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Unser Universum erklärt von Bakhtosh

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Unser Universum erklärt von Bakhtosh

StevenLink's Avatar


StevenLink
02.09.2012 , 11:52 AM | #81
Hi,
Aufgrund der Qualität des Threads, Thema und eure Posts, mach ich den Thread zu einem Sticky. Bitte mehr davon.

Viele Grüße,
Steve

JinnRadda's Avatar


JinnRadda
02.09.2012 , 01:24 PM | #82
Das Leben ist nur ein Traum, eine Illusion, Maya.
Nichts ist je wirklich passiert.

Finde die Quantenphysik bringt uns wunderbare Inspirationen. Die "Matrix" ist Realität, ein Schwingungseintopf, den wir würzen können, wie wir möchten.

@ Threadstarter: Respekt!

Kennst du das "Holographische Universum" von Michael Talbot? Vielleicht könnte dich das interessieren. Kenne kein anderes Buch, was so hervorragend zeigt, dass wir alle miteinander verbunden sind in einer Art holographischem Super-Internet, was nur aus unendlichen Frequenzen besteht, die wir in eine 3D-Welt dekodieren etc...
Das erklärt so viele Phänomene.

Cooler Thread. SWTOR-ler sind halt die weisesten und intelligentesten aller MMOler.

THANKS TO BIOWARE FOR THIS EPIC GAME
Deutsches Bier für BioWare: http://www.swtor.com/de/community/sh...34#post2828634

werjo's Avatar


werjo
02.10.2012 , 06:11 AM | #83
Ach hier ist der Thread abgeblieben, ich wunder mich die ganze Zeit im Star Wars Diskussionsforum wo der abgeblieben ist ^^

Bakhtosh's Avatar


Bakhtosh
02.10.2012 , 07:03 AM | #84
Weiter mit dem Urknall


Quark-Ära

Nach Ende der Inflation ( wird noch beschrieben), also nach etwa 10 hoch −30 s sank die Temperatur auf 10 hoch 25 K ab. Es bildeten sich Quarks und Anti-Quarks, die Bausteine der heutigen schweren Teilchen (Baryogenese). Die Temperatur war aber so hoch und die Zeiten zwischen zwei Teilchenstößen so kurz, dass sich noch keine stabilen Protonen oder Neutronen bildeten, sondern ein so genanntes Quark-Gluonen-Plasma aus annähernd freien Teilchen entstand. Schwerere Teilchen, wie die hypothetischen X-Bosonen, starben aus, da sie instabil waren und die Temperatur für eine erneute Formierung nicht mehr ausreichte.

Vier Grundkräfte.....hatten wir ja schon

Nach 10 hoch−12 s war das Universum auf 10 hoch 16 K abgekühlt. Die elektroschwache Kraft spaltete sich in die schwache und die elektromagnetische Kraft auf. Das bedeutet, dass das hypothetische Higgs-Boson nun nicht mehr erzeugt wurde, weil die Energie der Teilchen nicht ausreichte. Damit war der Zerfall der Urkraft in die vier bekannten Grundkräfte abgeschlossen.

Beginn der Hadronen-Ära

Nach 10 hoch−6 s lag eine Temperatur von 10 hoch 13 K vor. Quarks konnten nicht mehr als freie Teilchen existieren, sondern vereinigten sich zu Hadronen. Mit abnehmender Temperatur zerfielen die schwereren Hadronen und es blieben schließlich Protonen und Neutronen sowie ihre Antiteilchen übrig. Durch ständige Umwandlungen von Protonen in Neutronen und umgekehrt entstand auch eine große Zahl von Neutrinos.

