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[Charaktergeschichte] Andersons Abschied

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[Charaktergeschichte] Andersons Abschied

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Lunama
04.04.2012 , 01:17 AM | #1
((Nachdem ich endlich einmal die Muse gefunden habe, habe ich endlich nach Jahren wieder meine Charakterstory weitergeschrieben und endlich mal in eine leserlische Form gebracht. Anbei danke an Nergalad fürs drüber sehen.)



Intro


Es sind mittlerweile fünf Jahre vergangen seit dem die Republik verhindert hat das sich unter Darth Malgus ein neues noch gefährlicheres Imperium erhobenhat.
Im Laufe der letzten Jahre konnte die Republik zahlreiche Siege verzeichnen und drängte die Expansion des Imperiums immer weiter zurück. Nicht zuletzt durch den unermüdlichen Einsatz vieler tausender Soldaten, die dafür ihr Leben ließen.
Besonders eine Einheit der Republik machte sich durch ihre Entschlossene Kommandantin einen Namen "Der Chaostrupp" die beste Sondereinheit der Republik geführt von Kommandantin Lane Anderson errungen mehrere Siege auf Correlia und Illum gegen das geschwächte Imperium und wendete öfters das Blatt zugunsten der Republik.
Das Imperium von inneren Machtkämpfen zerrissen steht kurz vor einer vernichtenden Niederlage.
Obwohl nach außen hin die Republik erstarkt scheint brodelt es im inneren. Kommandantin Anderson hat aufgrund eines Zerwürfnisses mit General Garza ihrer einstigen Förderin und Mentorin den Chaostrupp und die republikanische Armee verlassen.
Ihr derzeitiger Aufenthaltsort gilt als unbekannt.

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Lunama
02.14.2016 , 03:31 PM | #2
Kapitel 1

