Please upgrade your browser for the best possible experience.

Chrome Firefox Internet Explorer
×

Dunkle Versuchung


Tetholos's Avatar


Tetholos
01.24.2012 , 10:00 AM | #61
Dazu fällt mir noch ein, dass es im Spiel auf Dromund Kaas ja Abtrünnige gibt, ich meine nicht die Revaniter, sondern einfach "Abtrünnige"...
Es ist im Imperium, zumindest unter dem Rat, nicht unüblich sich aus verschiedensten Gründen gegenseitig zu bekämpfen.
Beispiele sind:
politische Ambitionen, der Anschein von Schwäche...
warscheinlich auch unterschiedliche Meinungen zu Inneneinrichtung

Also würde "helle" Sith, sofern man sie für schwach hält warscheinlich auf die Probe gestellt...
Kämpfe!; sieg oder stirb!; Beweise, dass du im Recht bist!

Der "helle" Sith kann so herzensgut sein wie er will, solange er sich behaupten kann...

Stärke gibt Recht, das ist der Weg der Sith

Und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Darksider stärker sind...
wenn man den Ausgang der Geschichte kennt^^

Zertheron's Avatar


Zertheron
01.24.2012 , 01:14 PM | #62
Quote: Originally Posted by Starocotes View Post
Zudem dürfen Jedis sehr wohl lieben (sagt Anakin ja auch im Film) nur wenn Liebe zu einer Bindung wird, wirds problematisch.
Das Problem ist wohl folgendes: Wenn du eine Freundin hast, und du erwischst sie mit deinem Kumpel im Bett. Was empfindest du?

Starocotes's Avatar


Starocotes
01.24.2012 , 01:44 PM | #63
Quote: Originally Posted by Maganta View Post
War es nicht Revan der vom Jedi zum Sith wurde und am Ende aufgrund seiner Guten wie Schlechten Taten von beiden Seiten gejagdt wurde ? Ich würde daraus schließen das es für einen Sith unmöglich sein wird öffentlich gutes zu tun ohne dabei seinen Platz im Imperium zu verlieren. Noch dazu würde ein solches handeln ihn zu Freiwild erklären. Kein Sith ob Gut oder Böse würde ein solches Risiko eingehen mit dem Wissen was ihm im anschluss blühen wird.
Revan ist nochmal was anderes. Ich weiss nicht ob Du den Roman schon gelesen hast.

Spoiler

Insa's Avatar


Insa
01.24.2012 , 05:16 PM | #64
Bei den Sith ist es doch so, dass man versucht so viel wie möglich von seinem Meister zu lernen, wenn man aber merkt, dass er einem nichts mehr beibringen kann oder man ihn überflügelt hat, versucht man sich seiner zu entledigen. Andersherum wird ein Sith-Lord sich ebenfalls seines Schülers entledigen, wenn er empfindet, dass dieser "schwach" ist und sozusagen eine Verschwendung seiner Mühen. Ich glaube schon dieses System allein, wird herzensgute Menschen bei den Sith aussortieren.



Eher am Anfang des Beitrags ging es noch um "die Macht" bzw. die helle und dunkle Seite und die Unterschiede. Da wollte ich noch meine bescheidene Meinung dazu loswerden:

Wenn ich den Unterschied zwischen Sith und Jedi ohne die Gut/Böse-Keule erklären müsste, würde ich sagen, dass die Jedi versuchen sich durch den Willen der Macht leiten zu lassen, während die Sith versuchen der Macht ihren Willen aufzuzwängen.

Das fällt mir immer wieder auf. Die Sith versuchen die Macht nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu nutzen und versuchen sie regelrecht zu zwingen ihnen zu dienen, während die Jedi sich sozusagen von ihr "tragen" lassen, wie in einer Strömung.

Für mich ist eher das die Erklärung der hellen / dunklen Seite der Macht. Direkter Eingriff oder eher passives Wahrnehmen.
May the force be with you.