Beginn der Leptonen-Ära

Nach 10 hoch−4 s war die Temperatur auf 10 hoch 12 K gesunken. Die meisten Protonen und Neutronen wurden bei Stößen mit ihren Antiteilchen vernichtet – bis auf den oben erwähnten Überschuss von einem Milliardstel. Aufgrund ihres geringen Massenunterschieds bildete sich dabei ein Verhältnis von Protonen zu Neutronen von 6:1 aus, das für den späteren Heliumanteil im Kosmos von Bedeutung war. Die Temperatur reichte nun lediglich noch dazu aus, Leptonen-Paare, wie ein Elektron und sein Antiteilchen, das Positron, zu bilden, die damit die dominante Teilchensorte stellten. Die Dichte sank auf 10 hoch 13 g/cm3. Für Neutrinos, die kaum mit anderen Teilchen wechselwirken, war die Dichte nun jedoch niedrig genug – sie befanden sich nicht mehr im thermischen Gleichgewicht mit den anderen Teilchen, das heißt, sie entkoppelten.

Ende der Leptonen-Ära

Nach 1 s war eine Temperatur von 10 hoch 10 K erreicht. Jetzt vernichteten sich auch Elektronen und Positronen – bis auf den Überschuss von einem Milliardstel an Elektronen. Damit war die Bildung der Bausteine der Materie, aus der sich der Kosmos auch heute noch zusammensetzt, weitgehend abgeschlossen.

Beginn der Nukleosynthese

Nach 10 Sekunden, bei Temperaturen unterhalb von 10 hoch9 K, vereinigten sich Protonen und Neutronen durch Kernfusion zu ersten Atomkernen. Diesen Prozess bezeichnet man als primordiale Nukleosynthese. Dabei bildeten sich 25% Helium-4 (4He) und 0,001% Deuterium sowie Spuren von Helium-3 (3He), Lithium und Beryllium. Die restlichen 75% stellten Protonen, die späteren Wasserstoffatomkerne. Nach 5 Minuten hatte die Dichte der Materie soweit abgenommen, dass die Nukleosynthese zum Erliegen kam. Die übriggebliebenen freien Neutronen waren nicht stabil und zerfielen im Verlauf der nächsten Minuten in Protonen und Elektronen.

Alle schwereren Elemente entstanden erst später im Inneren von Sternen. Die Temperatur war immer noch so hoch, dass die Materie als Plasma vorlag, einem Gemisch aus freien Atomkernen, Protonen und Elektronen, mit thermischer Strahlung im Röntgenbereich.

Ende der Strahlungs-Ära und Beginn der Materie-Ära

Bisher stellte elektromagnetische Strahlung den Hauptanteil der Energiedichte im Kosmos. Bei Strahlung nimmt zusätzlich zum Abfallen der Anzahldichte der Photonen (in Folge der Expansion des Raumes) die Wellenlänge der einzelnen Photonen durch die kosmologische Rotverschiebung zu. Dadurch sinkt die Energiedichte der Strahlung schneller als die der Materie, die von der Ruhemassendichte bestimmt wird und im wesentlichen unabhängig von der Temperatur ist. Zu einem Zeitpunkt von etwa 10.000 Jahren nach dem Urknall fällt die Energiedichte der Strahlung unter die der Materie, die von nun an die Dynamik des Universums bestimmt. Man spricht von der materiedominierten Ära.

Entkopplung der Hintergrundstrahlung

In der Anfangsphase stand die Strahlung in permanenter Wechselwirkung mit den freien Ladungen. Das Universum war daher undurchsichtig. Nach ca. 400.000 Jahren war die Temperatur auf etwa 3.000 K gefallen. Bei diesem Wert bildeten Atomkerne und Elektronen stabile Atome. Die Wechselwirkung von Photonen mit neutralen Atomen war gering, so dass Licht sich nun weitgehend ungehindert ausbreiten konnte.

Das Universum wurde durchsichtig.

Im Verlauf der weiteren Expansion nahm die Wellenlänge der abgekoppelten Hintergrundstrahlung durch die Ausdehnung des Raumes zu, was sich in der Rotverschiebung ihres Spektrums zeigt. Diese Hintergrundstrahlung ist heute messbar; sie entspricht einer Temperatur von 2,73 K und wird daher auch als „3-Kelvin-Strahlung“ bezeichnet.