Verlorenes Glück

Lane saß auf ihrem Bett in ihrem kleinen Apartment und raffte sich erst langsam auf. Nur mit einem langen Shirt bekleidet stand sie auf und ging Zielstrebig zum Couchtisch in der Mitte des Raumes. Auf dem Tisch stand noch das leere Glas von gestern und die halbvolle Whiskyflasche. Lane schenkte sich gedankenverloren das Glas halb voll ein und ging mit dem Glas in der Hand in Richtung des großen Fensters. Die Fensterscheiben waren immer noch abgedunkelt. Man konnte nicht wirklich hineinsehen, aber Lane konnte das geschäftige Treiben draußen gut beobachten. Sie lehnte sich gegen den Fensterrahmen und nippte an ihrem Glas, der Whiskey brannte leicht in ihrem Hals und sie strich sich eine Haarsträhne zur Seite. Die Holowerbung auf der gegenüberliegenden Straßenseite war gerade erst angesprungen. Lane schätzte es musste mittlerweile gegen 12 Uhr sein, aber auf diesem Planeten wo man selten die Sonne oder etwas Anderes sah war das nur schlecht zu beurteilen.
Lane hatte sich vor einigen Monaten ein kleines Apartment direkt am Rande des Rotlicht Viertels auf Nar Shaddaa gemietet. Es sollte nur eine Übergangslösung sein. Lane hatte General Garza ihre Abzeichen und ihre Dienstidentifikation auf den Tisch geknallt. Als sie das tat war Garzas Gesicht eine steinerne Miene gewesen. Garzas letzte Worte an Lane halten ihr immer noch in ihren Schädel, worauf hin Lane ihr Glas ganz leerte.
Die wohlige Wärme die sich in ihrem Körper daraufhin ausbreitete vertrieb die Gedanken an Garza und sie erinnerte sich an die Tage danach.
Sie war von Coruscant mit der Fähre zur Flotte geflogen und packte ihre persönlichen Sachen in einen Sack - es war nicht viel.
Jorgen hatte versucht sie aufzuhalten, als sie mit ihren Paar Sachen Richtung Ausgang ging.
Das Schiff stand schon einige Tage im Hangar. Alle waren beurlaubt, nur der Wartungsdroide sollte da sein, aber Jorgen hatte auf sie gewartet. Er wartete immer auf sie, auf seinen Major. In Lanes Innentasche steckten bereits die Tickets nach Nar Shaddaa. Jorgen hätte wissen müssen das ihr Entschluss feststand, wissen müssen das nichts sie umstimmen konnte. Er kannte sie gut genug!
"Soldat, was soll der Scheiß?!" hörte Lane seine Stimme hinter sich. Sie dreht sich langsam um und Jorgen stand mit verschränkten Armen vor ihr.
Lane erwiderte leicht müde: "Jorgen komm mir nicht mit dem Scheiß. Ich habe keinen Bock auf so eine Diskussion und meine Entscheidung steht fest!"
Jorgan kam auf Lane zu, sie spürte seinen Atem auf ihrem Gesicht und seinen durchdringenden Blick.
"Also geht ihr einfach Major, lasst Eure Ideale, Eure Leute zurück... mich zurück?" Jorgans Augen waren nicht wütend erkannte Lane sofort. Sie waren voller Sorge und Verzweiflung. In keiner Schlacht hatte sie Jorgen je so gesehen. Vielleicht, weil er wusste, dass diese bereits entschieden war?
Lane hielt mühsam seinen Blick stand. Sie sah ihn an und sagte nur "Jorgen du weißt warum ich gehe. Wenn ihr bleiben wollt ist das Eure Sache. Ich habe Garza noch eine Nachricht zustellen lassen. Ich glaube, du kannst es dir denken, ich schlage dich als meinen Nachfolger vor. Du wirst dich gut um alle kümmern."
Lane wandte ihren Blick von Jorgen ab, sie wollte ihn nicht so sehen. Er sollte der unnachgiebige harte Jorgen in ihren Erinnerungen bleiben - den Jorgen den sie auf Ord Mantell noch so wenig leiden konnte und der in ihr einen unfähigen Rekruten gesehen hatte! Lane kam es in jenem Moment vor, als wäre dies ein ganz anderes Leben gewesen.
Jorgan bemerkte Lanes Verhalten und legte seine Hände auf ihre Schultern. Sein Gesicht kam noch näher an ihres heran und flüsterte ihr zu. "Lane, es gibt andere Wege, wirf nicht alles hin. Ich bin für dich da, immer..."
