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Unser Universum erklärt von Bakhtosh

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Unser Universum erklärt von Bakhtosh

Bakhtosh's Avatar


Bakhtosh
01.30.2012 , 07:32 PM | #41
Die Wechselwirkungen



So weiter gehts nun .... mal mit diesem kleinen Vid...

Das Standardmodell

http://www.youtube.com/watch?v=WfiDw-mpdso

Vom allerkleinsten Allerkleinsten

http://www.youtube.com/watch?v=JFuEBjIb02A

Grundkräfte der Physik

Die Grundkräfte der Physik sind die Kräfte, die allen physikalischen Phänomenen der Natur zugrunde liegen. Die Physik kennt vier Grundkräfte:

die starke Wechselwirkung,
die elektromagnetische Wechselwirkung,
die schwache Wechselwirkung,
die Gravitation.


Versuche, das Wirken einer fünften Kraft nachzuweisen, sind bisher misslungen.
Im Rahmen der klassischen Physik wurden die Kraftgesetze für die Gravitation und die elektromagnetische Wechselwirkung als vielfach bestätigte, allgemeine Naturgesetze (Axiome) betrachtet. In der Quantenfeldtheorie dagegen werden alle vier Kräfte auf den Austausch virtueller Bosonen zurückgeführt. Dies gelingt für die starke, schwache und elektromagnetische Wechselwirkung (Standardmodell), eine konsistente Quantenfeldtheorie der Gravitation (Quantengravitation) existiert hingegen noch nicht.

Starke Wechselwirkung

Proton

http://www.youtube.com/watch?v=kxAQUE3guO8

Neutron

http://www.youtube.com/watch?v=_nky2XQGQ3k

bindet die Quarks aneinander, bewirkt damit den Zusammenhalt der Hadronen und indirekt der Atomkerne. (Die „Kernkraft“, d. h. die Anziehungskraft zwischen den Nukleonen im Atomkern, ist eine Restwechselwirkung der eigentlichen Starken Wechselwirkung.
sehr kurze Reichweite von 2,5·10 hoch -15 m, da die zugehörige Farbladung auf größere Distanzen nicht „nackt“ auftritt, stärkste aller bekannten Wechselwirkungen Austauschteilchen sind die Gluonen

Gluonen

http://www.youtube.com/watch?v=Vi91qyjuknM

In der Teilchenphysik sind die Gluonen subatomare Elementarteilchen, die indirekt für die Anziehung von Protonen und Neutronen in einem Atomkern verantwortlich sind.
Damit bilden die Gluonen die Austauschteilchen der starken Wechselwirkung. Es gibt 8 verschiedene Gluonen, die zwischen Quarks, den Bausteinen der Hadronen (Baryonen, z. B. Protonen und Neutronen, und Mesonen), ausgetauscht werden.
Gluonen sind elektrisch neutral und werden innerhalb des Standardmodells als masselos angenommen.

Hadron

Als Hadronen bezeichnet man Teilchen, die der starken Wechselwirkung unterworfen sind, im Gegensatz etwa zu Leptonen. Sie sind aus Quarks und deren Antiteilchen zusammengesetzt und somit im eigentlichen Sinn keine Elementarteilchen. Die bekanntesten Hadronen sind die Nukleonen (Neutronen und Protonen), aus denen die Atomkerne aufgebaut sind. Je nach Spin werden die Hadronen eingeteilt in Mesonen, sie haben ganzzahligen Spin. Sie bestehen aus einem Quark und einem Antiquark, dem Antiteilchen eines Quarks.

Baryonen

Baryonen, sie haben halbzahligen Spin. Sie bestehen aus drei Quarks (Antibaryonen aus drei Antiquarks).
Beispiele für Mesonen sind Pi-Meson und K-Meson, für die Baryonen Neutron und Proton. Neben diesen Hadronen gibt es noch zahlreiche weitere Hadronen.
Da Quarks den Spin 1/2 haben, sind Baryonen ebenfalls Fermionen mit halbzahligem Spin, Mesonen dagegen Bosonen mit ganzzahligem Spin.

Leptonen

Mit Leptonen bezeichnet man eine Klasse von Elementarteilchen, von denen man annimmt, dass sie zusammen mit den Quarks und den Eichbosonen die fundamentalen Bausteine bilden, aus denen sich die Materie zusammensetzt. Dies wird im Standardmodell der Elementarteilchen der Physik beschrieben.