Beginn der Bildung großräumiger Strukturen

Durch die Entkopplung der Strahlung geriet die Materie nun stärker unter den Einfluss der Gravitation. Ausgehend von räumlichen Dichteschwankungen, die möglicherweise bereits in der inflationären Phase durch Quantenfluktuationen entstanden sind, bildeten sich nach 1 Million Jahren großräumige Strukturen im Kosmos. Dabei begann die Materie in den Raumgebieten mit höherer Massedichte als Folge gravitativer Instabilität zu kollabieren und Masseansammlungen zu bilden.

Es bildeten sich zuerst sogenannte Halos aus Dunkler Materie, die als Gravitationssenken wirkten, in denen sich später die für uns sichtbare Materie sammelte.(wird noch erklärt)

Zur Untersuchung der Eigenschaften der dunklen Materie wurde versucht, durch Simulationen den Prozess der Strukturbildung nachzubilden. Dabei wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, und einige konnten mit Hilfe solcher Simulationen als gänzlich unrealistisch ausgeschlossen werden. Als realistisch erscheinen heute sogenannte ΛCDM Szenarien, wobei das Λ die Kosmologische Konstante der Einsteinschen Feldgleichungen ist, und CDM für kalte dunkle Materie (engl.: cold dark matter) steht.

Welche Art von Teilchen die dunkle Materie bildet ist derzeit noch unbekannt.

Entstehung von Sternen und Galaxien

Die kollabierenden Gaswolken hatten sich inzwischen soweit verdichtet, dass sich die ersten Sterne bildeten. Diese waren wesentlich massenreicher als unsere Sonne, so dass sie sehr heiß wurden und hohe Drücke bildeten. Infolgedessen wurden auch schwerere Elemente wie Kohlenstoff, Sauerstoff und Eisen durch Kernfusion erzeugt. Wegen ihrer großen Masse war die Lebensdauer dieser Sterne mit 3–10 Millionen Jahren relativ kurz, sie explodierten in einer Supernova. Während der Explosion wurden durch Neutroneneinfang Elemente schwerer als Eisen gebildet (z. B. Uran) und gelangten in den interstellaren Raum. Der Explosionsdruck verdichtete angrenzende Gaswolken, die dadurch schneller neue Sterne hervorbringen konnten. Da die mit Metallen angereicherten Gaswolken schneller auskühlten, entstanden massenärmere und kleinere Sterne mit schwächerer Leuchtkraft, aber von längerer Lebensdauer.

Es bildeten sich die ersten Kugelsternhaufen aus diesen Sternen, und schließlich die ersten Galaxien aus ihren Vorläufern.

Fundamentals of Geology

http://www.youtube.com/watch?v=o0gW0TqvK04 Teil 1

http://www.youtube.com/watch?v=Ev_Kk...eature=related Teil 2

Die Schöpfung : Der Urknall - Vergangenheit & Zukunft des Universums

http://www.youtube.com/watch?v=DprVfXqL6EQ Teil 1

http://www.youtube.com/watch?v=_tACo...eature=related Teil 2

http://www.youtube.com/watch?v=_klt4...eature=related Teil 3

Das wars dann mit dem Urknall.....jeder mitgekommen ?

Es ist schwer ...teilweise Paradox und überhaupt nicht vorzustellen... aber wir sind nur Menschen ... trösted euch damit, dass es jedem so geht

MFG

Bak
~~ Thelyn Ennor ~~
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Bakhtosh
02.11.2012 , 06:50 AM | #85
Was geschah gleich nach dem Urknall?



Nach gängiger Meinung blähte sich das Universum nach dem Urknall sofort extrem auf – doch diese "kosmische Inflation" wird von einigen Forschern bezweifelt.

