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Shadowflyer's Avatar


Shadowflyer
06.30.2012 , 10:06 AM | #2
Irgendwo in der Galaxis, auf dem Weg zur Imperialen Flotte, an Bord der >>Fatalis Fortuna<< - einem D5-Mantis Patrouillenschiff.

Die Holomails waren gut. Kurz und prägnant. Chrondor hatte Sicaria erreicht und die Holomails erreichten tatsächlich ihren Empfänger. Das war soweit gut. So konnte er der kleinen Chiss Agentin zumindest dahingehend trauen, dass sie ihn nicht gleich beim zweiten Gespräch verraten würde. Dennoch würde er vorsichtig sein müssen, heut zu Tage verrieten Kinder ihre Mütter für viel weniger Credits und Chrondor machte sich nichts vor. Auf der großen Jagt, würden seine Gegenspieler ALLES daran setzen, ihn vom Weg abzubringen. Er würde Mako anweisen, sich abseits vom Schiff zu positionieren um das Schiff im Auge zu behalten und den störrischen Droiden darauf programmieren, dass er die Systeme des Schiffs vom inneren her überwachen würde. Vielleicht hätte er dem Hutten auf Hutta nicht ganz so arg in den Arsch treten sollen. Während er seinen Gedanken nachhing, meldete sich sein ComSystem:


An alle Imperialen Schiffe in der Nähe von Hutta, hier spricht die Imperiale Raumfähre Ja*knack*rausch* Wir benötigen sofort Unterstützu*knack*rausch* ....werden von Republikanischen Kräften angegriffen *rauschen* ....

Ach verdammt...es hätte so ein ruhiger Flug werden können! Sprach Chrondor mehr zu sich selbst. MAAAKOO, mach die Geschütze bereit, es gibt Credits zu verdienen.... rief er durch das Schott hinter sich. Die Imperialen würden sich für die Rettung sicher erkenntlich zeigen und wenn nicht, na dann würde er zumindest rausfinden, was sich an Bord der Fähre befinden würde und wer dafür das höchste Gebot haben würde.
Er programmierte den Hyperraumkurs ein wenig um und machte sich bereit, die Deflektorschilde auf Maximum zu bringen. Der blaue Chiss war froh, vor ein paar Tagen erst sein Schiff mit ein paar grundlegenden Verbesserungen ausgerüstet zu haben. Jetzt würde sich ja zeigen, ob ihn der Schiffshändler auf der Imperialen Station über den Tisch gezogen hatte. Sollte das so sein, würde dieser Händler bluten oder sich den Rest seines Lebens auf der Station vor ihm verstecken müssen. Im Kopf zählte er rückwärts 3....2....1... und dann sah er auch schon, wie das Schiff in den Normalraum zurückfiel und in welchen Banthahaufen er da gegriffen hatte.
Die Zeit reichte gerade noch um die Energie auf die Deflektoren zu schieben, als sich das Bild vor ihm in ein Inferno verwandelte. Ein republikanischer Zerstörer eröffnete gerade das Feuer auf eine kleine Fähre und verwandelte den Raum vor der Fähre in flüssiges Feuer. Einen Augenblick verlor Chrondor sich in dem wunderschönen Anblick der Flammen und wie sie
nach und nach wieder zerfaserten, doch dann besann er sich auf seine Mission. Er verbesserte nicht umsonst seine pyromatischen Fähigkeiten, aber das hier war wichtiger, als sich im Lebenszyklus einer Flamme zu verlieren.


Imperiale Fähre, hier spricht der Raumjäger Fatalis Fortuna. Schwingen Sie Ihren Arsch auf 1 Punkt 375 zu 36 Punkt 227 und geben sie 70 zu 30 auf die Heckdeflektoren. Ich bin hinter Ihnen und hol Sie hier raus. Zur Bestätigung drehen Sie nach Steuerbord ab und nehmen Kurs auf die von mir genannten Koordinaten. Over.

