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Trayon
01.12.2013 , 11:33 AM | #13
abwarten und tee trinken
mir persönlich ist eine massenschlacht, so wie sie noch zu hauptzeiten da waren (zumindest auf tjt: ein zerg rollt über den anderen drüber...), überhaupt nicht wichtig. die performance war unter aller sau und bisher hab ich auch noch nicht erlebt das so viele spieler unter einen hut gebracht werden können (selbst wow hat seine openpvpgebiete auf eine max. anzahl an spielern beschränkt, weil es die server nicht mehr gepackt haben).
da ich leider kein daoc gespielt habe, es hier aber ständig als der heilige pvp-graal angesehen wird, weiß ich leider nicht wie es dort war. da ich allerdings davon ausgehe das dort ebenfalls nicht die allergrößte community vorherrschte, würde ich spontan ebenfalls nicht von gigantischen massenschlachten ausgehen. allerdings soll es dort einen genügend großen anreiz gegeben haben, das sich dort regelmässig die köpfe eingeschlagen wurden? welche waren dies denn? gelesen habe ich bisher auch nur von eroberungschlachten, zu denen ich später komme.

so tatooine wurde meines wissens nach schon vor release als eine pvp-zone angekündigt, die sich selbst etablieren sollte, der einzige anreiz sollten die dortigen händler sein. bis auf ein paar vereinzelte spieler trifft man hier allerdings selten jemanden. das dieser planet ein low-levelplanet ist und mit seiner größe eine relativ hohe ladezeit hat, tragen sicherlich zu der menschenleeren ödnis bei. hinzu kommen die fehlenden anreize für opvp.

das bringt uns doch zur großen preisfrage: was wären denn anreize für opvp?
einfache killquest funktionieren nicht, deswegen wurden doch nachträglich noch die kisten eingebaut, da man die killquest meistens nur zu den hauptzeiten durchführen konnte. mögliche lösung wäre natürlich, die benötigte anzahl gering zu halten, diese würde dann allerdings zu den hauptzeiten zu schnell beendet sein, das sich erst gar keine zergs bilden.

skalierende quests, die je nach anzahl der zur zeit vorhandenen gegneranzahl im questgebiet skalieren, wären sicherlich eine toll sache, allerdings stell ich mir dies relativ komplex vor und würde auch die leute nicht berücksichten, die sich in die eigene base verkrochen haben, wo sie unantastbar sind und dort evt. sogar afk rumstehen. also wieder ein grund zu meckern, falls es so kommen würde...

kriegsbietauszeichnungen für kills vergeben? klingt erstmal sinnvoll, ist allerdings mit vorsicht zu genießen, wer sich noch an ilum erinnert, wird wissen wie exponentiell die pvp-ränge damals gestiegen sind (damals hat man auch noch ne halbe ewigkeit für r60 gefarmt!). es könnte also sein, das die bgs hier total entwertet werden, da man einfach in einem massenzerg die 10-fache menge an marken farmen kann in nur der hälfte der zeit.

weiter im text: da ich leider nur noch erfahrung in wow hab, kann ich dies leider nur damit vergleichen, allerdings gabs auch dort in all den jahren mehrere konzepte des opvp und wurde nach 8 jahren scheinbar eingestampft, denn mit mop kam kein neues gebiet (tausendwinter war zu catazeiten wie ausgestorben, auch während des events!)

  • - nagrand: ähnlich wie hier tatooine. lvlgebiet und als einziger anreiz einzigartige händler, für welche man auch noch spezielle marken farmen musste => absolut tote hose

  • - tausend winter: wohl das erfolgreichste konzept: es gab eine burg die angegriffen wurde. eine seite verteidigt, die andere greift (mit fahrzeugen) an. die zahlenmässig unterlegene seite wurde hochskaliert, damit diese eine "chance" gegen die überlegenere seite hatte. die folge daraus waren spieler so stark wie raidbosse, die andere spieler onehitten konnten. ich muss wohl nicht erwähnen, das dies für beide seiten nicht befriedigend war. die unterlegene seite war durch die geringere anzahl an spielern - taktisch gesehen - massiv beeinträchtigt. die spieler auf der überlegenen seite, waren auch nicht begeistert weil sie ständig geonehittet wurden. das balancing des gesamten events war blizzardtypisch eh eine katastrophe. kurz vor ende haben sie das einzig sinnvolle getan und einfach nur noch auf beiden seiten gleichviel leute zugelassen (eine obergrenze wurde vorher schon eingeführt, weils die server nicht gepackt haben). klingt erstmal ganz nett? ja! allerdings war dies ein event, das sich alle 2,5 std. (?) wiederholte und man brauchte glück um überhaupt zugelassen zu werden. (belohnung war übrigends für die zeit der zutritt zu einer raidini, in der man sich die aktuellen t-teile von sehr einfachen bossen holen konnte [die komplette eigene fraktion hatte zutritt, auch wenn man nicht am event beteiligt war])

  • - buradinfestung: im prinzip novare küste, nur in groß. zum tabben reichte die blosse anwesenheit, sodass dort immer etwas mehr rotation drin war (die zergs sind ständig zum nächsten punkt weitergewandert). balancing war übrigends auch hier anfangs nicht vorhanden, denn deffen war einfacher, als angreifen. ebenfalls ein event, welches alle 2,5 std. aufs neue los ging und belohnung war auch hier eine raidini wie bei tausendwinter.

warum schreib ich jetzt diese wall of text? nunja zum einen um aufzuzeigen, dass das graß auf der anderen seite nicht immer grüner ist. andere spiele haben oftmals mit den gleichen problemen, wie swtor zu kämpfen und machen auch vieles (mMn) gravierend schlechter.
aber um aufs eigentliche thema zurück zu kommen:
ich denke viele machen sich das thema zu einfach. wie ich hoffentlich etwas verdeutlichen konnte, gibt es viele konzepte, aber alle haben sie nachteile. ein eroberungskonzept ohne zeitlich begrenztes event (es kann zu jeder zeit ein angriff gestartet werden und dies auch von einer einzigen person!) würde mir wohl am besten gefallen. allerdings wäre da noch die fraktionsbalance (vor allem die der pvp-begeisterten spieler [wenn man sich die rbg-teams auf t3-m4 anschaut ist dies nichtmal ansatzweise gegeben]) und ein genügend großer anreiz, das man die base verteidigen will, der aber der anderen fraktion nicht zu große einschnitte verpasst, da sonst diese seite wieder sauer ist.
aber grad das problem mit der fraktionsbalance ist meiner meinung nach nicht in den griff zu bekommen, da die spieler einfach zu unterschiedlich sind. auch, wenn man es zu einem gildeneventsgebiet umbauen würde, wäre dies nicht DIE lösung, sondern dort würde wohl auch nur die aktuell stärkste rbg-gruppe dominieren...
also meckern ist immer einfach, aber eine gute lösung finden, mit der auch alle zu frieden sind, ist wohl schlicht unmöglich.
und btw. opvp wurde nicht abgeschrieben, dort steht nur, das es keine gigantischen änderungen geben wird (ein eroberungskonzept ist für mich keine gigantische änderung, denn das hatten sie mit ilum ja schon drin).