Lane kämpfte mit den Tränen. Sie wusste sie tat Jorgen damit weh, aber ihr Entschluss stand fest. "Jorgan, du bist lange genug Soldat und hast viele kommen und gehen sehen. Das ist nun mal der Lauf der Dinge. Es ist wenig professionell wenn dich ein Soldat mehr kümmert als ein anderer." ihre Stimme bemühte sich um einen ruhigen Tonfall.
Aber Lane kannte Jorgen und die Antwort auf die Frage warum er sie nicht einfach gehen lassen konnte. Dorne, Vik sie hätten gehen können, es hätte ihn kaum berührt. Bei ihr war es was Anderes.
Lane musste kurz innerlich schmunzeln, und an den Tag denken als sich der Cathar verplappert hatte. Nach einem schwierigen Einsatz hatte der ganze Trupp zusammen mit den Todesschützen ausgelassen in einer Cantina gefeiert. Jorgen war das erste Mal seitdem sie ihn kannte ausgelassen gewesen und er hatte gut mit Lane getrunken. Selbst Vik nahm sich zurück als er merkte, dass er nicht so einfach mithalten konnte. Ein junger Lieutnant der Todesschützen hatte Lane zum Tanzen aufgefordert, er zitterte wie Espenlaub. Lane hatte Mitleid mit ihm und sagte zu. Die anderen Jungs aus der Einheit beobachteten ihren Kameraden und sie wollte ihn nicht ihrem Spott aussetzen, zumal es ja sehr mutig von ihm war zu fragen. Lane ging mit ihm auf die Tanzfläche, sah zurück und konnte in Jorgans Gesicht ziemlichen Unmut erkennen. Lane war nicht sicher wie sie Jorgans Gesichtsausdruck deuten sollte.
Gerade in diesem Moment wechselte die Cantinaband ihre Stilrichtung und spielte einen ruhigen Lovesong, was den übrigen Tanzpaaren gut gefiel, denn nun tanzten diese eng umschlungen.
Der junge Lieutnant wusste nun gar nicht mehr was er tun sollte und traute sich nicht Lane anzufassen. Lane schenkte ihm ein Lächeln und flüsterte ihm zur Beruhigung etwas ins Ohr. Woraufhin der junge Soldat nickte und tatsächlich seine Arme um Lanes Hüften legte. Lane legte ihre Arme um seine Schultern. Er war etwas größer als sie und dadurch passte es gut. Lane entspannte auf der Tanzfläche. Seit ewigen Zeiten war sie einfach mal Lane, Lane eine Frau, kein Major, kein Kommandantin die über Leben anderer entscheiden musste.
In ihrer Ausbildung war sie öfters mal mit den anderen Rekruten zum Feiern unterwegs gewesen. Die Kerle hatten steht's die Sau raus gelassen, aber Lane erlaubte sich sowas nicht. Schließlich hatte sie ein Ziel vor Augen und als Frau war man zu leicht abgestempelt - dieses Denken hatte sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Zwar gab es in ihrer Laufbahn viele Kollegen die ihr eindeutige Angebote machten, sie ließ aber jeden davon abblitzen. Und jetzt gerade in diesem Moment fragte sie sich ob das nicht ein riesen Fehler war. Sie stellte sich schon seit einiger Zeit, um genau zu sein seit dem Abend mit Jonas, die Frage ob ihr Verhalten immer richtig gewesen war. Jonas Balker war irgendwie anders gewesen, seine Art mit ihr zu reden war etwas Besonderes. Er respektierte zwar ihren Rang und verhielt sich durchaus professionell aber er zeigte ohne Angst Interesse an der Frau hinter dem Rang. Er nutzte jede kleine Gelegenheit aus um mit ihr zu flirten, egal wie einseitig es auch war und wie oft Lane ihn zurückwies.
Anfangs konnte sie das gar nicht leiden. Vor allem wenn Jonas versuchte die Situation mit Small Talk aufzulockern. Er fragte dann nach ihrem Privatleben und das war Lane zuwider. Nicht einfach, weil es ihn nichts anging, sondern weil sie ihm nichts zu erzählen hatte. Seit ihrem Eintritt in die Arme hatte sie einfach keins mehr.
Auf einmal wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Jorgen war zu ihr auf die Tanzfläche gekommen und schickte den sichtlich enttäuschten Lieutnant fort. Jorgen nahm seinen Platz auf der Tanzfläche ein und auf einmal waren Lane und Jorgen sich ganz nahe. Ein komisches Gefühl beschlich Lane, aber sie dachte es wäre schier Einbildung. Jorgen sah Lane mit einem leicht verzogenen lächeln an und sagte zu ihr: "Ich kann den Jungen gut verstehen, auch wenn es dreist war Euch um diesen Tanz zu bitten, seine Freunde haben sich sicher dieses Stück für ihn gewünscht."