Er achtete nur halb darauf, dass die Fähre tatsächlich ihren Kurs änderte, denn er war schon damit beschäftigt, die ersten Geschütze des Zerstörers aufs Korn zu nehmen. Ein paar Salven dürften reichen, um den feindlichen Kanonieren klar zu machen, dass sie nicht mehr nur auf eine wehrlose Fähre schossen. Außerdem war jedes zerstörte Geschütz, ein Geschütz weniger, welches auf die Fähre schießen konnte.
Die Antwort kam sofort.
Während die Fähre auf den Kurs unterhalb der Geschütze des Zerstörers ging, kam Chrondor zu hoch rein und musste direkt
durch den Schusskorridor der oberen Geschütze fliegen... es war aber nichts, was die Deflektorschilde nicht abhalten konnten. Als die beiden Schiffe aus dem ersten Feuerhagel des Zerstörers raus waren, konnte er sich ein Lagebild verschaffen.

Vor ihm lag Hutta, die Fähre war ein paar Klicks entfernt -was genau richtig für ihn als Begleitjäger war- und sie steuerten durch ein Trümmerfeld. Er hasste diesen Planeten. Nicht nur, dass die Hutten den Planeten zu einer Chemischen Deponie verwandelt hatten, nein sie hatten auch den umgebenden Raum mit Trümmerfeldern übersäht. Das würde einen Sprung in den Hyperraum zur Lotterie machen.
Hinter ihm war ein republikanischer Zerstörer .... und oh... in einiger Entfernung waren auch ein paar Imperiale Kreuzer.
Das würde wohl das Ziel ihres kleinen Ausfluges sein. Er verstand nur nicht, warum diese keine Jäger entsanden....es sei denn... er grübelte... der Vertrag! Fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Sie konnten keine Jäger entsenden, weil sie sich nicht an den Kampfhandlungen aktiv beteiligen wollten bzw. durften. Es überraschte ihn, dass es Imperiale gab, die sich an dieses Drecksstück von Papier hielten. Aber gut, dann war es so... das war auch das letzte worüber er sich gerade noch wundern konnte, bevor die ersten Abfangjäger vom Typ Talon das Feuer eröffneten.
Fragg Fluchte er und hätte es sich denken können. Das Republikanische Pack wollte diese Fähre nicht einfach aufbringen, sie wollten sie zerstören und mit dem Großkampfschiff, konnten sie nicht schnell genug manövrieren. Die ersten Einschläge in seinen Schilden machten ihm klar, dass er sich gerade beim Zerstörer keine Freunde gemacht hatte. Dennoch schien die Fähre ihr Primärziel zu sein. Sie überholten ihn und konzentrierten sich auf die Fähre. Das war im Raumkampf ihr Todesurteil. Ein paar gut gezielte Energieladungen und die Jäger verwandelten sich in kleine Feuerblumen. Er achtete nicht weiter auf die Explosionen. Drei bis vier gut gezielte Treffer und die kleinen Schiffe waren Geschichte.
Anstrengender waren die Jäger, die ihn und die Fähre umrundet hatten und ihnen nun entgegen kamen. Sie waren erst an der Fähre, bevor sie ihn erreichten. Das hatte zwei entscheidende Nachteile:
1. Er konnte ihr Geschützfeuer nicht auf sich lenken und damit die Schilde der Fähre schützen und
2. Selbst mit Maximalenergie auf den Antrieb, konnte er die Fähre nicht überholen um die feindlichen Jäger abzufangen, ohne das Heck der Fähre ungeschützt zu lassen.
Egal, sollte das Cockpit der Fähre beschädigt sein, würde der Astromechdroide genau wissen, wohin er fliegen müsste. Piloten waren Ersetzbar, der Antrieb nicht. Wieder verwandelte er ein paar feindliche Jäger in glühende Sternschnuppen, die sich über den Himmel zogen. Der von ihm berechnete Kurs würde dieses Scharmützeln in wenigen Minuten beenden und wenn diese Amateure weiterhin so mies flogen, würde er sich vor den Abfangjägern nicht weiter fürchten. Als wenn die Republikaner ein Pilotenproblem hätten und frische Kadetten von der Flugschule in die Jäger gezwungen hätten.
Gerade als er lächelnd noch ein paar Jäger in Staub und Asche verwandelte und schon seine Credits in Gedanken zählte, schlug das Schicksal erneut zu und ein Republikanischer Zerstörer sprang knapp unterhalb ihrer Flugbahn in das System...
Ach Freunde, das ist nicht fair.... Auch Mako tat ihr Entsetzen von Achtern her kund. Sie war zwar eine kleine Süße, aber das gekreische ging ihm auf den Sack. Dennoch hatte sich seine dunkelblaue Hautfarbe um ein paar nuancen aufgehellt, als ihm beim Anblick des Zerstörers klar wurde, dass der Feind seine komplette Feuerkraft auf die Fähre richten konnte und trotzdem noch nebenbei sein Schiff pulverisierte.
Er sah schon die ersten orangenen Finger nach der Fähre greifen, als seine Schilde aufheulten und rapide reduziert wurden. Diese würden das nicht lange durchhalten und so entschied er sich für einen waghalsigen Anflug. Wenn das Republikanerpack so spielen würde, würde auch er etwas Hilfe einholen. Bei der Feuerkraft war es eine einfache Milchmädchenrechnung. Bei soviel Geschützfeuer, war es nur eine Frage der Zeit, bis irgendein verirrter Feuerstrahlt einen der Imperialen Kreuzer erreichen würde.... und zur Not half man halt nach.