Das Inflationsmodell soll eine klaffende Lücke in der Urknalltheorie schließen. Letztere besagt, dass das Universum sich seit seiner Entstehung vor 13,7 Milliarden Jahren langsam ausdehnt und abkühlt.

Expansion und Abkühlung erklären viele Merkmale des heutigen Universums bis ins Detail – allerdings nur unter einer Voraussetzung: Das Universum hatte zu Beginn ganz bestimmte Eigenschaften.

Zum Beispiel war es von Anfang an extrem gleichförmig; die Materie- und Energieverteilung durfte nur ganz geringfügig variieren. Zudem muss es "geometrisch flach" gewesen sein. So bezeichnen Astronomen ein Universum, in dem Lichtstrahlen und die Bahnen bewegter Objekte nicht durch große Verzerrungen der Raumzeit gebeugt werden.

Aber eigentlich muten diese Bedingungen höchst unwahrscheinlich an. Hier kommt die Inflation ins Spiel: Selbst wenn zu Beginn beliebige Unordnung im Universum herrschte – mit höchst ungleichförmiger Energieverteilung und ausgesprochen runzliger Geometrie –, würde ein spektakulärer Wachstumsschub
( der Raum dehnte sich schneller als die Lichtgeschwindigkeit aus, das wiederspricht nicht der ART)
die Energie gleichmäßig verteilen und alle Raumverzerrungen schlagartig ausbügeln. Nach dieser Inflationsphase dehnte sich das Universum dann im gemächlicheren Tempo der ursprünglichen Urknalltheorie weiter aus – doch nun herrschten genau passende Bedingungen für die Entwicklung der heutigen Sterne und Galaxien.

http://file1.npage.de/004000/18/bilder/urknall2.bmp

http://www.hg-klug.de/mrganz/kosmo/timelin.jpg

Die Idee ist so unwiderstehlich, dass Kosmologen sie heute ihren Studenten und der Öffentlichkeit als feststehende Tatsache präsentieren. Doch einem der "Väter" des Inflationsmodells, dem amerikanischen Theoretiker Paul J. Steinhardt von der Princeton University, kamen mit der Zeit immer stärkere Zweifel, über die er in der Augustausgabe von Spektrum der Wissenschaft berichtet.

In Steinhardts Worten: "Schlechte" Inflation ist viel wahrscheinlicher als "gute". Mit schlechter Inflation ist eine Periode beschleunigter Expansion gemeint, deren Ergebnis den Beobachtungen widerspricht. Das hängt vom genauen Wert eines numerischen Parameters ab, der im Prinzip völlig beliebige Werte annehmen kann. Nur ein extrem schmaler Wertebereich führt zu einem Kosmos, wie wir ihn kennen.

Es kommt noch schlimmer: Schlechte Inflation ist wahrscheinlicher als gute, aber noch wahrscheinlicher ist gar keine Inflation. Der Physiker Roger Penrose von der University of Oxford wies darauf erstmals in 1980er Jahren hin. Wie er vorrechnete, ist ein Universum ohne Inflation um den Faktor 10 hoch 100 – eine Eins mit hundert Nullen – wahrscheinlicher als eines mit Inflation!

Hinzu kommt: Wenn die Inflation einmal begonnen hat, hört sie nie wieder auf. Diese Tatsache folgt direkt aus der Quantenphysik. Durch zufällige Quantenfluktuationen entstehen Raumregionen, die blitzartig über das Gebiet hinauswachsen, in dem die Inflation rechtzeitig zum Stillstand kam. So entsteht eine unbegrenzte Anzahl von Inseln, die von immer mehr inflationär expandierendem Raum umgeben werden.

Diese Inseln sind keineswegs alle gleich. Wegen des Zufallscharakters der Quantenphysik sind einige höchst ungleichförmig oder stark gekrümmt. In einem ewig inflationären Universum haben unendlich viele Inseln Eigenschaften, wie wir sie kennen – aber unendlich viele andere nicht. In einem solchen Universum geschieht alles, was überhaupt geschehen kann; es geschieht sogar unendlich oft.