Eichbosonen

http://www.youtube.com/watch?v=JHVC6F8SOFc

Eichbosonen (Synonyme: Austauschteilchen, Trägerteilchen, Kraftteilchen, Botenteilchen) sind Bestandteil von Quantenfeldtheorien, d. h. deren Eichtheorien. Sie vermitteln in der Teilchenphysik die vier Wechselwirkungen (Grundkräfte der Physik) zwischen den Elementarteilchen. In der Quantenelektrodynamik (QED) wirken Bosonen mit geradzahligem Spin zwischen Ladungen gleichen Vorzeichens anziehend, Bosonen mit ungeradem Spin dagegen abstoßend

Durch den Austausch von Eichbosonen verändern sich die Eigenschaften der Teilchen, zwischen denen die Wechselwirkung stattfindet .

Elektromagnetische Wechselwirkung

http://www.youtube.com/watch?v=p5QXZ0__8VU

Verantwortlich für die meisten alltäglichen Phänomene (Licht, Elektrizität und Magnetismus, Chemie, Festkörpereigenschaften, …)
unendliche Reichweite (allerdings kompensieren sich üblicherweise positive und negative Ladungen recht exakt)
Kann anziehend oder abstoßend wirken, je nach Vorzeichen der beteiligten Ladungen
im Vergleich zur starken Wechselwirkung 10 hoch -2m (ein hundertstel) so stark
Austauschteilchen ist das Photon

Photon

http://www.youtube.com/watch?v=TMwrl8Yc3Bw

Das Photon ist die elementare Anregung (Quant) des quantisierten elektromagnetischen Feldes. Anschaulich gesprochen sind Photonen das, woraus elektromagnetische Strahlung besteht, daher wird in der Laiensprache auch der Begriff „Lichtteilchen“ verwendet. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass alle Teilchen einschließlich der Photonen auch Welleneigenschaften besitzen.
Jegliche elektromagnetische Strahlung, von Radiowellen bis zur Gammastrahlung, ist in Photonen quantisiert. Das bedeutet, die kleinste Menge an elektromagnetischer Strahlung beliebiger Frequenz ist ein Photon. Photonen haben eine unendliche natürliche Lebensdauer, können aber bei einer Vielzahl physikalischer Prozesse erzeugt oder vernichtet werden. Ein Photon befindet sich nie in Ruhe, sondern bewegt sich immer mit Lichtgeschwindigkeit c.

Daraus folgt, dass es keine Ruhemasse besitzen kann.

Schwache Wechselwirkung

http://www.youtube.com/watch?v=jk6Hm...eature=related

Verantwortlich für bestimmte radioaktive Zerfallsprozesse (z. B. Betazerfall), aber auch wichtig beim Kernfusionsprozess in der Sonne
sehr kurze Reichweite von 10 hoch -18 m aufgrund massiver Austauschteilchen
im Vergleich zur starken Wechselwirkung 10 hoch -13m (ein zehnbillionstel) so stark
Austauschteilchen sind die Bosonen

Radioaktivität

Radioaktiver Zerfall oder Kernzerfall ist die Eigenschaft instabiler Atomkerne, sich spontan unter Energieabgabe umzuwandeln. Die freiwerdende Energie wird in fast allen Fällen als ionisierende Strahlung, nämlich energiereiche Teilchen und/oder Gammastrahlung, abgegeben

Radioaktiver Zerfall ist kein deterministischer Prozess. Der Zerfallszeitpunkt des einzelnen Atomkerns ist völlig zufällig. Allerdings folgt der Vorgang einem Exponentialgesetz, so dass es für jedes Nuklid einen festen Wert der Zerfallswahrscheinlichkeit pro Zeiteinheit gibt. Die Zerfallswahrscheinlichkeit kann auch durch die Halbwertszeit ausgedrückt werden. Die Halbwertszeit ist der Zeitraum, nach dem durchschnittlich die Hälfte der instabilen Atomkerne einer Anfangsmenge zerfallen sind. Sie kann Sekundenbruchteile, aber auch einige Milliarden Jahre betragen. Langlebige Nuklide sind beispielsweise Uran-238, Uran-235, Thorium-232 und Kalium-40. Je kürzer die Halbwertszeit, desto größer ist die Aktivität einer gegebenen Substanzmenge.

