte Barkeeper hin? Der Tag wurde immer mieser. Der Biernachschub unterbrochen und nun tauchte auch noch ein Möchtegernverbrecherboss auf und raubte die Cantina aus. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, lag sein Blaster in der Schlafkoje. Er änderte seinen Plan: Er würde den Twi'lek nicht erwürgen, sondern seine Tentakel selbst fressen lassen.

Immerhin: Die Credits, die er abdrücken müsste, würde er dem Twi'lek als Spesen in Rechnung stellen. Und plötzlich wurde ihm bewusst, dass selbst der mieseste Auftrag bisher immer noch profitabler sein würde, als die Beute der anwesenden Ganoven in dieser Cantina. Wie absurd, sich von allen möglichen Überfallzielen in der Galaxis ausgerechnet den auszusuchen, wo die Beute am niedrigsten ausfallen würde. Carmacks dröhnendes Lachen schallte durch die gesamte Cantina, während er seine paar verbliebenen Credits aus der Tasche holte.

Endlich, nach endlosem Rattern von der anderen Seite empfing Lohny eine Antwort!
"Landeerlaubnis erteilt, fliegen sie den Hangar aus dem vorgegebenen Vektor an.", dann verstummte die Funkverbindung und Lohny wies den Droiden an die Landung vorzubereiten.
Sie selbst ging in den hinteren, geräumigen Bereich ihres kleinen Raumschiffes und schälte sie aus ihrem Piloten-Overall um sich etwas gemütlichere Kleidung anzulegen.
Sie zog sich eine schwarze Hose mit mehreren Taschen, ein schwarzes Tanktop, einen mit vielen möglichen Geräten bestückten Gürtel an dem auch ihre zwei Blaster-Pistolen befestigt waren an und legte darüber die Teile ihrer leichten Rüstung an.
Mandalorianische Schulter- und Unterarmpolster, dazu ihre Stiefel mit integrierten Schienbeinschonern. Ihren Helm ließ sie auf dem Schiff.
Sie war nicht geschäftlich hier also brauchte sie sich nicht komplett aufrüsten.

Als das Schiff gelandet und die Landeluke ausgefahren war ging sie diese langsam hinunter, gefolgt von ihrem M3-M1 Droiden namens Fixer, jener der auch das Schiff geflogen hatte.
Was für eine heruntergekommene Bruchbude.
"Ma'am, die Chancen die passenden Teile für die Reparatur hier zu finden scheinen relativ gering, wenn ich das anmerken darf."
"Ja.. relativ gering. Aber ein Versuch ist es wert, nicht wahr?"

Riscas Helmdisplay meldete sich. Corvette aus dem Asteroidenschatten aufgetaucht. Zwei weitere Schiffe haben angedockt. 'Reichlich was los hier.', dachte sich Risca und setzte seinen Weg fort. Als eine Gestalt ihm in den Weg trat und mit einem Blaster rumfuchtelte. 'Was war denn hier los?', überlegte Risca und betätigte den Auslöser für das Tarnfeld. Einen Moment flimmerte die Luft dann war dass Licht soweit gebogen, dass man faktisch unsichtbar war, solange man sich nicht bewegte. Unglaublich langsam bewegte sich Risca an die Seite des Gange und suchte eine Nische, um zu beobachten.

Als sie den Hangar entlang ging, sah sie gerade wie eine zwielichtig aussehende Person zwei bewaffnete Männer in kürzester Zeit ausschaltete.
Sie ging lieber etwas langsamer und abseits der Szenerie und schaffte es irgendwie aus dem Hangar hinauszuschlüpfen.
"Das geht ja gut los..", murmelte sie.
Ein Neonleuchtschild zeigte ihr die Richtung zur Cantina doch als sie diese betreten wollte wäre sie beinahe in eine Gruppe bewaffneter Männer gelaufen doch als sich Lohny rückwärts wieder entfernen wollte war der Trandoshaner auch schon neben ihr und hatte sie mit seinen starken Händen gepackt, hielt ihr den Lauf seiner Waffe an den Kopf.
Wird's bald, Credits raus oder diese Kleine wird dran glauben!", rief der Gangsterboss und grinste hämisch.
Lohny versuchte sich zu wehren doch gegen den Griff der großen Echse war kein Gras gewachsen.
Verdammter Mist.
Hilfesuchend sah sie sich in der Cantina um und überlegte was sie wohl tun sollte wenn niemand reagierte.
Plan A wäre dem Trandoshaner die Waffe aus der Hand zu schlagen und ihn dann zu überwältigen, doch dann würden die anderen beiden Gangster wohl ein Sieb aus ihr machen.
Plan B wäre Fixer zu verstehen zu geben ein Ablenkungsmanöver zu starten.. doch daraus würde nichts werden denn sie wusste das dieser übnereifrige Droid aus einem Ablenkungsmanöver einen Großbrand machen würde.
Also musste sie abwarten.. vielleicht war ja jemand gnädig genug sie aus den Fängen dieses stinkenden, sabbernden Reptils zu retten.
Verdammt wie sie es hasste sich retten zu lassen..