Wegen der Nachteile des Inflationsmodells favorisiert Steinhardt eine zyklische Theorie, wonach der Urknall nicht der Beginn von Raum und Zeit ist, sondern eher ein "Rückprall" (bounce) von einer vorherigen Kontraktions- zu einer Expansionsphase. Die Theorie ist zyklisch, denn nach etwa einer Billion Jahre geht die Expansion in Kontraktion und dann über einen neuen Rückprall wieder zu Expansion über. Entscheidend ist, dass die Glättung des Universums nicht nach, sondern vor dem Urknall stattfindet – während der Kontraktionsperiode. Darum bleiben die inflationären "Ausreißer" der ewigen Inflation vernachlässigbar klein.

Was geschah vor dem Urknall?

http://www.youtube.com/watch?v=TzKZCG2nj9s

Letzten Endes werden Daten entscheiden, insbesondere Vermessungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds. Schon wird auf Berggipfeln, mit Stratosphärenballons und Satelliten nach den Spuren von Gravitationswellen gesucht; Resultate sind in den nächsten zwei, drei Jahren zu erwarten. Sie werden uns der Antwort auf die Frage, wie das Universum so wurde, wie es ist, und was künftig aus ihm werden soll, ein entscheidendes Stück näher bringen.


Ich halte weiter ausschau nach interessanten Themen......

MFG

Bak
~~ Thelyn Ennor ~~
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werjo
02.11.2012 , 08:51 PM | #86
Ich glaube die beste Möglichkeit ist erstmal POP 3 Sterne sehen zu könnne. Dafür braucht es aber wohl extremst gute Infrarot Teleskope. Das 2013 startende James Web Teleskop. Das bisher älteste Objekt stammt ja aus der Zeit 500mio Jahre nach dem Urknall. Und das wurde von Hubble aufgenommen. Das neue wird da wesentlich leistungsstärker sein. Denke mal, dass die Chancen ganz gut stehen eine Paarstabilisationssupernova eines PoP 3 Sterns beobachten zu können. Die Dinger waren so häufig, könnte also gut sein, dass wir da was finden.

Ob irgendwas geplant ist um die Hintergrundstrahlung besser vermessen zu können ... ka.

Bakhtosh's Avatar


Bakhtosh
02.11.2012 , 11:14 PM | #87
Welche Form hat das Universum


Eine der wichtigsten Ergebnisse der allgemeinen Relativitätstheorie war, dass die Anwesenheit von Masse den Raum krümmt und dass Objekte, die sich durch einen gekrümmten Raum bewegen, genauso von ihrer Bahn abgelenkt werden, als ob eine Kraft auf sie einwirken würde. Wenn der Raum gekrümmt ist, dann gibt es drei mögliche Geometrien für das Universum. Welche Geometrie das Universum hat hängt davon ab wie stark die Gravitation ist bzw. wieviel Masse im Universum vorhanden ist. Bei jeder dieser Geometrien unterscheiden sich Vergangenheit und Zukunft des Universums.

Lasst uns zuerst die Formen und Krümmungen anschauen, die eine zweidimensionale Oberfläche annehmen kann. Mathematiker unterscheiden drei mögliche Arten von Krümmungen, wie Du im folgenden Bild sehen kannst:

http://www.wissenschaft-online.de/as...d/UnivGeom.jpg

Mathematiker sagen, dass eine flache Ebene die Krümmung Null hat. Eine Kugel besitzt eine positive und ein Sattel eine negative Krümmung.

Eine Ebene, eine Kugel und einen Sattel kann man sich hoch leicht vorstellen. Aber die allemeine Relativitätstheorie behauptet, dass der Raum selbst - und nicht nur ein Objekt im Raum - gekrümmt werden kann. Ausserdem hat der Raum in der allemeinen Relativitätstheorie drei Raumdimensionen und eine Zeitdimensionen und nicht nur zwei Raumdimensionen wie im Beispiel oben. Das kann man sich nur sehr schwer vorstellen! Aber mathematisch kann man einen derartigen Raum genauso beschreiben wie eine zweidimensionale Oberfläche. Was bedeuten nun die drei Raumgeometrien - Null, positiv und negativ - für das Universum?

