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[Charaktergeschichte] Norru Balnam

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[Charaktergeschichte] Norru Balnam

Norru's Avatar


Norru
12.15.2011 , 05:54 AM | #1
Liebe Community

Um der Linie aus dem prä-wipe Forum treu zu bleiben, stelle ich die Hintergrundgeschichte von meinem Charakter Norru hier hinein. Die komplette Geschichte könnt ihr euch als PDF-Datei herunterladen. Klickt dazu auf den folgenden Link.

Charaktergeschichte Norru Balnam

Für die älteren Hasen, stelle ich den jeweils aktuellsten Teil in Textform zur Verfügung. Diesen findet ihr im Anschluss und ist in orange gehalten. Wie immer freue ich mich natürlich über jegliche Form konstruktiver Kritik und Meinungen. Ich hoffe es macht euch genauso viel Spass sie zu lesen, wie mir sie zu schreiben.

Wieder kümmere ich mich auch gerne um Wünsche. Wenn ihr die Geschichte also lest und irgendwann denkt: "Ja, aber Moment. Was ist denn eigentlich mit dem Hausmeister passiert?" Dann könnt ihr mir das gerne sagen und ich werde versuchen die Beantwortung solcher Fragen im Text zu berücksichtigen.

Liebe Grüsse

Euer Onkel Norru
Praxeum Chandrila
Norru Balnam - Ritter des Ordens und Verwalter
Die Rollenspiel-Gilde für plausibles Ordensrollenspiel, uns sind alle Klassen willkommen
http://www.praxeum-chandrila.de.vu

Norru's Avatar


Norru
12.15.2011 , 05:56 AM | #2
Kapitel 9:

Alter Norru: 20 Jahre

Katastrophenhilfe, oder:

"Schaffe, schaffe, Häusle baue."

Norru war im Cockpit einer Defender im Tempel der Jedi auf Coruscant. Gelangweilt sass er auf einem der
Stühle und stützte sein Kinn in eine Hand, den Ellbogen auf den Armaturen. Er sah nach draussen in den
Hangar und beobachtete die Leute wie sie ihrem Tagwerk nachgingen. Da wurden Schiffe repariert,
Aufgeräumt, Werkzeug geputzt, die Infrastruktur wieder zusammengebaut, und sogar zwei
Schulungsgruppen wurden durch den Hangar in die Materie eingeführt. Er hätte lieber da draussen
gestanden und mit einer Zahnbürste den Boden gewienert, als alleine hier drinn zu sitzen. Er musste warten,
hatte die Anweisung bekommen hier zu bleiben, da er das letzte mal viel zu spät gekommen war. Seine
Meisterin hatte wohl die Nase voll davon gehabt, dass er immer mal weider unpünktlich war. Er seufzte und
aktivierte zum gefühlten dreissigsten Mal das Briefing. Womrik war Opfer eines Angriffs der Sith geworden.
Ganze Landstriche waren verwüstet worden und als die Sith abzogen, gab eine Naturkatastrophe der
Bevölkerung den Rest. Die Republik war um Hilfe bei den Wiederaufbauarbeiten und beim
Katastrophenschutz gebeten worden. Die Jedi wollten sich beteiligen, für den Fall dass sich noch Feinde auf
dem Planeten befanden, was aber unwahrscheinlich war. Darum wurden Padawane entsandt. Meisterin Nalek
würde aber ebenfalls mitkommen um die Arbeiten zu überwachen.
Die Wange war von Norrus Hand schon so weit nach oben gedrückt worden, dass er sich selber ein Auge
zudrückte. Norru kämpfte gegen die Müdigkeit an und gähnte herzhaft. Als ihm die Augen ein weiteres Mal
zufielen und seine Wange von der Hand abrutschte, wurde er wachgerüttelt. Er stand auf und ging herum.
Irgendwie musste er sich beschäftigen. Gerade wollte er etwas durchs Schiff spazieren, als er einige Jedi und
einen Haufen Soldaten vom Notfall- und Katastrophenschutz näher kommen sah. Die Soldaten verteilten sich
auf drei Defender, die Jedi kamen alle zu ihm ins Schiff. Am Gang erkannte er seine Meisterin. Wer die
anderen beiden waren, konnte er nicht sagen. Die Zugangsrampe wurde ausgefahren, das konnte er hören,
und die Mannschaft betrat das Schiff. Norru beschloss im Cockpit zu warten und schon die Maschinen
anzuwerfen, damit es so bald wie möglich losgehen konnte. Als die Jedi das Cockpit betraten, wandte er sich
um. „Meisterin“, verneigte er sich vor Melha Nalek. Da begann einer der Jedi zu lachen und die Kapuze
zurückzuschlagen: „Das darf ja wohl nicht wahr sein. Norru!“ Es war ein Gran. Aber es war nicht irgendein
Gran, es war Raas und neben ihm, das konnte er nun feststellen, war Arii. Sofort fielen sich die drei Schüler
und ehemaligen Klassenkameraden in die Arme. Die Wiedersehensfreude war gross. Meisterin Nalek
schmunzelte nur in sich hinein und sorgte dafür, dass sie sich in Bewegung setzten, während die Padawane
ihr Wiedersehen feierten.
Auf der langen Reise bis zum Planeten Womrik unterhielten sie sich darüber was ihnen passiert war. Die
beiden Gran wurden von einem Rodianer als Schüler genommen, der sich um sie kümmerte und ihnen die
Wege der Macht näher brachte. Beide hatten sich prächtig entwickelt. Raas hatte massiv abgenommen und
war ein begabter Machtkünstler geworden, der mit ihrer Hilfe fulminante Dinge vollbringen konnte. Seine
Schwester war in dieser Disziplin ebenfalls nicht unbegabt. Und mit der Hilfe der Macht hatte sie sich im
Umgang mit einem Doppelklingenschwert geübt. Sie waren bereits des Öfteren auf humanitären Einsätzen