Lane erwiderte Jorgans Lächeln. "Davon gehe ich stark aus, sie haben ihn ja trotz der attraktiven und leicht bekleideten Tänzerinnen keine Minute aus den Augen gelassen."
Jorgen sah Lane tief in die Augen. "Nun leicht bekleidete Tänzerinnen sind einfach nicht jedermanns Sache, manchmal kann eine bis an die Zähne bewaffnete Frau in Uniform sehr sexy sein." Lanes Gesicht errötete unmerklich und sie sah Jorgen leicht irritiert an.
"Ihr werdet ja ganz rot Major, vielleicht sollten wir an die frische Luft gehen." Lane nickte knapp und ging voran Richtung Ausgang.
Lane und Jorgen gingen nach draußen an die frische Luft. Man konnte fast meinen die Sterne zu sehen, aber nur fast. Die ganzen Holowerbungen und die Lichter der endlosen Stadt erhellten den Himmel so stark, dass einzelne Sterne mit ihrem Leuchten keine Chance hatten. Lane sah Gedankenverloren in den Himmel als ein kalter Wind wehte und sie leicht frösteln ließ.
Jorgen hatte seine Jacke ausgezogen und legte sie ihr über die Schultern. Sie lächelte ihn an und dankte ihm mit einem knappen nicken. Jorgen ohne Kampfrüstung und schwerer Sturmkanone zu sehen war seltsam, vor einem Jahr hätte sie noch darauf gewettet das er mit seiner Uniform und Waffe zu Bett ging.
Als sich in Lanes Kopf dieses Bild vom schlafenden Jorgen in Kampfmontur aufbaute, neben seiner Sturmkanone liegend, konnte sie sich ein amüsiertes Lächeln nicht verkneifen. Jorgen sah sie darauf fragend an und lächelte. "Das steht Euch", flüsterte er ihr ihr ins Ohr. Er war ihr beim Anlegen der Jacke über ihre Schultern sehr nahegekommen und nicht wie sonst danach wieder auf Abstand gegangen.
Lanes Blick wurde ein wenig ernster als er das sagte und sie zog seine Jacke enger um sich. Dann sagte sie knapp: "Wir sollten zum Schiff zurückgehen, Morgen ist der Urlaub vorbei." Lane ging daraufhin mit festem Schritt Richtung Taxistand. Jorgen sah leicht irritiert zurück zur Cantina wo die anderen noch waren und feierten und folgte dann Lane.
Jorgen hatte sie schnell wieder eingeholt. Während der Taxifahrt zum Raumhafen wechselten sie kein Wort miteinander. Sie schritten von der Promenade zum Raumhafen und dann in den Fahrstuhl zum Hangar Dock wo ihr Schiff stand.
Jorgen betrat als Erster das Schiff und sah sich kurz um bevor er sich an Lane wandte. "Soll ich die anderen übers Kom rufen?" Lane sah ihn mit einem funkelnden Blick an und zuckte leicht mit den Schultern bevor sie zu Jorgen sagte, "Wieso? Sie haben sich den Urlaub bis zur letzten Minute verdient und mal ohne uns zu sein tut ihnen ganz gut." Während sie das sagte, streifte sie Jorgens Jacke ab und auch ihre eigene.
Jorgen nickte ihr zu, während Lane Richtung Kabine sah, ihren Zopf öffnete und sich mit der rechten Hand durch die Haare fuhr. Sie lächelte ihm zu und meinte knapp in einem leicht süffisanten Tonfall: "Oder hast du Angst mit mir alleine auf dem Schiff zu sein?" Während sie das sagte ging sie zu ihrer Kabine. Jorgen war leicht irritiert über ihren Spruch und wollte wie immer das letzte Wort haben weshalb er ihr in die Kabine folgte. Lane zog ihr Hemd aus und stand nun so vor Jorgen. Er wurde sichtlich rot, bekam kein Wort heraus und wollte sich gerade umdrehen um zu gehen, als Lane den Schalter betätigte und ihre Kabinentür zu ging.
Er drehte sich mit einem Lächeln zu ihr um und ...
Aus ihren Gedanken gerissen landete Lane wieder im hier und jetzt. Das mit Jorgen war Vergangenheit. Er hatte sich damals entschieden und sie aufgegeben. Sie hatte es akzeptiert und auch er musste akzeptieren, dass es kein Zurück mehr gab.
Lane stieß Jorgen sanft aber bestimmt zu Seite und verließ das Schiff mit ihrem wenigen Gepäck.
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Lunama
02.14.2016 , 03:35 PM | #3
Kapitel 2