ShizZoOne's Avatar


ShizZoOne
01.24.2012 , 07:01 PM | #65
Guten Morgen,

Ich bin eigentlich überhaupt nicht "Story-Interessiert" und hatte eigentlich nur aus langeweile hier rumgestöbert und bin irgendwie total gefesselt von einer "so einfachen" Frage und was bei kultivierten Diskussionen bzw dem Teilen von Wissen so alles rauskommt.

Ihr habt mich richtig dazu angeregt mich tiefer in die Materie "Story" einzuarbeiten.

Dann wollte ich noch ein kleines Lob an alle Beteiligten aussprechen. Ich finde es so angenehm eine Diskussion zu verfolgen wo sich die Leute nicht beleidigen und "flamen"

Danke hierfür und fleißig weiter machen, ich hab Blut geleckt

Schönen Tag
ShizZo

Starocotes's Avatar


Starocotes
01.25.2012 , 01:54 AM | #66
Quote: Originally Posted by Insa View Post
Wenn ich den Unterschied zwischen Sith und Jedi ohne die Gut/Böse-Keule erklären müsste, würde ich sagen, dass die Jedi versuchen sich durch den Willen der Macht leiten zu lassen, während die Sith versuchen der Macht ihren Willen aufzuzwängen.

Das fällt mir immer wieder auf. Die Sith versuchen die Macht nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu nutzen und versuchen sie regelrecht zu zwingen ihnen zu dienen, während die Jedi sich sozusagen von ihr "tragen" lassen, wie in einer Strömung.

Für mich ist eher das die Erklärung der hellen / dunklen Seite der Macht. Direkter Eingriff oder eher passives Wahrnehmen.
Das ist das was auch am häufigsten in den Büchern / Comics verwendet wird und trifft die Diskussion auch im Kern. Sobald das ICH im Mittelpunkt steht wird es "böse", zumindest nach der Definition in Star Wars.

Ob man das auf die Realität beziehen kann ist ne andere Sache, wobei ich die Argumentation das auch altruistische Handlungen auf dem Egoismus des "Ich fühle mich gut weil ich was gutes getan habe" beruht so nicht wirklich akzeptieren kann. Wenn ich mir für 2000 Euro nen neuen Rechner kaufen würde, würde ich mich definitiv länger besser fühlen als wenn ich diese 2000 Euro einer nachgewiesen wohltätigren Vereiningung spenden würde.

Lipziger's Avatar


Lipziger
01.25.2012 , 05:48 AM | #67
Quote:
Ob man das auf die Realität beziehen kann ist ne andere Sache, wobei ich die Argumentation das auch altruistische Handlungen auf dem Egoismus des "Ich fühle mich gut weil ich was gutes getan habe" beruht so nicht wirklich akzeptieren kann. Wenn ich mir für 2000 Euro nen neuen Rechner kaufen würde, würde ich mich definitiv länger besser fühlen als wenn ich diese 2000 Euro einer nachgewiesen wohltätigren Vereiningung spenden würde.
Das stimmt soweit ja schon.
Nur leider sind die Meisten der "Gutmenschen", in der Realität, auf dieses "Gut gemacht", aus. Es gibt wohl sehr, sehr wenige menschen die tatsächlich der Hilfe wegen helfen. Sondern eher viel mehr leute, die diese Aufmerksamkeit wollen.
Und wenn man immer wieder hört wie toll man doch ist und das man so ein Weltverbesserer ist fühlen sich eben viele einfach gut dabei. Und das kann durchaus die dauer eines Computers überschreiten.
Deswegen habe ich, gerade in der Realität, schon fast Hass auf diese Möchtegerne. Sie labern, spenden Geld und werden dafür "geliebt" und in den himmel gelobt.
Doch die wahren Helden, sind diejenigen die man kaum zu gesicht bekommt. Die bei dein "Schützlingen" sind und ihnen direkt helfen.