Gravitation

http://www.youtube.com/watch?v=mprHa...67F8D199D4E4D4

Dominiert die großräumigen Strukturen des Universums, da nicht abschirmbar (wirkt immer anziehend)
unendliche Reichweite
schwächste aller Wechselwirkungen, im Vergleich zur starken Wechselwirkung nur 10 hoch -38 mal so stark
postuliertes, bislang nicht nachgewiesenes Austauschteilchen ist das Graviton postulierte Wirkung durch alle 10 in der Stringtheorie postulierten, bislang nicht nachgewiesenen, Raumdimensionen

Die Gravitation ist mit großem Abstand die schwächste der vier bekannten Wechselwirkungen, deshalb sind Experimente auf diesem Gebiet schwierig.

Die Gravitationskonstante G gibt in der klassischen Gravitationstheorie die Stärke der Kraft an und ist diejenige Fundamentalkonstante der Physik, deren Wert bisher am ungenauesten bestimmt ist (nur auf vier Dezimalstellen). Aufgrund der unbegrenzten Reichweite der Gravitation und des Umstandes, dass sie sich mit keinem bekannten Verfahren abschirmen lässt, ist sie dennoch die Kraft, welche die großräumigen Strukturen des Kosmos prägt. Sie spielt daher in der Kosmologie eine entscheidende Rolle.
Masse und Gewicht, Dichte und Wichte ( Verhältnis der Gewichtskraft eines Körpers zu seinem Volumen ).
Während die Masse eine Grundeigenschaft eines Körpers, also unabhängig von irgendwelchen Umgebungsbedingungen, ist, verändert sich dessen Gewicht mit der Schwerkraft. Verlagert man also einen Körper von der Erde auf den Mond, so ändert sich seine Masse nicht, sein lokales Gewicht hingegen sehr wohl. Hierbei können aber auch andere Einflüsse eine Rolle spielen: So ist ein Astronaut in einer Umlaufbahn um die Erde nicht wirklich schwerelos, sondern gewichtslos, weil sich seine Schwere durch die Zentrifugalkraft, die durch seinen Umlauf um die Erde entsteht, aufhebt.

Vereinheitlichende Theorien

Eines der Ziele der Physik ist es, alle Grundkräfte oder Wechselwirkungen in einem vereinheitlichten Gesamtkonzept zu beschreiben. Damit könnte es möglich sein, alle bekannten Kräfte auf eine einzige Grundkraft zurückzuführen. Man spricht hier von vereinheitlichten Theorien. Die Theorie, die alle vier bekannten Grundkräfte berücksichtigt, wird die Weltformel oder Theory of Everything (TOE) genannt.
Als große vereinheitlichte Theorie oder Grand Unification Theory (GUT) bezeichnet man eine Theorie, die drei der vier bekannten physikalischen Grundkräfte vereinigen würde, nämlich die starke Wechselwirkung, die schwache Wechselwirkung und die elektromagnetische Wechselwirkung.
Beispielsweise ist die elektromagnetische Wechselwirkung eine Vereinheitlichung der elektrischen und der magnetischen Wechselwirkung. Ebenso ist es gelungen, die elektromagnetische Wechselwirkung und die schwache Wechselwirkung in der Quantenfeldtheorie der elektroschwachen Wechselwirkung vereinheitlicht zu beschreiben. Es handelt sich daher nach dem gegenwärtigen Stand unseres Wissens streng genommen nur um drei verschiedene und voneinander unabhängige Grundkräfte.

Was die Welt im Innersten zusammenhält

http://www.youtube.com/watch?v=YNHsdrHOGqE

Tja ... bin dann wohl doch nicht zur Quantenmechanik gekommen, aber ich denke ihr habt heute schon genug hiermit zu tun

Ja..... es kommt noch mehr dazu...niemand hat geschrieben das es einfach wird...

Viel Spass damit ......

MFG

Bak
~~ Thelyn Ennor ~~
Multigaming Guild since 2005
It's The Way We Play

StevenLink's Avatar


StevenLink
01.31.2012 , 09:03 AM | #42
Quote: Originally Posted by Nimrodsland View Post
Michio Kaku auf Youtube zuhören ist ein guter Anfang und macht Lust auf mehr - man muss nur aufpassen wie man es aufnimmt - es ist so dargestellt dass es eben Lust auf mehr macht - so einfach und simpel wie er es (in grandioser Weise übrigens) rüberbringt ist es dann bei näherer Betrachtung jedoch noch nicht
Sehe ich ähnlich, aber irgendwie muss man der breiten Masse Elementarphysik usw. zugänglich machen, und wenn man keinen beschränkten Blick hat, dann versteht man irgendwann, was er sagt, und kann auf dem aufbauen. Aus Entertainment wird Edutainment und kann Education werden mit dem Durst nach MEHR!