gewesen, hatten aber auch schon Truppen im Kampf unterstützt. Einem Sith waren sie bisher nie begegnet.
Umso interessanter war es für sie gewesen, zu hören, wie Norru seinen Bericht über seine Begegnungen
abgab. Während der gesamten Unterhaltung vermied er es über Kashyyyk zu sprechen. Seine Meisterin
hatte ihm eingebläut, dass er das für sich behalten sollte. Raas erzählte weiter: „Meister Glopa ist streng und
legt sehr viel Wert darauf, dass wir selbstständig lernen. Er findet immer wieder irgendeinen Punkt mit dem
er uns testen kann. Und das tut er auch noch sehr gerne. Er macht sich einen richtigen Spass draus. Du
glaubst gar nicht wie anstrengend so etwas sein kann.“ Norru nickte nur bestätigend. Er wusste es sehr
wohl. „Er nahm uns mit auf eine diplomatische Mission nach Khomm. Ich sage dir, das ist ein merkwürdiger
Planet. Sämtliche Bewohner sind geklont. Alles ist reglementiert, alles genau strukturiert. Die Städte sind
nach einem Raster gebaut. Alles entspricht genausten, geometrischen Mustern. Es war wirklich schwierig mit
derartigen Wesen zu arbeiten.“ „Klingt wirklich merkwürdig.“ „Ja, und die hatten alle Namen mit
irgendwelchen Nummern dahinter. Die sagten aus, der wievielte Klon sie waren. Sogar die Tiere da sind
genetisch verändert, damit sie ins Muster passen.“ „Oh Junge, na, mit sowas hatte ich nicht zu tun.“ „Dafür
mit genügend anderem“, beendete Arii den Satz.
Als sie damit fertig waren ihre Erlebnisse nach ihrer Trennung einander zu erzählen, gingen sie dazu über in
Erinnerungen zu schwelgen. So verging die Zeit wie im Flug und sie waren noch lang nicht fertig, als die drei
Kriegsschiffe aus dem Hyperraum fielen und den Sinkflug auf den Planeten begannen.
Es war ein wahres Trümmerfeld. Überall lag alles in Schutt und Asche. Häuser waren eingestürzt und deren
Trümmer überflutet. Was brennbar war, war verbrannt worden. Hier gab es nicht als Ruinen, Zerstörung und
Leid. Die hier vorwiegend lebenden Menschen hatten sich notdürftige Unterkünfte aus den Trümmern
gebaut, behelfsmässig ihre Toten bestattet und versucht zu retten was zu retten war.
Einige Mitglieder des Katastrophenschutzes wurden via Seil aus den Schiffen gelassen. Ihre Aufgabe war es,
geeignete Flächen für Notunterkünfte zu finden. Sie markierten die Plätze und aus den Defendern wurden
Notbauten abgeworfen, die in relativ kurzer Zeit errichtet werden konnten und vielen Leuten Schutz boten.
Danach wurden die restlichen Passagiere abgesetzt. Ein Sammelpunkt und ein Kommandopunkt wurden
eingerichtet. Nach einer Einsatzbesprechung unter der Leitung von Meisterin Nalek wurden die Aufträge
verteilt, wobei ein Gruppenführer zum Sammelplatz ging und sich eine Hand voll Soldaten nahm. Arii wurde
dazu eingeteilt, die Obdachlosen und Verletzten zu betreuen. Norru und Raas sollten bei der Suche nach