Der Agent

Immer noch den trüben Gedanken der Vergangenheit nachjagend wurde Lanes Aufmerksamkeit geweckt als ihr Datenpad zu leuchten anfing: Eine Mail war frisch eingegangen. Sie runzelte die Stirn und starrte das kleine Pad auf dem Sofa an.
Sie hatte es sich letzte Woche besorgt und gestern in einer Muse Stunde mit dem Einrichten angefangen. Sie wusste gar nicht warum. Früher auf dem Schiff hatte sie stets eins dabeigehabt. Gefüllt mit Vorbesprechungen, Planungen, Dienstplänen, Einsatzdetails ... der ganze Scheiß eben den man immer griffbereit hatte.
Sie hatte sich ein neues Konto eingerichtet, aber niemand kannte es. Sie hätte auch gar nicht gewusst wem sie hätte schreiben sollen. Jorgen? Nein sicherlich nicht. Elara? … sie schmunzelte kurz. Die Hutten waren für ihre Werbung bekannt, ihre Versuchungen die überall auf dem Planeten lockten, die Versprechungen... Lane war sich sicher das auf den Pad nur um eine Massenwerbung handel konnte von irgendeinen beschissenen Senderdroiden der die Gegend abflog.
Lane schlenderte zum Pad. Das kleine blinkende grüne Licht am Seitenrand des flachen Gehäuses nervte sie. Die Reizüberflutung auf diesem Planeten war ihr zuwider, dennoch war es einer der wenigen Planeten die perfekt waren um einfach abzutauchen.
Sie hatte in der ersten Woche auf Nar Shaddaa direkt Kontakt mit einigen Informationsmaklern aufgenommen, alles diskret versteht sich. Der Makler konnte ihr helfen unterzutauchen, er war diskret stellte keine Fragen. Natürlich wusste er wer Sie war, aber in so einen Berufszweig stellt man den Kunden keine Unangenehmen Fragen oder warum derjenige seine Identität wechseln wollte inklusive biochemischer Signaturen. Es sollte einige Wochen dauern alles in die Wege zu leiten, aber damit hatte Lane ohnehin gerechnet. Sie hatte gelernt an wen man sich wenden konnte, wen man meiden musste. Als ehemaliger Kommandant des Chaos Trupps war man für viele Gruppierungen ein interessantes Ziel, nicht nur für imperiale.
Sie war jetzt alleine, kein Team das ihr den Rücken stärkte, kein Zugang zu Ressourcen der Republik und mit ihrem Lebenslauf musste man nun wirklich nicht hausieren gehen. Klar hätte es den ein oder anderen interessierten Hutten gegeben der ihr einen lukrativen Job bot, schon alleine des Prestiges wegen und der wenig schmeichelhaften Tatsache, dass sie hier als halbwegs attraktive Frau ohnehin eine interessante Ware darstellte. Aber all das kam für sie nicht in Frage. Sie wollte mit dem ganzen Scheiß Schluss machen, das alte Leben hinter sich lassen. Jedenfalls versuchte sie sich das einzureden.
Ein wisch über das Display und schon erwachte das Pad zum Leben, der Schirm flimmerte wenigstens nicht in diesem zu hellen Ton wie die meisten billigteile. Als sie zu ihrem Konto ging und die Nachricht öffnete, verschwand für den Bruchteil einer Sekunde ihre Gelassenheit. Sofort wanderte ihr Blick zum Bett wo ihre Blaster lag. Gebannt schaute sie mit angespanntem Körper zur Tür als sie die folgenden Zeilen vom Datenpad las:

[Fortsetzung folgt im Starzine 5]
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Lunama
03.18.2016 , 04:15 PM | #4
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Absender: XXXX

Empfänger: ..........





Hey,

Whiskey am Morgen, ernsthaft?

Ich bring Kaffee und was zu essen mit. Dich zu beschatten ist anstrengend.

Wir müssen reden, also schieß nicht gleich. Ich werde das schwachsinnige System von „erst Schießen dann Fragen“ nie verstehen - erschwert einem nur die Arbeit und die ganze Sauerei will auch keiner hinterher wegmachen. Nicht, dass hier sowas auffallen würde, aber ich hab keinen Bock mir hier was wegen einer falsch gereinigten Schusswunde einzufangen.


Also halt deine Waffe still, bis gleich.