Frostgrim's Avatar


Frostgrim
01.31.2012 , 09:31 AM | #43
Quote: Originally Posted by StevenLink View Post
Dadurch das unsere Wissenschaftler noch nicht wissen, was es genau ist, dass beide Seiten miteinander verbindet, kann man das Potenzial noch nicht abschätzen.
Hier noch ein interessanter Link zum Thema. Was theoretisch dem ganzen Prozess helfen könnte, wäre auch noch negative Matter/Mass , durch welche man theoretisch Gateways erstellen kann zwischen verschiedenen Punkten im Universum.

Du kannst mit negativer Materie (überlassen wir mal die erzeugung des ganzen (in ausreichenden mengen) jemand anderem) zwar wurmlöcher basteln, aber keine kommunikation betreiben denn die ERB bricht sofort zusammen wenn sich ein photon durch das nadelöhr schlängeln will. Ergo ist eine ERB zwar möglich, die reise durch wurmlöcher aber nicht!
Ich hab immer ein Medichlorianer mehr als du!

Wreezz's Avatar


Wreezz
01.31.2012 , 09:36 AM | #44
Ja aber hallo Baktosh, willkommen zurück. Da freu ich mich aber das Du Deinen Thread wieder neu aufleben lässt!

Es war die bislang grösste Sammlung fundierten Wissens und Meinungen zu dem Thema Universum, Physik und mögliches und unmögliches anhand von Beispielen und Video's.

gruss


der 'grüne' Wreezz


somewhere over the rainbow

Bakhtosh's Avatar


Bakhtosh
02.01.2012 , 02:33 AM | #45
Die Starke Kraft



Die starke Wechselwirkung ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Mit ihr werden die Bindung zwischen Quarks in den Hadronen und auch – historisch zuerst – die Bindung zwischen Nukleonen (Protonen und Neutronen) im Atomkern erklärt.

Als Hadronen bezeichnet man Teilchen, die der starken Wechselwirkung unterworfen sind, im Gegensatz etwa zu Leptonen. Sie sind aus Quarks oder deren Antiteilchen zusammengesetzt und somit im eigentlichen Sinn keine Elementarteilchen. Die bekanntesten Hadronen sind die Nukleonen (Neutronen und Protonen), aus denen die Atomkerne aufgebaut sind.

Je nach Spin werden die Hadronen in 2 Typen eingeteilt:

Mesonen, sie haben ganzzahligen Spin und sind damit Bosonen. Sie bestehen aus einem Quark und einem Antiquark, dem Antiteilchen eines Quarks. Beispiele für Mesonen sind Pi-Meson und K-Meson.

Baryonen, sie haben halbzahligen Spin und sind damit Fermionen. Sie bestehen aus drei Quarks (Antibaryonen aus drei Antiquarks). Beispiele für Baryonen sind Proton und Neutron.


Bindung zwischen Quarks

Die starke Wechselwirkung wird nach der Quantenchromodynamik wie die elektromagnetische und die schwache Wechselwirkung durch den Austausch von Bosonen (genauer Eichbosonen) beschrieben. Die Austauschteilchen der starken Wechselwirkung werden als Gluonen bezeichnet, von denen es acht Sorten (unterschiedliche Farbladungszustände) gibt. Die Gluonen übertragen eine Farbladung zwischen den Quarks. Ein Gluon kann dabei mit anderen Gluonen interagieren und Farbladungen austauschen.

In der Teilchenphysik sind die Gluonen Elementarteilchen, die indirekt für die Anziehung von Protonen und Neutronen in einem Atomkern verantwortlich sind. Das Symbol für das Gluon ist ein g.

Damit bilden die Gluonen die Austauschteilchen der starken Wechselwirkung. Es gibt 8 verschiedene Gluonen, die zwischen Quarks, den Bausteinen der Hadronen (Baryonen, z. B. Protonen und Neutronen, und Mesonen), ausgetauscht werden.

Gluonen sind elektrisch neutral und werden innerhalb des Standardmodells als masselos angenommen, während experimentell eine Masse von einigen MeV nicht ausgeschlossen werden kann. Sie besitzen eine Farbladung, die sich immer aus einer „Farbe“ und einer „Antifarbe“ zusammensetzt. Durch diese können die verschiedenen Gluonen unterschieden werden.