Imperiale Fähre, nehmen Sie Kurs auf 1 Punkt 270 zu 33 Punkt 227.

Das würde sie zwar kurzfristig durch den Feuersturm des Zerstörers schicken, aber dafür wäre die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Imperialen Kreuzer Feuer kassierte durchaus höher. Er lächelte grimmig und schickte eine komplette Ladung Raketen auf die oberen Geschütze des Republikanischen Dickschiffes. Wenn alles nach Plan laufen würde, würde der Zerstörer das Feuer auf die Fähre aufrecht erhalten und den in den Trümmerteilen fast nicht zu entdeckenden Imperialen Kreuzer treffen. Damit hätte das Impierum formal die Möglichkeit sich zu verteidigen und würde ihm und der Fähre die notwendige Zeit zum Ausweichen geben. Als seine roten Augen sahen, wie der Plan aufzugehen schien, lachte er bösartig. Diese Narren.
Bedauerlicherweise meinte das Schicksal es wohl nicht gut mit ihm, denn kaum waren die beiden Shiffe aus dem direkten Feuerwinkel des Schlachtschiffes herraus, wurden ihm die achteren Schilde zerlegt. Erschrocken schaute auf die Anzeigen und hörte schon im selben Moment das markante Geräusch von Laserblitzen, die auf die nackte Hülle trafen. Die Elektronik schrie förmlich verschiedene Alarmsignale herraus und erfüllten das Cockpit mit den unterschiedlichsten Tönen. Er zog am Steuer, machte eine Rolle nach rechts und hämmerte auf den Stummschalter für die akkustische Warnanlage. Funken sprühten hinter ihm aus den Computerpulten und ätzender Qualm durchzog sein Sichtfeld. Ein Kurzschluss zu seiner Linken musste ihn den Kopf zur Seite reißen lassen, um keine Splitter ins Gesicht zu bekommen und zu allem nervenden Überfluss, kreischte Mako erneut durchs Comlink.
Als der Funkenflug vorbei war und er seinen Blick wieder auf die Anzeige richten konnte, sah er den Ursprung für das schwere Feuer. Republikanische Sturmfregatten.....
Was zum Henker war an Bord dieser elenden Fähre....?

Er reduzierte den Schub auf ein Drittel, machte erneut eine Rollbewegung nach rechts und begann mit dem Beschuss der Fregattengeschütze. Die Schiffe waren schneller und wendiger wie die Zerstörer, hatten aber weniger Schildenergie und waren so ein gutes Ziel. Er konzentrierte sich darauf, die sichtbaren Geschütze zu zerlegen und jagte eine Raketensalve nach der anderen auf die Fregatten. Er zählte die Schiffe ...eins...zwei....drei... und frontal kam die vierte.
Er verstand das Universum nicht mehr. Wenn der Inhalt der Fähre so wichtig für die Republik war... warum hat das Imperium dann gerade mal zwei lausige Kreuzer hier? Egal, während er weitere Geschütze der Fregatte pulverisierte, ging
sein Plan auf. Chrondor sah, wie einer der Laser dem Imperialen Kreuzer nah kam, ihn aber noch nicht traf.
Eigentlich wollte er den Imperialen Captain schon lynchen, wenn er selbst dieses Gefecht überleben sollte, da sich der Kreuzer nicht zuckte, aber der Captain hatte wohl seine Befehle und die Geschosse trafen das Schiff einfach nicht. Die Lasersalven gingen alle ein paar Klicks am Bug vorbei....doch gerade als Chrondor sich ausmalte, einen Imperialen Captain zu verprügeln, macht der Kreuzer fast einen Satz und ehe er noch einmal blinzeln konnte, lag der Bug des Schiffes im Feuer der Republikaner. Das Lächeln kam auf das blaue Gesicht des Chiss zurück, denn wie eine überreife Trandorianische Frucht, platzte die aufgestaute, tödliche Energie aus dem Kreuzer herraus und tauchte die feindlichen Sturmkorvetten in grünes Laserfeuer.