JB

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Bei den letzten Zeilen musste sie schmunzeln. Es gab nur einen Kerl der sie auf diesem Drecksmond unbemerkt beschatten könnte. Jonas Balker dieser verdammte SID Agent - er war der letzte Mann den Lane in ihren Leben wiedersehen wollte.
Lane war sauer, auf sich, auf ihn. Genau in diesem Moment klopfte es an der Tür.
Lane ging Richtung Bett, holte ihre Blasterpistole und betrachtete sie kurz. Dann schlenderte sie zum Sofa dessen Seitenende Richtung Tür zeigte, lehnte sich lässig dran und richtete die Waffe auf die geschlossene Tür. Einen Moment war sie versucht zu schießen. Nicht weil sie Jonas verletzen wollte, wobei er es verdient hätte. „Nur ein kleiner Schreck“ dachte sie sich schmunzelnd. Ihr rechter Mundwinkel ging bei dem Gedanken leicht nach oben. Dann wurde sie wieder ernst als Jonas das zweite Mal klopfte.
"Es ist offen." Auf der anderen Seite wurde nichts erwidert, der Knauf der Tür drehte sich. Sie hatte wahrscheinlich die letzte Absteige Nar Shaddaas ausgewählt - ohne Karten oder Biosicherheitsschlösser. Aber in diesem Teil Nar Shaddaas gab es nichts zu holen, wofür also die Mühe?
Die Tür ging einen Spalt auf und dann noch ein Stück. Jonas trat herein, in der einen Hand balancierte er in einem Pappgestell zwei Kaffeebecher in der anderen hatte er eine Tüte, was wahrscheinlich das Frühstück oder vielleicht schon Mittagessen darstellen sollte. Lanes Magen drehte sich um, waren ihre letzten zwei Mahlzeiten doch eher in flüssiger und brennender Form gewesen, sie blickte kurz zur leeren Flasche.
Jonas war mittlerweile ganz hereingekommen und stieß die Tür mit seinen linken Ellenbogen zurück. Einen leichten Tritt später war die Tür endgültig zu.
Er musterte Lane kurz, sah ihre Waffe in der rechten Hand schaukeln und lächelte.
"Hast du meine Nachricht nicht gelesen?" fragte er mit einem Lächeln.
Es war komisch nach all der Zeit seine Stimme zu hören und wie er vor ihr stand als wäre nie etwas gewesen.
Lane schmunzelte, "Doch hab ich. " Sie senkte ihren Blick zum Blaster in ihrer rechten Hand, dann stieß sie sich leicht mit ihrem Becken von der Sofalehne ab. Sie drehte sich zum Tisch um, streckte sich leicht beim Bücken und legte die Waffe auf den Tisch.
Ihr fiel ein, dass sie immer noch nicht mehr als ihre Unterhose und ein Shirt trug. Als sie sich wieder zu Jonas umdrehte war dieser schon ein ganzes Stück auf sie zugekommen. Er war nur wenige Schritte entfernt ... dann ganz nah. Er reichte ihr den Kaffee und die Tüte mit Gebäck.
"Du mochtest ja dieses schrecklich süße Zeug." Er ging ohne auf eine Aufforderung zu warten an ihr vorbei und setze sich auf den Sessel der gegenüber dem Sofa stand.
"Süßes Zeug? Ich weiß nicht was du meinst. " Lane setzte sich aufs Sofa und nippte am schwarzen Kaffee. Eine wohlige Wärme kroch durch ihren Körper. Eigentlich war sie ja kein großer Fan von Kaffee, aber über die Zeit hatte sie sich dran gewöhnt. Es floss einfach unbemerkt in den Alltag mit ein, ein Ritual ähnlich wie das kontrollieren seiner Ausrüstung vor einem Einsatz und das Reinigen der Waffe davor und danach.
Jonas legte seinen rechten Arm auf die Lehne des Sessels und musterte das runtergekommene Apartment in dem Lane wohnte. Dann runzelte er die Stirn und sah zu ihr. Lane erwiderte kurz seinen Blick, dann flüchtete sie mit den Augen und widmete sich der Papiertüte mit irgendwelchen Gebäckteilen. Lane hatte gelogen. Sie wusste worauf er anspielte, aber das hätte nur Wunden aufgerissen und das wollte sie vermeiden. Aber schon bei Jonas Nachricht hatte sie das ungute Gefühl im Magen, dass er es nicht dabei belassen würde. Ein Kaffee unter alten Bekannten und nicht mehr wäre auch zu einfach gewesen.