Wenn die Krümmung des Raumes negativ ist, so bedeutet dass, das Universum nicht genug Masse hat, um die EXpansion des Universums zu stoppen. In diesem Fall wird sich das Universum für alle Ewigkeit ausdehnen. Man spricht auch von einem offenen Universum.

Wenn der Raum keine Krümmung hat (d.h. der Raum flach ist) gibt es genug Masse im Universum, um die Expansion des Universums nach unendlicher Zeit zu stoppen. Das Universun hat keine Grenzen und wird auch ewig expandieren, wobei die Expansionsgeschwindigkeit gegen Null strebt. Man spricht von einem flachen oder euklidischen Universum. Das Universum hat die Geometrie, die wir auch in der Schule lernen.

Wenn das Universum eine positive Krümmung hat, so gibt es mehr als genug Masse im Universum, um die Expansion zu stoppen. In diesem Fall ist das Universum nicht unendlich, aber es hat trotzdem kein Ende (genau wie Oberfläche einer Kugel beschränkt ist, aber kein Anfang und kein ende hat). Eines Tages wird die Expansion aufhören und das Weltall wird anfangen, sich zusammenzuziehen. Die Galaxien werden aufhören, sich voneinander zu entfernen und sich wieder einander annähern. Man spricht hier von einen geschlossenen Universum.

Big Rip - Das große Zerreißen

Der Big Rip ist die jüngste der 3 Theorien und stellt das wohl dramatischste Ende für das Universum dar. Dieses Szenario wurde im Jahr 2003 entwickelt und hat einiges mit der dunklen Energie zu tun: Wir befinden uns heute in einem sich ausdehnenden Universum, das können Astronomen relativ leicht mit Entfernungsmessungen zu anderen Galaxien nachweisen. Nun ist die dadurch ermittelte Ausbreitungsgeschwindigkeit aber nicht konstant, das Universum breitet sich mit immer größer werdender Geschwindigkeit aus. Und das wird irgendwann zum Problem. Irgendwann kommt ein Punkt, an dem die Dinge dieser Ausdehnung nicht mehr standhalten können und regelrecht auseinander gerissen werden. Und das ist dann das Ende, ein kosmischer Endknall, bei dem alles Sein zerberstet und vernichtet wird. Aber keine Angst, bis dahin dauert's noch ein wenig. Der Big Rip würde in 22 Milliarden Jahren allem ein Ende setzen, so die anfänglichen Vermutungen.

Spektakuläres Ende: Beim Big Rip dehnt sich das Universum immer schneller aus, wodurch es letztlich auseinander gerissen wird. Samt Planeten und Atomen.

Achtung! Dieses ist eine sehr einfache Darstellung des Universums, in Wirklichkeit liegen die Dinge deutlich komplizierter, und sind daher leider wesentlich schwerer zu verstehen. Trotz -oder gerade wegen- der Vereinfachungen ergibt das hier dargestellte Modell aber einen guten Eindruck davon, wie man sich das Universum vorstellen könnte, und hilft auch dabei, die im vorigen Kapitel besprochenen Vorgänge zu veranschaulichen!