YEAH entkam ihn ein Freudenruf! Endlich machten diese Uniformträger mal was richtig.
Er prüfte die Schildwerte seines D5-Mantis und die Werte der Fähre. Beide Schildsysteme erholten sich langsam aber stetig. Denoch war zum Andocken an den Kreuzer das Feuergefecht zu schwer.
Weder Kreuzer noch die Fähre bekamen die 20 Sekunden Ruhe, die sie für das Andockmanöver brauchen würden. Also hieß es: weiter fliegen. Das zweite Imperiale Schiff war noch gute 2 Minuten entfernt, allerdings mochten 2 Minuten in dieser Hölle fast zu lang sein. Er verteilte noch einmal ein wenig Energie auf die Deflektoren und erhöhte den Schub wieder, um mit der Fähre aufzuschließen. Der Rücken war durch den Imperialen Kreuzer ersteinmal frei und so konzentrierte er sich auf den vor ihnen liegenden Raum. Intuitiv erhöhte er die Energiezufuhr auf die Frontaldeflektoren und nicht zu spät, wie sich just in diesem Moment herrausstellte!

FRAGG fluchte er erneut. Der erste Zerstörer hatte wohl den Kurs geändert und hatte sie umflogen. Er tauchte förmlich aus dem Nichts auf und gab den beiden kleineren Schiffen eine Kostprobe der oberen Laserbatterien. Chrondor ließ das Schiff wieder eine Rolle drehen und flog den Zerstörer an. Wie von selbst lösten sich die Rakten, als er die ersten vier Geschütze anvisierte und sie damit in Staub verwandelte. Die Trümmerteile gaben ein kurzes Zischen von sich, als er sie durchflog und die Frontdeflektoren auf sie reagierten. Während er ein paar Jägern auswich, flog er erneut eine Angriffskurve um diesmal die Laser der Backbord-Frontbatterie dem selben Schicksal zu zu führen, wie er es schon mit den Heckbatterien gemacht hatte. Das musste doch bald ein Ende haben... und die Kratzer im Lack würde das Imperium zahlen... jeden einzelnen.... DOPPELT!
Er sah schon die Deflecktoren des Shuttles versagen, als die Laser in einem Feuerball zerbarsten und die Fähre wieder Kurs auf den Imperialen Kreuzer nahm. Die letzten Explosionen schienen jedoch nur das letzte Aufbäumen vor der endgültigen Niederlage der Republikanischen Jagttruppe gewesen zu sein, denn die letzten Klicks ja fast einen ganzen Parsec über, versuchten nur noch ein paar vereinzelte Jäger das Shuttle aufzubringen und scheiterten an Chrondors Laserbeschuss.
Als die Fähre am Kreuzer andockte, holte er tief Luft und lehnte sich zurück um durchzuatmen. Auch Makos Stimme schallte durchs Intercom und erinnerte ihn daran, ihr in einer ruhigen Minute einmal klarmachen zu müssen, das ihre kreischende Stimme ihn irgendwann in den Suizid trieb.

Er war sich noch nicht sicher, ob er sie jetzt erschießen würde oder ob er sich das ganze Theater noch bis zum Ende der großen Jagt anschauen würde, da meldete sich das Comlink mit einer automatisierten Botschaft. Das Imperium dankte ihm für seine Unterstützung. Ein paar lausige Credits und einen Orden des Imperiums.
Wieder und wieder schaute er sich die Bezahlung an und rechnete im Kopf die Reparaturkosten seines Schiffes gegen. Lausige Credits und ein verfraggter Orden! Das nächste mal, würde er höchst persönlich die Fähre zu einem republikanischen Transporter fliegen! Elendes Pack! Und diese Fliegerauszeichnung würden sie sich auch sonstwohin stecken können.
Wütend legte er den Schubhebel um und sah den Horizont vor sich wieder in das altbekannte Sternenlicht-Tunnelmuster verwandeln.
Er hatte schließlich eine schicksalshafte Verabredung auf der Imperialen Station!


[...tbc]