Überlebenden unter den Trümmern helfen. Die Katastrophenhelfer waren bereits dabei.
Norru und Raas stellten sich in Rufweite auseinander und gingen übers Trümmerfeld. Ihr Plan war es, mit
Hilfe der Macht verschüttete Personen ausfindig zu machen. Für Raas war das ein Leichtes. Aber Norru
musste sich dazu ordentlich konzentrieren, was sich für ihn als schwierig gestaltete, da er die Augen nicht
schliessen konnte, wenn er sich über das Trümmerfeld bewegte. Sie gingen eine Weile über den Schutt und
spürten lange nichts. Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis Norru innehalten musste. Er blieb stehen,
schloss die Augen und konzentrierte sich auf das wage Gefühl einer Präsenz. Nach und nach suchte er die
einzelnen Ritzen und Spalte ab. Doch da war nichts. Nichts worüber es sich weiter Gedanken zu machen
lohnte. Oder doch? Da war wieder etwas. „Raas!“, benachrichtigte Norru seinen Freund. Dieser kam über die
Felsen zu ihm. „Hast du was gefunden?“ „Ich bin mir nicht sicher. Ich glaube da ist etwas unter diesem
Trümmer da“, erklärte Norru mit einem Fingerzeig auf ein riesiges Stück einer abgebrochenen Dachecke.
Auch Raas schloss die Augen. Nach kurzer Zeit bestätigte er Norrus Vermutung. Sofort begannen sie die
Trümmer aus dem Weg zu räumen, bis sie sicher sein konnten, dass sich die Person wirklich unter diesem
gewaltigen Stück befand.
Norru glaubte etwas zu hören, doch er war sich nicht sicher. Er sprang in die drei Meter tiefe Grube und
lauschte weiter. Da war wieder etwas. Es klang wie das Weinen eines Kindes. Aber auch ein Schluchzen war
zu hören. „Können Sie mich hören?“, rief er auf gut Glück ins Innere der Felsen. Sofort kam die Antwort,
wenn auch sehr leise und gedämpft: „Ja, wir sind hier unten.“ „Wir holen Sie da gleich raus. Sind Sie
verletzt? Wie viele sind bei Ihnen?“ „Nur ich und mein Sohn. Wir haben nur ein paar Schürfungen, und ich
habe etwas geblutet.“ „Gut, halten Sie durch, guter Mann. Wir kriegen das hin. Machen Sie sich so klein wie
möglich.“ Norru sprang wieder aus der Grube heraus. „Da unten ist ein Mann mit seinem Sohn
eingeschlossen. Es geht ihnen soweit gut, aber sie haben eine elende Angst.“ Der Gran kratzte sich am Hals:
„Kann ich mir denken.“ Zwischenzeitlich war eine der Räumungstruppen zu Raas gestossen. „Sir, um ein
Trümmer dieser Grösse zu bergen, brauchen wir spezielles Material. Wir können das Ding nicht einfach mit
einer Defender heben. Es wird etwas dauern, bis wir das Material da haben.“ Norru sah zu Raas: „Wir
können sie aber nicht da unten lassen.“ „Naja“, begann Raas, „wir könnten den Fels mit der Macht heben.“
„Bist du völlig irre? Hast du gesehen, wie gross das Ding ist?“ „Zusammen könnten wirs schaffen, Norru.
Ausserdem sind wir Jedi. Und da kommt es nicht auf die Grösse an.“ Norru stutzte. „Verkneifs dir, Norru.“