Gluon

http://www.youtube.com/watch?v=ZUHQZgOMw7Y

Die Anziehungskraft zwischen Quarks nimmt mit steigender Entfernung zu, grob vergleichbar mit einem Gummiseil. Bei kleinem Abstand können die Quarks daher wie freie Teilchen betrachtet werden (asymptotische Freiheit), wodurch eine Einschließung (Confinement) der Quarks zustande kommt. Mit größerem Abstand bewirkt die zunehmende Kraft jedoch, dass die Quarks den Charakter selbstständiger Teilchen verlieren; dies erklärt, warum eine Beobachtung von Quarks als freie Teilchen nicht möglich ist.

Bindung zwischen Nukleonen

Potentialverlauf der Kernkraft zwischen NukleonenNukleonen haben immer die Farbladung Null. Trotzdem gibt es zwischen ihnen eine Restwechselwirkung (ganz entfernt vergleichbar den Van-der-Waals-Kräften, die man als elektromagnetische Restwechselwirkungen zwischen elektrisch neutralen Atomen und/oder Molekülen ansehen kann). Diese Restwechselwirkung zwischen Nukleonen wird manchmal als Kernkraft im Unterschied zur eigentlichen starken Wechselwirkung bezeichnet.

Bei einem Abstand r unterhalb etwa 2,5 Femtometer ist die Anziehung durch die starke Restwechselwirkung vergleichbar stark wie die elektrische Abstoßung (Coulombkraft) zwischen Protonen. Jenseits dieses Abstandes nimmt sie dagegen sehr steil ab, während die Coulombkraft nur proportional zu 1/r2 abnimmt. Dieses Zusammenspiel der beiden Grundkräfte erklärt den Zusammenhalt der Atomkerne, aber auch z. B. den Prozess der Spaltung schwerer Kerne.

Coulombsches Gesetz

Das coulombsche Gesetz bildet die Basis der Elektrostatik und beschreibt die Kraft zwischen zwei kugelsymmetrisch verteilten elektrischen Ladungen (Spezialfall: Punktladungen). Es besagt, dass der Betrag dieser Kraft proportional zum Produkt der beiden Ladungsmengen und umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstandes der Kugelmittelpunkte ist. Die Kraft wirkt je nach Vorzeichen der Ladungen anziehend oder abstoßend in Richtung der Verbindungsgeraden der Mittelpunkte. Bei mehr als zwei Ladungen werden die einzelnen Kraftvektoren gemäß dem Superpositionsprinzip addiert.

Coulomb's Law

http://www.youtube.com/watch?v=b49DF-qN4n8&feature=fvsr

Erklärung der Restwechselwirkung

Während zwischen Atomen der abstoßende Teil des Potentials, bei kleinen Abständen, als Folge des Pauli-Prinzips bei den Elektronenzuständen zustande kommt, gilt dies zwischen Nukleonen nicht, denn Quarks haben neben dem Spin eine Farbladung und im Fall der Konstituenten eines Nukleons, u- und d-Quarks, auch einen Isospin. Im Ganzen sind also 2x2x3 = 12 unterschiedliche Konfigurationen pro Zustand (2 Spin-Zustände, 2 Isospin-Zustände, 3 Farb-Zustände) gegeben, in denen sich die Quarks anordnen können. Bei jeweils 3 Quarks pro Nukleon spielt also hier das Pauli-Prinzip keine Rolle.

Grund für die starke Abstoßung bei Abständen r unterhalb von ca. 1,7 Femtometer ist die starke Spin-Spin-Wechselwirkung der Quarks untereinander. Stehen Spins parallel zueinander, nimmt die potentielle Energie des Systems zu. Die damit verbundene Zunahme der potentiellen Energie bei sich überlappenden Nukleonen steigt mit abnehmendem Nukleonenabstand. Dies ergibt die effektive Abstoßung bei kleinen Abständen r, die mit steigendem r abnimmt.