Warscheinlich wende ich das durchaus auch auf die jedi an. Denn ich glaube nicht wirklich, dass sie es nur tun um tatsächlich zu helfen, sondern auch um als "Ritter in der Not" zu gelten. Ob sie dabei allerdings wirklich helfen ....

Wie ich schon schrieb...
"Wem geht es denn besser ... den Leuten in den Slums des Imperiums und der Sith, oder denen der Republik, unter dem Schutz der jedi".
Ich glaube diesen menschen hilft keiner.

Zum Beispiel entstand doch auch Grievous, der hunderte jedi selbst tötete und unzählige "normale" töten ließ nur durch das Handeln und übertriebene Eingreifen der Republik.
Sie ließen das Volk dem Hungertod sterben. Alle die er kannte starben nach und nach an unglaublichem Leid. Haben die Jedi dagegen etwas getan?
Das Volk der Kaleesh ist kriegerisch und stolz. Allerdings haben sie nur ihre eigenen konflikte geführt und die Republik nie bedroht.

Es wurden sogar Jedi-Meister entsandt ... aaber sie entschieden sich, wenn auch durch Druck des Senats den Kaleesh die Schuld zu geben, obwohl es ihr Planet war ... und sie es waren die angegriffen wurden. Dadurch haben sie zu einem Massensterben und eben diesem unglaublischem leid geführt.

Daraus entstand Griveous. Denn durch diese Taten bekam er einen "hass" auf Fremdlinge und schloss sich zudem mit dem Handelsverbund und letztendlich auch Dooku zusammen, um das Leid seines Volkes zu lindern. Denn die "bösen" gaben ihnen Essen usw. Das war natürlich nicht ohne Hintergedanken, aber warum haben die Jedi nicht so gehandelt?


Sie führen zu weit aus mehr Leid in der Galaxis von Star Wars als viele es glauben. Und als sie selbst es gern glauben würden.
Es gibt keinen Frieden, nur Leidenschaft. Durch Leidenschaft erlange ich Stärke. Durch Stärke erlange ich Macht. Durch die macht erlange ich den Sieg. Durch den Sieg zerbersten meine Ketten.
Die Macht wird mich befreien.

Starocotes's Avatar


Starocotes
01.25.2012 , 06:34 AM | #68
Quote: Originally Posted by Lipziger View Post
Das stimmt soweit ja schon.
Nur leider sind die Meisten der "Gutmenschen", in der Realität, auf dieses "Gut gemacht", aus. Es gibt wohl sehr, sehr wenige menschen die tatsächlich der Hilfe wegen helfen. Sondern eher viel mehr leute, die diese Aufmerksamkeit wollen.
Und wenn man immer wieder hört wie toll man doch ist und das man so ein Weltverbesserer ist fühlen sich eben viele einfach gut dabei. Und das kann durchaus die dauer eines Computers überschreiten.
Deswegen habe ich, gerade in der Realität, schon fast Hass auf diese Möchtegerne. Sie labern, spenden Geld und werden dafür "geliebt" und in den himmel gelobt.
Doch die wahren Helden, sind diejenigen die man kaum zu gesicht bekommt. Die bei dein "Schützlingen" sind und ihnen direkt helfen.
Dann hast Du sehr schlechte Erfahrungen gemacht die ich so nicht generell teilen kann. Ich kenne sehr viele Leute die auf ihre Art und Weise versuchen zu helfen OHNE das die das an eine große Glocke hängen.

Quote: Originally Posted by Lipziger View Post
Warscheinlich wende ich das durchaus auch auf die jedi an. Denn ich glaube nicht wirklich, dass sie es nur tun um tatsächlich zu helfen, sondern auch um als "Ritter in der Not" zu gelten. Ob sie dabei allerdings wirklich helfen ....
Genau das wird in der Literatur aber nicht so dargestellt. Ein Jedi strebt nicht nach Anerkennung oder Ansehen. Ein Jedi tut das was die "Macht" von ihm will. Ja das ist eine Vereinfachung um die Jedis als die "Guten" darzustellen, was ich aber in der Literatur (insbesondere Fantasy) als durchaus legitim erachte.