Gerade wollte dieser dazu ansetzen etwas zu sagen, schwenkte dann aber um. „Na gut. Wir können es
probieren. Aber ich denke es wird eher schwierig werden.“ Raas wandte sich an den Räumungssoldaten:
„Sie müssen da runter gehen und den Verschütteten helfen sich zu befreien, wenn wir den Klotz gehoben
haben. Ich weiss nicht, wie lange wir den Schutt halten können.“ „Ja, Sir.“ Raas schnappte prompt mit der
Macht nach dem Soldaten, der einen erschrockenen Laut von sich gab und zappelte, bis er merkte, dass es
der Jedi war, der ihn gerade in das Loch hinab liess. „Norru, geh auf die andere Seite.“ Der Twi’lek nickte
und eilte hin. „Schliess deine Augen und konzentriere dich auf mich und auf den Felsen.“ „Gut.“ Der Mann in
der Grube linste um den Trümmer zu den Jedi, um herauszufinden, was die da machen.
Die beiden Jedi stellten sich breitbeinig hin und hoben die Hände mit der Fläche nach oben auf Hüfthöhe.
Norru fokussierte sich so gut wie möglich, runzelte sogar die Stirn dabei. Zugleich hoben sie leicht ihre
Hände. Beiden war die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Norru hatte schwer zu kämpfen, während es
Raas etwas leichter fiel. Dennoch begannen beide schwer an zu schnaufen. Der Trümmer begann sich zu
bewegen. Erst vibrierte er nur leicht, wobei sich Staub und kleinere Steine davon lösten. Dann begann sich
der grosse Brocken zu heben. Ungläubig starrte der Räumungssoldat Raas an. Es dauerte eine Weile bis er
sich daran erinnerte, was er eigentlich zu tun hatte. Daran erinnert wurde er durch einen überraschten
Ausruf des Mannes der mit seinem Sohn unter den Trümmern verschüttet war. Der Soldat ging um den
Trümmer herum und versuchte herauszufinden wo der beste Zugang beziehungsweise Ausgang war.
Während er suchte, stellten sich die beiden Padawane noch etwas breiter hin, als hätten sie Angst
weggedrückt zu werden. „Können Sie mich sehen?“, rief der Soldat unter den Trümmer. Er linste darunter
hindurch, wagte aber nicht hineinzugehen. Wenn das Gebäudestück fiel, würde er zerquetscht. Der
Verschüttete beugte sich vor und antwortete: „Ja, ich kann Sie sehen.“ „Können Sie sich bewegen?“ „Ja, das
geht.“ „Gut, dann nehmen Sie bitte Ihren Sohn und kommen sie da raus.“ Die beiden Menschen krabbelten
und krauchten unter den Trümmern hervor. Sie waren vorsichtig, da sie nicht wussten, was gerade passierte.
Raas und Norru waren dem Ende ihrer Kräfte nahe. Es war ungewiss, wie lange sie noch durchhalten
würden. Der Trümmerbrocken begann zu eiern. Der Vater war gerettet. Als der Soldat sah, dass der Jungen
nicht zurecht kam, griff er beherzt unter den Brocken und zog ihn an den Armen heraus. Das war zwar
etwas unsanft, es kam aber nicht zu früh. Kaum hatte der Junge seinen Fuss unter den Steinen
weggezogen, senkte sich der Brocken wieder ab und fiel die letzen Millimeter mit viel Lärm zu Boden.