Mit größerem Abstand der Nukleonen zueinander gelangen sie in den anziehenden Teil des Kernpotentials. Dieser kann anhand zweier Mechanismen erklärt werden:

einen Quark-Quark-Austausch, vergleichbar mit dem Austausch zweier Elektronen in einer kovalenten Bindung (zwei Quarks sind gleichzeitig beiden beteiligten Nukleonen zugeordnet);

das Nukleon enthält neben den drei Valenzquarks noch zahlreiche Gluonen, die in Quark-Antiquark-Paare und wieder in Gluonen zerfallen können. Diese Seequarks genannten Quark-Antiquark-Paare sind farbneutral und können so auch über größere Entfernungen ausgetauscht werden, wo das Confinement nur den Austausch farbneutraler Objekte gestattet.

Man kann sich somit die zwischen Nukleonen wirkende Kernkraft als relativistische Verallgemeinerung der kovalenten Kraft für die starke Wechselwirkung und dem Austausch von Quarks vorstellen. Eine vollständige Beschreibung der Kernkraft aus der Quantenchromodynamik ist bisher nicht möglich


Ich weiss es ist schwer und ich habe auch drann zu knacken um es in mein Hirn zu bekommen, aber so ist nun mal die Welt.

Vielen dank an meine alten Leser die sich hier mal wieder sehen lassen und mit mir diesen Thread zu etwas besonderen machen

MFG

Bak
~~ Thelyn Ennor ~~
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ikmam's Avatar


ikmam
02.01.2012 , 03:38 AM | #46
hiho was ich schon lange nicht verstehe es heisst ja

Quote:
Gravitation


Dominiert die großräumigen Strukturen des Universums, da nicht abschirmbar (wirkt immer anziehend)
unendliche Reichweite

Wenn ich mir ueberlege das Universum zu nehmen und auf "pause" drücke, stehen ja die anziehungen wer wohin was wen anzieht (die Sonne wirkt auf die Erde, die Erde auf die Sonne, Die Erde auf den Apfel aber auch der Apfel zieht die Erde an etc .. ) fest.

So jetzt nehm ich als gott die Sonne und schieb die 3 meter nach rechts.
Dann müssten sich die Schwerkraft"linien" ja alle verschieben.

Aber in welcher Geschwindigkeit, sofort ? man sagt ja unendliche reichweite. Aber wie kriegt denn ein Quasar am Ende der Galaxis mit das sich die Sonne sich 3m bewegt hat (oder masse verloren hat).

Wenn der das sofort mitkriegt überleg ich im anderem Moment das der Informationsaustausch doch dann in Ultrahypebatzillion Lichtgeschwindigkeit von Statten geht und fände das wirklich als ehrfurchterweckenste Eigenschaft des Universum ( finde reichweiten nun nicht beeindruckend, wir sind halt nen pfurz in der landschaft).

Hab bestimmt nen Denkfehler und wäre erfreut wenn mich einer erhellen könnte.

Gruß

Ps: Interessant ist auch der Artikel warum man bei der These Urknall nicht herausfinden kann "wo (also Koordinaten) im Universum der Urknall denn war. Bezogen auf den Punkt von wo aus das Universum expandierte, da der Punkte ja irgendwo IN UNSEREM Universum sein muss.

Ich vermute ja Ecke Ameisenweg/Meiselstrasse !

DarthXoen's Avatar


DarthXoen
02.01.2012 , 04:09 AM | #47
Hmmm ...

erstmal finde ich es toll, dass du dir soviel Arbeit machst, ABER ...

In der Physik ist es wie in allen anderen Wissenschaften:

WIR WISSEN NICHTS !!!

Wir vermuten nur und das ist ein Himmelweiter unterschied.

Ein Beispiel:

Wir heben eine Eisenkugel hoch und lassen sie los. Wir beobachten, dass sie herunterfällt. Somit kann man davon ausgehen, dass wenn man was hochhebt und loslässt, dass es dann runterfällt. Wir wiederholen das ganze 5x , 30x , 1000x und kommen immer zur gleichen erkenntnis.

Die erklären warum es aber so ist: " weil wir es eben beobachtet haben"

Gut, bei so banalen dingen ist das naheliegend, und je öfter man etwas beobachtet, desto wahrscheinlicher ist es natürlich. Wir testen und beobachten. Anschließend vermuten wir und testen wieder usw.

Irgendwann ist man sich dann "ziehmlich sicher" dass es so sein muss, weil "ist eben so".

da uns das " ist eben so" natürlich nicht genügt, stellen wir in Folge dessen diverse vermutungen an, warum etwas so sein kann. wir testen es, dann vermuten wir nicht mehr, wir sind uns irgendwann wieder ziehmlich sicher, usw. wirklich 100% WISSEN tun wir es aber nie. Wir sind uns maximal sehr sicher, weil es bei 99,9999999999999999% aller versuche so war, also wird es halt so sein.

um auf das beispiel mit der eisenkugel zurück zu kommen: soetwas kann man testen und beobachten. Alles, was auserhalb unserer direkten reichweite liegt, können wir NUR vermuten.