Quote: Originally Posted by Lipziger View Post
Wie ich schon schrieb...
"Wem geht es denn besser ... den Leuten in den Slums des Imperiums und der Sith, oder denen der Republik, unter dem Schutz der jedi".
Ich glaube diesen menschen hilft keiner.
Doch, die Jedi (insbesondere die Spieler). Dummerweise ist es in der Literatur nur schwer möglich oft auf die "einfachen Menschen" einzugehen, da das nicht sooo spannend ist, aber Knight Errant von John Jackson Miller, das ich gerade lesen, versucht das zumindestens im Ansatz, wenn es auch 2500 Jahre später als SWTOR spielt.

Quote: Originally Posted by Lipziger View Post
Zum Beispiel entstand doch auch Grievous, der hunderte jedi selbst tötete und unzählige "normale" töten ließ nur durch das Handeln und übertriebene Eingreifen der Republik....
Grievous war schon immer sehr Fremdenfeindlich eingestellt und ausgesprochen blutrünstig. Das Problem war zudem das die Jedi nicht frei agieren konnten sondern das der Senat Druck ausgeübt hat. Oftmals war das Problem der Jedi die Einflussnahme der Regierung.

Insa's Avatar


Insa
01.25.2012 , 06:39 AM | #69
Ich denke aber du musst das auch auf 2 Ebenen sehen. Einmal "Die Republik/Jedi" als Gesamtaspekt und einmal der einzelne Jedi als Person.

Und ich persönlich sehe das schon so, dass die einzelnen Jedi als Personen an und für sich "Gutes tun" und helfen wollen - vielleicht nicht alle, aber die meisten.

Ich schätze da spielen wieder viele Dinge rein, die immer stattfinden, wenn es um Organisationen dieses Ausmasses geht. Dem einzelnen Jedi, der nicht täglich beim Rat der Jedi reinschaut, fehlt der Überblick über die Gesamtsituation, also muss er sich auf die Informationen und Anweisungen verlassen, die er bekommt und dementsprechend handeln. Es könnte ja sein, dass eben das was er tut oder unterlässt, zum Wohl eines höheren guten Zieles nötig ist. Und deshalb handelt er entsprechend.

Desweiteren sind auch die Meister oder der Rat der Jedi nicht vor falschen Entscheidungen geschützt, nur weil sie diese "Titel" oder "Positionen" innehaben. Das haben wir sicher schon mehr als einmal mitbekommen, dass auch diese Fehlentscheidungen treffen, die teilweise schlimme Konsequenzen haben.

Ich denke aber nicht, dass die Jedi - egal ob als Einzelperson oder als Organistation - bewusst und gewollt "schlechtes" bewirken wollen. Aber leider entsteht mehr als nur manchmal auch aus dem Wunsch heraus Gutes zu tun, nicht unbedingt dieses, sondern eher das Gegenteil.

Niemand will die Republik / Jedi als glänzendes strahlendes Vorzeigemodell hinstellen. Dass auch in der Republik nicht alles in Ordnung ist, kann wohl kaum jemand bestreiten. Politik, Machtspiele, Intrigen... gibt es alles auch hier.

Aber das gewollte Ziel der Jedi ist im Normalfall Gutes tun und helfen, auch wenn dies nicht immer klappt oder durchführbar ist, während z.B. die Sith Leid und Tod anderer zumindest gleichgültig oder billigend in Kauf nehmen um ihr Ziel zu erreichen.
May the force be with you.

Donnerrabe's Avatar


Donnerrabe
01.25.2012 , 06:42 AM | #70
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“
Abraham Lincoln

Es ist nicht die Macht die Böse oder Gut ist. Es ist der Mensch der damit gutes oder böses tut.
Ich bin nicht hier um zu gewinnen. Ich bin hier um zu spielen.