Thread: jedi vs sith
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MichaHage
01.31.2013 , 06:34 AM | #43
Quote: Originally Posted by Isnogut View Post
Führt aber zu der zutiefst falschen Theorie zur Macht, die uns Revan vermittelte. Sogar die Hexen von Dathomir können den Einklang der Macht nicht halten, auch wenn sie das behaupten. Sie sind der Hellen Seite nicht verschlossen, aber durch ihre Handlungen und Eigennutz sind sie ganz fest auf der Dunklen Seite vertreten.

Es ist eine Sache die Dunkle Seite und ihre manigfaltigen Möglichkeiten zu kennen, eine ganz andere sie anzuwenden. Wer das Buch der Sith liest, kann auch niedergeschriebene Gedanken von Darth Sidous und Luke Skywalker zu den Texten lesen. Beide treffen den Nagel genau auf den Kopf, nur eben aus der Sicht des Dunklen oder Hellen Machtadepts und seinem Verständnis zur Macht. Wenn einer ganz falsch liegt, dann ist es unweigerlich Revan mit dem "grauen" Weg. In den Fall sind sich beide absolut einig, es gibt keinen grauen Weg, weil man die Seite nicht halten kann order schlicht will. Wenn man sich der Hellen Seite bedient, muss man sich vielen Machtfähigkeiten verschließen, da sie dem gemeinwohl schaden oder korrumpieren. Auf der Dunklen Seite gibt es keinen Helle Machtfähigkeiten zu wirken, zudem führen zu viele davon gegen jegliche Einstellung eines Sith. (Beispiel Bane, als er auf den Wunderheiler trifft, bzw. sein Weg dahin. Hätte Bane die Hilfe der Siedler angenommen, hätte er es vielleicht noch so geschafft, aber dadurch, dass er sie tötete bekam er die Macht sich selber zum Unterschlupf des Einsiedler zu schleppen. Das war eine typisch sithmotivierte Aktion.) Wäre Revan an seiner Stelle gewesen und ebenfalls auf der Dunklen Seite gefallen, hätte er ähnlich gehandelt und nicht um ihre Hilfe gebeten, wie er es von den Jedi gekannt hätte. Revans Werdegang kann eben nicht so passieren wie dargestellt, nicht in dem Universum das die Wurzeln bei GL's Definition der Macht hat.
Diese Uneinigkeit und die 2 Extremen die sich nicht in der Waage halten lassen, haben Anakin zu Darth Vader gemacht. Er dachte er kann den Einklang halten, er fiel. Genau diese Geschichte, also DIE Geschichte von Star Wars zeigt an wie die Macht funktioniert.

Muss da widersprechen. Anakin wollte nie den grauen Weg gehen, er war immer auf der hellen Seite, bis er sich der dunklen Seite geöffnet hatte, um Padme zu retten. Seine "Ausraster" bei den Sandleuten oder bei Dooku sind eher Anzeichen für seinen inneren Hass, nicht dafür, dass er den grauen Weg geht.
Generell ist der Weg des grauen Jedi sehr schwer zu definieren, denn ich denke nicht, dass es dem Weg gerecht wird, wenn man sagt, manchmal bedient man sich der hellen Seite der Macht und mal der dunklen.
Generell würde ich den grauen Weg noch mehr abspalten von der klassischen Vorstellung von Jedi vs. Sith bzw. helle gegen dunkle Seite. Qui Gon Jinn ist ein solides Beispiel mit seinem liberalen Denken, mein Favorit für den grauen Jedi ist aber immer noch Jolee Bindo. Er hat sich vom Orden abgewendet, weil er seiner Meinung nach genau so blind ist wie der der Sith. Trotzdem kann man Jolee als "guten" Menschen ansehen, da er niemandem willentlich einfach Schaden zufügen würde. Jedoch verschließt er sich nicht künstlich gewissen Emotionen oder Mächten, sondern weiß, dass sie eher bereichernd sind (Liebe als bestes Beispiel).
Deine Metapher mit der Klinge mag wohl zutreffen, doch ist es meiner Meinung nach wohl möglich, den Grad zu halten. Anakin als Referenz lasse ich auch nicht gelten, da er
a) gar nicht den grauen Weg einschlagen wollte und
b) emotional generell etwas labil war.

Allerdings schneidet sich das Ganze mit dem berüchtigten Gleichgewicht der Macht. Anakin als Auserwählter hat die Macht ja bekanntlich wieder ins Gleichgewicht gebracht. Das heißt, er hat die Sith vernichtet - erstmal.
Damals im Forum von Star Wars Union (falls es noch einer kennt ) wurde viel darüber diskutiert - und ich vertrete auch die Meinung, dass beide Seiten wieder ins Gleichgewicht gerückt werden mussten, also dass die helle Seite, der klassische Jedi Orden also die falsche Sicht vertreten hat. Hier schließt sich der Kreis zu Jolee Bindo, der die Blindheit des Ordens schon damals kritisierte. Luke reformierte den Orden und erlaubte auch Liebe und Emotionen bei den Jedi (wobei ich mich auch nicht so genau auskenne mit der New Jedi Era).

Somit könnte man sagen, dass alle Jedi nach den Filmen eher den grauen Weg gehen bzw. den richtigen hellen. Wie gesagt, etwas schwer, das genau zu definieren.
Und btw, ich will Jolee Bindo nicht als mächtigen Jedi darstellen, aber ich finde, er hat einfach ein gutes Verständnis von der Macht und vor allem viel praktische Lebensweisheit, was manchen Jedi einfach fehlt, aber unbedingt nötig ist, auch als Machtnutzer.

just my 2 cents^^