Ein weiteres Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich damit meine:

Welche Farbe ist das ? -> TEST

Ganz klar ... das ist Gelb.

Aber warum ist das Gelb ?

Weil unser gehirn die Lichtwellen die unser Auge Wahrnimmt als Gelb interpretiert, aber im Grunde ist alles Farblos, erst unser Gehirn macht aus den unterschiedlichen wellen eben Farbe. Aber auch diese erklärung ist wieder eine Vermutung, weil wir es uns nicht anders erklären können. Diese Antwort ist sehr wahrscheinlich, 100% wissen tut es keiner

Um jetzt zum Thema Weltraum, universum und co zu kommen, habe ich ein paar fragen, die eben genau diesem Gedankengang zugrunde liegen:

Was ist zwischen den Planten? Nichts, dunkle Materie, Strahlung ... ?
Was war vor dem Urknall? ein anderes Universum, Nichts, Gott ..??
Was kommt hinter unserem Universum? ein 2., 3. 4. ... Universum, leere, ein rießiges Schwarzes Loch ?

Eine der besten Fragen zu, beispiel:

Gibt es Leben außerhalb der Erde?? Klare Antwort: Sehr wahrscheinlich, wissen tun wir es nicht. Warum wahrscheinlich? Es gibt Leben, nähmlich uns Lebewesen der Erde. somit gibt es in unserer Galaxie mit einer wahrscheinlichkeit von 1000000000000 : 1 Leben (das eine sind wir, das andere alle anderen planeten der Galaxie *grob geschätzt * ). Das heist aber, in unsererer Galaxie ist Leben möglich, wir sind der Beweis. Jetzt gibt es aber zig Billiarden Galaxien, jede mit vermuteten der wahrscheinlichkeit von 1000000000000 : 1 hat leben, also gibt es höchstwahrscheilich anderes leben.


Ich hab vorhin mal in deinen Beiträgen gelesen, dass es bereits alle denkbarenelemente bei uns schon gibt und alles andere künstlich hergestellt werden "muss" ... das ist schlichtweg ... naja ... falsch ^^ wieder ... es ist wahrscheinlich, aber wissen tun wir es NICHT!!

Nimm die relativitätstheorie, dass sich keien matherie schneller als das licht bewegen kann, weil sich seine masse sonst ins unendliche steigern würde. naja, diese theorie wurde vor kurzem mehr oder weniger wiederlegt.

Was ist sagen will:

alles, was du hier schreibst sind reine vermutungen und viele davon sind "sehr wahrscheilich". 100% bewiesen ist gar nichts, weil wir es schlichtweg nicht beweisen können ...

gruß

Ach ja, ich hab das hier schnell runtergetippt, soltet ihr also Rechtschreib- und Tippfehler finden, die sind absichtlich eingebaut und sollen eure Konzentration steigern !!
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Bakhtosh's Avatar


Bakhtosh
02.01.2012 , 04:58 AM | #48
Hi Ikmam

Quote:
Wenn ich mir ueberlege das Universum zu nehmen und auf "pause" drücke, stehen ja die anziehungen wer wohin was wen anzieht (die Sonne wirkt auf die Erde, die Erde auf die Sonne, Die Erde auf den Apfel aber auch der Apfel zieht die Erde an etc .. ) fest.

So jetzt nehm ich als gott die Sonne und schieb die 3 meter nach rechts.
Dann müssten sich die Schwerkraft"linien" ja alle verschieben.

Aber in welcher Geschwindigkeit, sofort ? man sagt ja unendliche reichweite. Aber wie kriegt denn ein Quasar am Ende der Galaxis mit das sich die Sonne sich 3m bewegt hat (oder masse verloren hat).

Wenn der das sofort mitkriegt überleg ich im anderem Moment das der Informationsaustausch doch dann in Ultrahypebatzillion Lichtgeschwindigkeit von Statten geht und fände das wirklich als ehrfurchterweckenste Eigenschaft des Universum ( finde reichweiten nun nicht beeindruckend, wir sind halt nen pfurz in der landschaft).
Du musst wissen das die Gravitation mit der Entfernung zum Quadrat abnimmt und das Gravitationswellen sich nicht schneller als Lichtgeschwindigkeit bewegen. Das wird aber alles noch ausführlich dranngenommen

MFG

Bak


Hi DarthXoen

Danke für deinen Beitrag, aber wie du schon gesehen hast

Physik und die Wahrheit

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanal...d-die-Wahrheit

Kann man nicht oder sehr schwer eine 100% Aussage geben.

