Thread: jedi vs sith
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Isnogut
02.28.2013 , 01:15 PM | #46
Lange nicht mehr da gewesen. Mir ist mein Blick wieder auf diese Diskussion gefallen und muss erkennen, dass meine Aussage ziemlich missverstanden wurde.

Anakin war in der Tat nie ein grauer Jedi. Er wollte aber damit flunkern. Nach dem Motto, Rache ausüben, aber weiterhin ein strahlender Held bleiben. Er war arrogant und labil. Der Fall war bereits von Beginn an vorgesehen.

Die Jedi der letzteren generationen der alten Republik waren weltfremd arrogant und selbstgefällig geworden. Sie waren nicht die erleuchteten Wesen für die sie sich hielten und schon lange verfolgten sie nicht mehr die ursprünglichen Dogmen der Jedi. Diese wären Aufopferung, Selbstlosigkeit, Zuneigung, Empathie, Mitgefühl, etc.

IMHO sind einige der gennanten Grauen Jedi, die einzigen, die noch nach den alten Prinzipien lebten. Gerade DER graue jedi, Qui Gon Jin ist in meinen Augen ein klassischer, waschechter Jedi. Warum? Weil er alles daran tut um die Schwächeren zu beschützen. Es kümmert ihn. Er ist nicht weltfremd und auch nicht überheblich. Und das wichtigste Merkmal war, er hinterfragte alles. (Somit glich er alles ab und war somit höchst ethisch in seiner Handlung) Schlicht und ergreifend, handelt er, wie ein Jedi handeln müsste.

Luke hat durch seinen Werdegang und seiner stabilen Gefühlswelt ähnliche Ansichten, die er dann später in das neue Jedi Orden einfließen lässt. Somit sind ab da die Jedi wieder das, was sie sein sollen.

Anakin und die Prophezeihung. GL selber hat diese einige Male kommentiert. Es geht hierbei nicht um "Der Auserwählte zerstört die Sith und somit die Dunkle Seite" sondern, er erwirkt eine Revolution die Umwälzung) für beide Seiten. Er ist Jedi und Sith, er kippt das falsche Gefüge. Danach erholt sich das Gleichgewicht in der Macht. Jedi und Sith erholen sich gleichwertig.

Die Macht ist ein Ganzes, ja, aber sie funktioniert nur als Entweder Oder, nie als Ganzes. Die Macht ist verführerisch und sehr mannigfaltig. Dies haben die Sith richtig erkannt. Das Problem dahinter haben die Jedi erkannt. Dies alles zu nutzen ist unethisch und sehr schädlich für Nutzer und Umwelt. Der Machtanweder unabhängig seiner Ideologie könnte mit der nötigen Übung und dem Wissen also alles nutzen, was die Macht erlaubt. Hier ist allein die Ideologie und die Ethik/Unethik die Grenze. Überschreitet man die Grenze der Ethik, so befindet man sich auf der Dunklen Seite. Es gibt kein Dazwischen. So zu sagen, geht es nicht, dass man marodierend durch die Galaxis streift und zugleich ein Samariter in seiner Gemeinde ist, sodass es wieder ausgleichen würde. Laut den Jedidogmen heiligen die Ziele niemals die Mittel! Sobald man also die grenze überschreitet, ist man Dunkel. Deshalb auch meine Aussage, Die Hexen von Dathomyr sind eindeutig Dunkel. Sie nutzen dunkelste Machtbeschwörungen.
Man kann jedoch der Dunklen Seite abschwören, indem man sich quält und enthisch wird. Das funktrioniert aber genauso gut, wie bei einem Drogensüchtigen, der täglich auf Methadon ist. Es ist möglich, aber die Gier ist sehr stark.

Und nun alles in Kurz und übersichtlich:
  • Eure Beispiele der Grauen Jedi sind nichts weiter als klassische Jedi, bei genauer Betrachtung.
  • Die Jedi, die wir aus der neuen Trilogie und den Clone Wars Reihen kennen, sind von eigentlichen Weg abgekommen.
  • Sith sind nicht mächtiger als Jedi, sie nutzen nur die gesamte Palette an Machtfähigkeiten ohne Skrupel.
  • Jedi können mehr als genug Machtfähigkeiten anwenden, um mächtig genug zu sein, diese sind aber meistens passiv oder reaktiv. (siehe Yoda)
  • Jedi benötigen Übung um ihre Machtfähigkeiten zu verbessern und zu verstärken. Sith können dieses Potential abkürzen indem sie mit der Machtrage ihr volles Potential freigeben. Bedauerlicherweise wird ihr Körper dadurch massiv korrumpiert und es kürz ihre Lebensspanne. Je älter und weiser der Sith umso weniger muss er die Machtrage nutzen, denn umso mehr Übung in der Macht hat er. Im Endeffekt ist die Jedi-Lösung an die Macht ungeschadet zu kommen und zu nutzen, die richtige.
  • Es ist schlichtweg nicht möglich auf der Klinge zu laufen, denn es gibt kein Dazwischen zwischen Hell und Dunkel. Entweder man handelt rezessiv und ethisch und ist auf der Hellen Seite, oder man beachtet das nicht und ist auf der Dunklen Seite. Das Spiel mit der Macht funktioniert wie das D20 oder D6 P&P System. Man wird nicht DUnkel nach eine bestimmte Anzahl an Dunklen Taten. Jede unethische Tat verführt einen Machtnutzer die Nächste noch unethsicher zu erfüllen. Man sieht es bei Anakin. Zuerst böse Sandleute, dann sein Schlächter (Tyrannus), dann ist er soweit um seine Brüder und Schwester zu töten und den Jeditempel zu vernichten, dann macht er Tabula Rasa mit den Separatisten und dann ist er weit genug, damit ihn nichtmal seine große Liebe und sein Bruder/Vater/Mentor/bester Freund mehr erreichen können. Jede Tat schwächte seine Ethik.
  • Alles was alle anderen Orden, Glaubensrichtungen, etc. der Macht über den grauen Weg vorgaukeln ist nur "Wasser predigen und Wein trinken".
  • Der graue Weg, den die Jedi der letzen Genrationen der alten Republik, bezeichnen, soll angeben, dass ein Jedi mit der Dunklen Seite flunkert. Erneut mein Hinweis: Qui Gon hat durch seine Taten und durch seine Gefühle niemals mit der Dunklen Seite geflunkert. Diese Aussagen stammen von fehlgeleiteten Jedi, die die eigentlichen Dogmen des Jediordens missinterpretiert haben. Er war in ihren Augen fragwürdig, weil er ständig alles anzweifelte und nicht wie sie alles als absolut ansah. ...Eigenartig, dass die Aussage von ObiWan zu Anakin war, "Nur Sith denken in Extremen!" Jedi seiner Generation taten genau das Gleiche, nun eben auf der anderen Seite.

So gesehen war Revan nach seinem ersten Fall ein Sith. Als er lobotomisiert wurde, war er wieder ein Jedi. Nachdem er Stück für Stück seine Erinnerung wiedererlangte, wanderte er erneut auf die Dukle Seite, doch wurde er nicht wieder zum Sith. Er entwickelte diese falsche Ideologie, man könne beides sein, jedoch war er eindeutig auf der Dunklen Seite. Dazu muss man ja nicht zwingend ein Sith sein. Von meinem Verständnis hat er eine ähnliche Idologie wie die Hexen von Dathomyr. Lediglich im Vorgehen unterscheiden sie sich. Revan war nie ein Bewörer.