Greifen wir zur Krücke: Dieses Modell ist nur als sehr grobe Veranschaulichung gedacht! Da wir uns mehr als drei Raumdimensionen nicht vorstellen können, müssen wir einen Schritt zurück gehen, und uns Wesen vorstellen, die nur zwei Raumdimensionen kennen. Diese leben dann natürlich auf einer Fläche, und wissen nicht, dass es noch eine dritte Raumdimension gibt. Das Universum der "Flächenwesen" wäre dann eine Ballonoberfläche, und die Galaxien kleine Punkte auf dem Ballon. Wird der Ballon nun aufgeblasen, so bewegt sich jede Galaxie von jeder anderen weg, und zwar um so schneller, je weiter die Galaxien (auf der Ballonoberfläche gemessen) voneinander entfernt sind. Trotzdem können wir (mit unserer dritten Raumdimension) sehr einfach erkennen, dass das Universum der Flächenwesen endlich und in sich gekrümmt ist. Wesen, die mehr Raumdimensionen erkennen können als wir, hätten also auch kein Problem damit, sich unser Universum anschaulich vorzustellen......

Schon recht merkwürdig: Wird der Ballon sehr schnell aufgeblasen, so wäre die Relativbewegung zweier Galaxien ab einer bestimmten Entfernung (gemessen auf der Ballonoberfläche) größer als c, der hierdurch auf dem Ballon gegebene Kreis legt dann die Größe des von uns beobachtbaren Universums fest, das "vollständige" Universum (der Rest des Ballons) wäre für uns prinzipiell nicht zugänglich, Galaxien jenseits dieses Kreises gehören nicht mehr zu unserem (beobachtbaren) Universum.

Ist der Ballon sehr klein, bzw. die Aufblasgeschwindigkeit sehr gering, so könnten wir mit einem leistungsfähigen Fernrohr tief im All unsere eigene Galaxis in einem sehr frühen Entwicklungsstadium sehen (das Licht läuft dabei einmal ganz um den Ballonumfang herum).

Wird sich das Universum wieder zusammenziehen?

http://www.youtube.com/watch?v=M46TqB6p0KI Teil 1

http://www.youtube.com/watch?v=ktpMU...eature=related Teil 2

Wie sieht die Zukunft des Universums aus?

http://www.youtube.com/watch?v=fM-3EdOoalg Teil 1

http://www.youtube.com/watch?v=wcHwf...eature=related Teil 2

Verblasst das Universum?

http://www.youtube.com/watch?v=JDiWV3KBnW4 Teil 1

http://www.youtube.com/watch?v=TdoMO...eature=related Teil 2

Was ist der Big Crunch?

http://www.youtube.com/watch?v=r5M3H...eature=related Teil 1

http://www.youtube.com/watch?v=3OAYl...eature=related Teil 2

Wann und wie wird Alles enden?

http://www.youtube.com/watch?v=d-yISHoAgRo

Nach heutigen Wissen wird das Universum im Big Rip enden

So .. ich hoffe das mit dem Raum ist nun klar geworden.... ist ja auch schwer genug



MFG

Bak
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Bakhtosh
02.12.2012 , 05:28 PM | #88
Euklidischer Raum


Das Luftballon-Modell


Betrachte doch zum leichteren Verständnis ein zweidimensionales Gebilde, eine Ebene, die keinen Rand besitzt: die Oberfläche eines Luftballons

Die Oberfläche des Luftballon ist gekrümmt, das heißt, dort gelten die Gesetze der sphärischen Geometrie:
Parallele Geraden schneiden sich (vgl. Breitengrade der Erdkugel)
Die Innenwinkel eines Dreiecks ergeben mehr als 180°. (Male ein solches Dreieck doch mal auf einen Luftballon!)

http://www.scienceblogs.de/hier-wohn...b-540x270.jpeg

Der Haken an dem Luftballonmodell: Man nimmt an, dass im Universum die Gesetze der euklidischen Geometrie gelten. Man sagt auch das Universum ist flach. Das bedeutet:

Parallele Geraden schneiden sich nicht.
Die Innenwinkel eines Dreiecks ergeben 180°.

Der Torus


Eine zweidimesnionale Ebene kannst Du Dir als die Oberfläche von einem Blatt Papier vorstellen. Dort gelten die Gesetze der euklidischen Geometrie, wie Du sie auch aus der Schule kennst.