Quote:
Nimm die relativitätstheorie, dass sich keien matherie schneller als das licht bewegen kann, weil sich seine masse sonst ins unendliche steigern würde. naja, diese theorie wurde vor kurzem mehr oder weniger wiederlegt.
Wann ist das denn passiert ? Was dieses Thema angeht, kommen wir natürlich noch drauf. Dann wird das auch noch mit der " Ruhemasse " genau erklärt.

MFG

Bak
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werjo's Avatar


werjo
02.01.2012 , 05:32 AM | #49
Quote: Originally Posted by ikmam View Post
hiho was ich schon lange nicht verstehe es heisst ja




Wenn ich mir ueberlege das Universum zu nehmen und auf "pause" drücke, stehen ja die anziehungen wer wohin was wen anzieht (die Sonne wirkt auf die Erde, die Erde auf die Sonne, Die Erde auf den Apfel aber auch der Apfel zieht die Erde an etc .. ) fest.

So jetzt nehm ich als gott die Sonne und schieb die 3 meter nach rechts.
Dann müssten sich die Schwerkraft"linien" ja alle verschieben.

Aber in welcher Geschwindigkeit, sofort ? man sagt ja unendliche reichweite. Aber wie kriegt denn ein Quasar am Ende der Galaxis mit das sich die Sonne sich 3m bewegt hat (oder masse verloren hat).

Wenn der das sofort mitkriegt überleg ich im anderem Moment das der Informationsaustausch doch dann in Ultrahypebatzillion Lichtgeschwindigkeit von Statten geht und fände das wirklich als ehrfurchterweckenste Eigenschaft des Universum ( finde reichweiten nun nicht beeindruckend, wir sind halt nen pfurz in der landschaft).

Hab bestimmt nen Denkfehler und wäre erfreut wenn mich einer erhellen könnte.

Gruß

Ps: Interessant ist auch der Artikel warum man bei der These Urknall nicht herausfinden kann "wo (also Koordinaten) im Universum der Urknall denn war. Bezogen auf den Punkt von wo aus das Universum expandierte, da der Punkte ja irgendwo IN UNSEREM Universum sein muss.

Ich vermute ja Ecke Ameisenweg/Meiselstrasse !
Die Gravitation dehnt sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Und das passiert in sogenannten Gravitationswellen. Das hat man auch schon indirekt nachgewiesen zum Beispiel bei binären Pulsaren oder bei binären schwarzen Löschern. Diese bremsen sich nämlich durch Gravitationswelllen gegenseitig aus und dadurch nimmt ihre Rotationsgeschwindigkeit zu.

Nimmt man mal angenommen die Sonne einfach weg, dann würde die Erde erst nach ca 8min aus der Bahn geworfen und nicht wie bei Newton sofort.

DarthXoen's Avatar


DarthXoen
02.01.2012 , 05:36 AM | #50
hmm, muss gestehen, dass ich nicht alle deine posts gelesen habe, weil ich

A: das meiste kenne
B: es mir schlichtweg zu viel war


mir ist aber halt der eine Post ins auge gefallen, in dem du meintest

"aber ... kein aber " usw und ich das gefühl hatte, dass du diese Theorien zwar gut erklärt hast, aber auch als das einzig wahre machmal dargestellt hast, darum eben mein post.

kann sein, dass ich eben nur den Eindruck hatte oder es eben nur so rüber kam, aber darauf solltest du evtl mehr acht geben, dass eben alles, acuh wenn mittels test und beobachtung bewiesen alles nach wie vor Theorien sind.

Quote: Originally Posted by Bakhtosh View Post


Wann ist das denn passiert ? Was dieses Thema angeht, kommen wir natürlich noch drauf. Dann wird das auch noch mit der " Ruhemasse " genau erklärt.
Ist schon ein paar wochen her aber:

Bericht von n24 zum Thema Lichtgeschwindigkeit hab ich auf die schnelle gegoogelt, aber gibt noch mehr.

dennoch, sehr sehr schöne beiträge =)
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