Raas und Norru schnauften und stützten sich auf den Knien ab. Die beiden Menschen waren gerettet und
alles war gut. Jetzt mussten sie sie nur noch aus der Grube holen. Raas erledigte das auf die gleiche Weise,
wie er den Soldaten hinab gelassen hatte. „Bringen Sie sie zum Sanitätszelt. Da werden sie versorgt“, erfolgt
der Befehl an den Soldaten und die Erklärung an die beiden Befreiten, als Norru wieder etwas zu Atem
gekommen war. „Folgen Sie mir bitte, Sir. Wir werden uns um Sie und ihren Sohn kümmern.“ Der Soldat
ging mit dem Mann fort, der seinen Sohn auf den Armen trug. Der kleine Junge war stärker mitgenommen,
als es anfangs den Anschein gemacht hatte. Norru wurde von seiner Meisterin gerufen: „Norru, komm her,
ich brauche dich hier am Kommandoposten.“ „Ja, Meisterin.“
Als Norru dort ankam, stand Arii bei seiner Meisterin und beide machten ein besorgtes Gesicht. „Meisterin?
Was ist los?“ Melha sah zu Arii und bedeutete ihr, zu sprechen. Die Gran sah Norru an. „Einige der Bewohner
glauben in den besser erhaltenen Teilen der Stadt in der Nähe etwas gesehen zu haben. Sie glauben dass
sich wilde Tiere dort herumtreiben.“ Norru sah seine Meisterin fragend an. „Geht mit Arii da hin. Seht euch
das an. Sollten diese Tiere gefährlich sein, werdet ihr zwei die Tiere fangen und wegbringen, damit die
Aufräumarbeiten weitergehen können.“ „Gut, Meisterin. Komm Arii, wir gehen.“ Melha Nalek nickte und
wandte sich wieder ihrer Aufgabenwand zu, wo stand was noch gemacht werden musste. Die Liste war lang.
Norru und Arii verliessen den Kommandostand. Die beiden gingen nebeneinander her. Arii zeigte ihm den
Weg.
Sie kamen bald an der Stelle an, wo die Leute diese Tiere gesehen haben wollen. Erstaunlicherweise war
diese Region tatsächlich reichlich unversehrt. Es war zwar überschwemmt worden, aber bis auf einige
Scheiben und Türen war das meiste noch intakt. Sie stapften durch das knöcheltiefe Wasser. Es platschte bei
jedem Schritt. „Merkwürdiges Gefühl hier durchzugehen. Ist ja wie in einer Geisterstadt. Direkt unheimlich.
Alles ist nass, überall tropft es von den Wänden, es rostet und ich hoffe wir begegnen keiner Stromleitung.“
Arii nickte und fuhr, genauso wie Norru, plötzlich zusammen. Ein Jaulen durchschnitt die lediglich vom
Tropfen gestörte Stille. Es blieb nicht bei dem einen Jaulen. Es wurde von allen Seiten mehrfach
beantwortet. „Da hast du die Tiere“, Arii sah etwas nervös zu Norru. „Ja, und die klingen nicht gerade so, als
würden sie sich einfach vertreiben lassen.“ Aus den verlassenen Gebäuden in ihrer Umgebung kamen die
Tiere hervor und begannen um die beiden Schüler herumzugehen. Es waren grosse, aber gedrungene
Bestien mit Hauern und klauenartigen Füssen. „Was sind das für Viecher?“, fragte Norru seine Begleiterin.


