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Kinraven
11.27.2012 , 06:07 AM | #4
Mh, bei den Jedi ist die "Mächtigkeit" meiner Meinung nach nicht so einfach zu erkennen. Wenn du dir die Filme anschaust, wer ist da der mächtigste Jedi? Richtig, Yoda. Aber der lässt es halt nicht raushängen, es gibt auch in den 3 Filmen kaum Situationen, wo ein Jedi wirklich Gelegenheit hat, seine volle Macht zu entfesseln. Sicher gab es in den Klonkriegen Gefechte, wo ein einzelner Jedi (oder eine kleine Gruppe) gewaltige Schlachten gewendet hat (siehe Geonosis), aber in den Prequel- Filmen kommt kaum was davon rüber. Vieles ist halt auch der geforderten Action geschuldet, die komplexe Machtrituale etc. nicht wirklich vertragen würde
Dazu: Es gab in den Filmen halt nicht die Sith, wie sie im Spiel vorkommen, sondern den Orden nach der Regel der Zwei (Darth Bane). Und Palpatine hatte ebenfalls kaum Gelegenheit, seine Macht in vollem Umfang einzusetzen, er musste seine Tarnung aufrecht erhalten. Selbst als Imperator nannte er sich ja nicht Darth Palpatine, zumindest nicht gegenüber der "breiten Masse"- er war halt der Imperator (obwohl der Titel Darth sicherlich nicht bekannt war, immerhin war der alte Sithorden schon seit ewigen Zeiten nicht mehr existent. Siehe hierzu das Verhältnis Tarkin-Vader. Tarkin findet dieses ganze Machtzeug ja ziemlich unsinnig und hält Vader für den Anhänger einer obskuren Religion [ist ja auch irgendwie so], und Tarkin dürfte relativ gelehrt sein im Vergleich zu einem Bewohner irgendeines x-beliebigen Planeten).

Zurück zu den Yoda: Der musste sich ja ebenfalls verstecken, denn der geballten Macht des Imperiums hatte auch er nichts entegegenzusetzen, immerhin war er in den Filmen schon steinalt ( und verbittert!) und musste überleben, um die Lehren der Jedi weiterzugeben. Der massive Einsatz der Macht könnte dem Ziel unentdeckt zu bleiben, etwas entgegenwirken... Für Ben Kenobi gilt dasselbe. Wenn aus Dagobah oder Tatooine plötzlich blühende Wüsten werden, könnte das Imperium doch stutzig werden (überspitzt). ben Kenobi war ja auch grade erst 10-15 Jahre ein vollwertiger Jedi, bevor der Orden zerbrach.

Der dritte Jedi ist dann Luke Skywalker, der zum Zeitpunkt der Filme seine Ausbildung jedoch abbricht- de facto ist er niemals ein vollwertiger Jedi, wie es die Ritter des alten Ordens waren, die ja meist von Kindesbeinen an in der Macht unterrichtet wurden. Auch wenn seine Begabung extrem ist, siehe das Beispiel seines Vaters, der vom Orden abgelehnt wurde, weil er "zu alt" war, als man ihn entdeckte (und da war er 8! Luke war schon wie alt?! 16?18?). Seine wirklichen Machtfülle erreichte Luke erst Jahre nach der Explosion des 2ten Todessterns und nicht im Zeitraum der Filme.

Ächz... Langer Text, aber es geht noch weiter:

Zur Szene, wo Palpatine aufgeflogen ist, und die Jedi ihn stellen wollen: Die Jedi, die ihn umbringen wollen, sind allesamt eher "Ritter" als "Botschafter" (um einen Vergleich mit SWTOR anzustellen): Mace Windu, Kit Fisto, Agen Kolar und Saesee Tiin, waren alle als hervorragende Schwertkämpfer bekannt (siehe Jedipedia, wobei letzterer eher die Meisterschaft in seinen Pilotenfähigkeiten erreicht und nicht zwangsläufig im Schwertkampf). Daher verließen sie sich im Kampf auch primär auf diese Fähigkeiten. Palpatine dagegen war sowohl in der Macht als auch im Lichtschwertkampf äußerst bewandert, wie man in seinem Kampf gegen Yoda in der Senatsrotunde sieht ( eine der wenigen Szenen in den Filmen, wo wirklich gezeigt wird, wozu zwei der größten Machtnutzer fähig sind), und er setzte ja auch alles gegen die Jedi ein, und vernichtete sie gradezu beiläufig (auch wenn Windu, der vllt. zweitstärkste Jedi nach Yoda, ihn dann überwinden konnte)!

Soooo, es ist beinahe überstanden, das Fazit folgt:
1. Die Jedi in Episode 1-3 haben wenig Gelegenheit ihre Fähigkeiten in vollem Umfang zu zeigen, Machtrituale scheiden aus oben dargelegten Gründen aus, sowas zieht keinen Zuschauer vor den TV. Kämpfe entstanden in beiden Filmen meist zwischen Meistern des Lichtschwertkampfes (klar, der filmischen Dramatik geschuldet)-> Count Dooku, Darth Maul (der ja das Vorbild für den Sith-Attentäter war), Darth Vader/Anakin Skywalker (als Prototyp des Juggernauts) vs. Windu, Anakin Skywalker, Ben Kenobi, Qui Gonn . Dazu halt die geringen technischen Möglichkeiten
2.Die Jedi in den "alten" Filmen (also Episode 4-6) sind unorganisiert, teilweise unausgebildet und verfügten in keiner Weise über die Infrastruktur wie in SWTOR oder zur Zeit der Republik. Alleine die verlorenen Infos aus den Archiven machen es unmöglich, komplexe Rituale "mal eben" anzuwenden. Selbst Yoda kann sich nicht alles merken und schon gar nicht weitervererben. Außerdem müssen sie sich vor dem Imperium verstecken.
3. Für die Sith gilt dasslebe: Die Regel der Zwei schreibt vor, im Verborgenen zu agieren, bis zur Machtergreifung Palpatines ist dies überlebenswichtig, damit die Jedi so ahnungslos bleiben, wie es dann der Fall war. Im Galaktischen Imperium Palpatines waren Jedi und Sith schon wenig mehr als Mythen (sicherlich gefördert durch die imerpiale Propaganda; vllt eine Art damnatio memoriae (http://de.wikipedia.org/wiki/Damnatio_memoriae) in Folge des "Putschversuches" der Jedi (so ja die offizielle Version)?! Es gab nur noch wenige Machtanwender in der Galaxis: Eine Handvoll überlebende Jedi (darunter Yoda und Kenobi), die sich verstecken mussten, den einen oder anderen Dunklen Jedi, der zum Imperium überlief (oder auch nicht), sowie Vader und Palpatine. Es bestand keine Notwendigkeit für Demonstationen der Macht (das Imperium verließ sich auf das starke Militär)!

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