In der Abbildung wurde auf das Blatt ein zweidimensionales Universum mit zwei Galxien gemalt. Wie Du sehen kannst, hat dieses Blatt einen Rand, was im Universum nicht der Fall ist.

http://img513.imageshack.us/img513/6...ersumebene.jpg

Basteln wir uns also aus der flachen Ebene mit Rand eine flache Ebene ohne Rand. Dazu werden zwei gegnüberliegende Seiten des Blattes so miteinander verbunden, dass die Form einer Röhre ensteht. Es gelten immer noch die Gesetze der euklidischen Geometrie.

http://img813.imageshack.us/img813/7...ersumrolle.jpg

An den gegenüberliegenden Seiten der Röhre haben wir immer noch Ränder. Verbinden wir diese miteinander, ensteht der sogenannte Torus. Er ist mir einem Fahrradschlauch vergleichbar.

http://img33.imageshack.us/img33/854/torus.jpg

Mit der Oberfläche des Torus haben wir nun eine zweidimensionale, flache Ebene, die keine Ränder hat.


Ein zweidimensionales Wesen, das auf der Oberfläche des Torus lebt, stößt in seiner Welt an keine Grenzen. So weit es auch reist, kommt es höchstens wieder an seinen Ausgangspunkt zurück.

Vielleicht gibt es in der Zukunft Raumschiffe, die sehr große Strecken zurücklegen können. Fliegen diese immer weiter geradeaus, in eine Richtung, so verlassen sie das Universum auf der einen Seite und betreten es gleichzeitig auf der anderen Seite wieder.

Ob diese Theorien jemals experimentell bestätigen werden können, weiß man nicht.

Verrückt, oder?

MFG

Bak
~~ Thelyn Ennor ~~
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werjo
02.13.2012 , 07:23 AM | #89
Das geht net so einfach. Ein Tori is auch ein gekrümmter 2-Dimensionaler Raum. Einfach nachzuvollziehen. Versuch das mal mit nem Blatt Papier zu machen ... und zwar ohne Dellen, Knicke oder ähnliches zu bekommen.

Das geht nicht. Und zwar weil der innere Radius kleiner ist als der äußere. Das ganze würde nur Funktionieren, wenn der Zylinderradius gegen Null geht und der Torusradius sehr groß ist.

Allerdings hätte dies Konsequenzen für die Art und Weise wie wir unser Universum sehen. Denn wir würden so Galaxien, die mit und auf einem Torusschnitt liegen nicht nur einmal sondern sehr oft sehen.

Das sind allerdings meine Überlegungen dazu. Vlt habe ich da auch irgendwo einen Denkfehler.

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Bakhtosh
02.13.2012 , 08:29 AM | #90
Hi werjo

Quote:
Allerdings hätte dies Konsequenzen für die Art und Weise wie wir unser Universum sehen. Denn wir würden so Galaxien, die mit und auf einem Torusschnitt liegen nicht nur einmal sondern sehr oft sehen.
Hast du sehr gut erkannt, man sucht jetzt schon an der Karte der Hintergrundstrahlung Orte die doppelt vorkommen. Allerdings sind die Meßgeräte für eine genaue Karte noch zu ungenau.

http://www.achtphasen.net/media/user...P_2003_web.jpg

Quote:
Das geht net so einfach. Ein Tori is auch ein gekrümmter 2-Dimensionaler Raum. Einfach nachzuvollziehen. Versuch das mal mit nem Blatt Papier zu machen ... und zwar ohne Dellen, Knicke oder ähnliches zu bekommen.

Das geht nicht. Und zwar weil der innere Radius kleiner ist als der äußere. Das ganze würde nur Funktionieren, wenn der Zylinderradius gegen Null geht und der Torusradius sehr groß ist.
Ich kann auch nur die allgemeine Auffassung wiedergeben...les dich mal einfach in die Materie rein

Es gibt auch noch andere warscheinliche Formen für das Universum ... die Poste ich die kommenden Tage...


MFG

Bak
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