„Ich glaube“, begann die Gran, „das sind Salky-Hunde.“ „Bitte was?“ Norru hatte die Augen aufgerissen. „Ich
dachte die sind verboten!“ „Scheint das Imperium ja nicht zu interessieren. Die haben die bestimmt
absichtlich hier gelassen.“
Acht der Tiere waren bereits in ihrer direkten Umgebung. Und irgendwie hatten die Jedi das Gefühl, da
würde gleich noch mehr kommen. Natürlich wurde diese Befürchtung sofort von weiterem Geheul bestätigt.
Die ersten Tiere begannen ihren Angriff und stürzten auf Arii los. Sie sprang zur Seite und es wurde von
Norrus blauer Klinge niedergestreckt. Arii zückte ihres ebenfalls und aktivierte die beiden Klingen. Die Tiere
wichen zurück als sie ihren toten Artgenossen sahen. Es dauerte jedoch nicht lange bis die letzten Salky-
Hunde hinzugestossen waren und sie wieder Mut fassten. Sie griffen nun wieder an, sprangen auf die Jedi zu
und versuchten sich festzubeissen. Arii und Norru nutzen die Macht um die Tiere auf Abstand zu halten und
streckten jene, die sich nicht vertreiben liessen, nieder. Allerdings liess sich keiner der Hunde vertreiben,
weswegen sie bald in einem Kreis um die Jedi auf dem Boden lagen. Norru dachte sich, dass es wohl auch
besser war, die Tiere zu töten. Würden sie sich irgendwann wieder in die Stadt wagen. Und dann wären die
Bürger wieder in Gefahr gewesen. Er deaktivierte sein Schwert und hängte es wieder am Gurt ein. Als die
beiden durchgeatmet hatten, gingen sie zurück zu Meisterin Nalek.
„Das sind beunruhigende Tatsachen, die ihr zwei mir da Schildert. Diese Hunde sind eigentlich verboten.
Zumindest soweit das die Republik betrifft. Wir werden ein paar Truppenverbände bewaffnet ausschicken,
damit sie die Gegend nach weiteren Tieren absuchen können. Vielleicht haben die sich hier ja versteckt.
Nicht dass sie sich noch vermehren.“ Meisterin Nalek wirkte sehr besorgt. „Da kann man mal sehen wo diese
genetische Veränderung hinführen kann.“ Sie schüttelte den Kopf. „Die Soldaten sollten dann die Kadaver
ebenfalls beseitigen. Sonst brechen Krankheiten aus.“ „Du hast recht, mein Junge. Ich werde die Aufträge
entsprechend verteilen. Gute Arbeit.“
Die Aufräumarbeiten in der Region gingen noch einige Wochen weiter. Da jedoch bald weit mehr
Unterstützung seitens Republik eingetroffen war, ging es wesentlich schneller voran, als es bis anhin der Fall
gewesen war. Mehr Truppen, Hilfsgüter, Maschinen und Schiffe sorgten für einen reibungslosen Ablauf der
Hilfsarbeiten. Nach einer Woche wurden Norru, Arii, Raas und Meisterin Nalek jedoch abgezogen um sich
anderen Aufgaben zu widmen. Für Norru war es eine faszinierende Erfahrung gewesen, denn es war das
erste mal, dass er bei soetwas dabei sein durfte. Zurück im Tempel stellten die drei Padawane leider fest,
dass es im Rahmen der Umstände wohl eine lange Zeit dauern wird, bis sie sich das nächste mal sehen
würden. Meisterin Nalek gestattete es Norru daher, noch etwas Zeit mit ihnen zu verbringen, bevor die
beiden Gran mit ihrem Meister wieder fort mussten.
Praxeum Chandrila
Norru Balnam - Ritter des Ordens und Verwalter
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