Jonas räusperte sich, damit Lane gezwungen war ihn wieder anzusehen, aber sie machte ihm den Gefallen nicht. Langsam öffnete sie die Tüte und holte eins der Gebäckstücke heraus, ein kleiner gebackener Teig, geformt wie eine Kugel mit viel zu viel Puderzucker, das schon beim Herausnehmen fein nach unten rieselte. Lane biss ein Stück ab. Sie konnte nicht glauben, dass er sich noch daran erinnerte. Innerlich musste sie schmunzeln, aber nach außen Tat sie alles um ihre Gedanken vor ihm zu verbergen.
"Also das ist es nun? Lane, das kann doch nicht dein Ernst sein. Ich versteh ja, dass du Ausgestiegen bist, aber sowas. Wie lange meinst du hältst du alleine ohne Verbündete durch?" Jonas Ton war leicht aggressiv und von ehrlicher Sorge erfüllt. Lane sah zu ihm auf, diesmal hielt sie seinen Blick stand. "Wie immer so lange wie nötig," sie schmunzelte ihn an, aß das letzte Stück und verschloss die Tüte wieder.
Sie lehnte sich nach hinten im Sofa zurück.
"Was soll ich deiner Meinung machen, die Scheiße weiterlaufen lassen und die gute Soldatin spielen? Kein Interesse… und wehe du kommst mit so einem Unsinn das ich zu euch kommen soll." Lane sah zur Decke, sie hatte das Gefühl einen Stein im Magen zu haben.
Jonas lehnte sich im Sessel nach vorne, seine Hände legte er auf den Tisch. Es schien fast so als wolle er ihn am liebsten wie in einem Comic aus dem Fenster werfen.
"Lane, ich würde dir am liebsten den Hintern versohlen und sagen ich hab es dir gesagt. Und verdammt du weißt es. Ich weiß es, ich weiß alles Lane. Aber mir waren die Hände gefesselt. Den größten Teil habe ich erst bei Garzas Anhörung erfahren. Klar war es eine einzige Farce. Aber du kannst nicht alles hinschmeißen und das weißt du verdammt noch einmal selbst."
Jonas seufzte laut dann stieß er sich vom Tisch ab und stand auf. Lane beobachtete ihn aus den Augenwinkeln heraus. Es hatte sich nichts geändert. Jonas hatte diese Angewohnheit, wenn er keinen Plan in der Hinterhand hatte, sich zu bewegen, auf und ab zu gehen und sich dabei was zu überlegen. Meist kam dabei sogar etwas halbwegs Vernünftiges raus. Aber dieses Mal war sich Lane da nicht sicher.
Sie schaute wieder zu ihm, er stand mit den Rücken zu ihr, hatte seine Arme offensichtlich verschränkt.
Als sie seufzte drehte er sich zu ihr um. "Es tut mir leid Jonas," sie schnappte nach Luft und Atmete tief ein und aus. "Was zur Hölle erwartest du von mir. Und denk nicht einmal drüber nach ich gehe nicht zurück."
Jonas Blick musterte ihr Gesicht. Er wusste, egal was er sagen würde, er würde sie weder umstimmen noch irgendwie die Zeit zurückdrehen können.
"Erinnerst du dich an unser letztes Treffen auf Nar Shaddaa? An das Hotelzimmer und diese verrückte Sache auf Illum die alles kaputt gemacht hat?"
Lane sah ihn mit traurigem Blick an. Mit fester Stimme versuche sie die Erinnerungen daran zurückzudrängen. "Klar, wie hätte ich das vergessen können, aber Illum war nicht schuld - zu mindestens nicht alleine. Du bist abgehauen, ich hab Monatelang auf eine Nachricht von dir gewartet."
Die Erinnerungen kehrten wie eine unaufhaltsame Welle in Lanes Gedächtnis zurück. Was hätte sie dafür gegeben in diesem Moment darin zu ertrinken.
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Lunama
03.22.2016 , 02:27 AM | #5
Kapitel 3
Verschenkte Gelegenheit
(FSK 18)
http://yu-force.blogspot.de/2016/02/...x-none_18.html


Kapitel 4
(FSK 18)
Der Morgan
http://yu-force.blogspot.de/2016/02/...x-none_21.html


Kapitel 5
Vorbereitungen
http://yu-force.blogspot.de/2016/03/kapitel-5_3.html


Kapitel 6
Ein alter Plan, ein neuer Traum
http://yu-force.blogspot.de/2016/03/kapitel-6.html
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03.22.2016 , 02:46 AM | #6
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04.09.2016 , 06:40 AM | #7
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