Rocco war beinahe das Glas aus der Hand gefallen, als die kleine Rothaarige an ihm vorbei gestürmt war. Daraufhin tauchte nun der Togorianer in der Cantina auf, Rocco bezahlte widerstrebend. Zweihundertdreiundachtzig Credits. So ein …. Zischend nahm der Trandoshan sein Geld entgegen. Rocco konnte seinen stinkenden Atem riechen und drehte den Kopf schnell in eine andere Richtung. Er war froh, dass sie nur seine Credits wollten und hoffte das sie bald wieder verschwunden waren.

Just in diesem Moment gellte ein Schrei durch die Cantina. Den Gangstern war es zu bunt geworden, es dauerte alles viel zu lange – Sie mussten die Sache beschleunigen, sonst würde es Ärger geben, gewaltigen Ärger! Keschk, der Anführer der Truppe, hatte sich die Twi'lek-Tänzerin geschnappt. Sie sah ihm nach einen leichten Ziel aus und war auf der Bühne für alle gut sichtbar.
"Jetzt ist Action angesagt!", dachte er sich. Der Trandoshaner hatte sich einen Neuankömmling gepackt und hielt ihr eine Waffe an den Kopf. Keschk brüllte: "Wird's bald, Credits raus oder diese Kleine wird dran glauben!" Er grinste, während er Titara im Arm hielt.

Da polterte es von der Bar. Rocco war einfach über den Tresen gesprungen und hatte sich in Deckung gebracht. Das war ihm zu heiß geworden hier. Nervös fummelte er in seiner Hosentasche nach seiner Pillenschachtel und hoffte, dass er überlebte.

Titara fuhr es eiskalt durch die Glieder. Was war nur los mit dieser Welt? Und warum zum Teufel war bloß immer sie zur falschen Zeit am falschen Ort? Verdammt noch mal, hätte sie nicht von der Bühne laufen und sich verstecken können, als es noch möglich war?
Der Zug war jetzt abgefahren. Hilfesuchend blickte sie sich in der Cantina um und suchte mit ihren Augen nach Personen, die aussahen, als könnten sie ihr zu Hilfe kommen.

Langsam bewegte sich der Schatten durch die noch offene Tür und blickte sich um. Auf der Bühne der Trandoshaner führte wohl das Kommando. Immer an der Wand lang und dann zur Bühne hinauf. So abgewetzt wie die Rüstung von Risca aussah so war sie doch sauber und verbreitete kaum Geruch. Dann stand die getarnte Gestalt hinter dem Riesen. Vorsichtig zog er das Vibromesser blank. Eine Hand wanderte zur Blasterhand und die andere vergrub die leise surrende Klinge durch die Panzerung in das Herz des Trandoshaners. Der Blaster wurde nach vor gerissen und der sich im Todeskrampf krümmende Finger, löste den Abzug der Waffe und der Blasterstrahl jagte durch den Raum, grub sich ein wenig in die Verkleidung, welche verdampfte.

"Verhandlung beendet.", kam es scheppernd aus dem Lautsprecher der Rüstung, die sich nun wieder offenbarte, da sie schließlich nur einen begrenzten Vorrat an Energie für die Tarnung hatte. Langsam ließ Risca den toten Anführer von seiner Klinge gleiten und zielte mit dessen Blaster auf einen der Gefolgsleute.
I don't like you either. You just watch yourself. We're wanted men. I have the death sentence on twelve systems.
(Doctor Evazan)