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[Charaktergeschichte] Andersons Abschied

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[Charaktergeschichte] Andersons Abschied

Lunama's Avatar


Lunama
04.04.2012 , 01:17 AM | #1
((Die ist nur der erste Teil meiner Charaktergeschichte, fürs Rp hab ich die Namen leicht verändert. Da nicht jeder Soldat die gleiche Dorne heiraten kann etc. ))



Lane sitzt in ihrem Bett in ihrem kleinen Apartment, sie rafft sich erst langsam auf. Nur mit einen langen Shirt bekleidet steht sie auf und geht Zielstrebig zum Couchtisch in der Mitte des Raumes. Auf den Tisch standen noch das leere Glas von gestern und die halbvolle Whiskyflasche.
Lane schenkt sich gedankenverloren das Glas halb voll ein und geht mit dem Glas in der Hand in Richtung des großen Fensters. Die Fensterscheiben waren immer noch abgedunkelt, man konnte nicht wirklich hineinsehen, aber Lane konnte das geschäftige Treiben draußen gut beobachten. Sie lehnt sich gegen den Fensterrahmen und nippt an ihrem Glas, der Whiskey brennt leicht in ihren Hals und sie streicht sich eine Strähne zur Seite. Die Holowerbung auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist gerade erst angesprungen. Lane schätzte das es mittlerweile gegen 12 Uhr sein musste, aber auf diesen Planeten wo man selten die Sonne oder etwas anderes sah konnte man das schlecht beurteilen.
Lane hatte sich vor einigen Monaten ein kleines Apartment direkt am Rande des Rotlicht Viertels gemietet auf Nar Shaddaa. Es sollte nur eine Übergangslösung sein. Lane hatte General Garza ihre Abzeichen und ihre Dienstidentifikation auf den Tisch geknallt. Als sie das tat war Garzas Gesicht eine steinerne Miene gewesen, Garzas letzte Worte an Lane halten ihr immer noch in ihren Schädel, worauf Lane hin ihr Glas ganz leerte.

Die wollige Wärme die sich in ihren Körper daraufhin ausbreitete vertrieb die Gedanken an Garza und sie erinnerte sich an die Tage danach.
Sie war von Coruscant mit der Fähre zur Flotte geflogen und packte ihre persönliche Sachen in einen Sack, es war nicht viel.
Jake hatte versucht sie aufzuhalten, als sie mit ihren Paar Sachen Richtung Ausgang ging.

Das Schiff stand schon einige Tage im Hangar, alle waten beurlaubt nur der Wartungsdroide sollte da sein, aber Jake hatte auf sie gewartet. er wartete immer auf sie, auf seinen Major. In Lanes Innentasche steckten bereits die Tickets nach Nar Shaddaa, Jake hätte wissen müssen das ihr Entschluss fest stand, wissen müssen das nichts sie umstimmen konnte. Er kannte sie gut genug!
"Soldat, was soll der Scheiß?!" hörte Lane seine Stimme hinter sich. Sie dreht sich langsam um und Jake stand mit verschränkten Armen vor ihr.
Lane erwiderte leicht müde, "Jake komm mir nicht mit dem Scheiß. Ich habe keinen Bock auf so eine Diskussion und meine Entscheidung steht fest!"
Jake kam näher auf Lane zu, sie spürte seinem Atem auf ihren Gesicht und seinen durchdringenden Blick.
"Also geht ihr einfach Major, lasst Eure Ideale, Eure Leute zurück,...mich zurück?" Jakes Augen waren nicht wütend oder so, dass erkannte Lane sofort. Sie waren voller Sorge und Verzweiflung. In keiner Schlacht hatte sie je Jake so gesehen, vielleicht weil er wusste, dass diese bereits entschieden war?!
Lane hielt mühsam seinen Blick stand. Sie sah ihn an und sagte nur "Jake du weißt warum ich gehe. Wenn ihr bleiben wollt ist das Eure Sache. Ich habe Garza noch eine Nachricht zu stellen lassen. Ich denke, du kannst es dir denken, ich schlage dich als meinen Nachfolger vor. Du wirst dich gut um alle Kümmern.
Lane wandte ihren Blick von Jake ab, sie wollte ihn so nicht sehen. Er sollte der unnachgiebige hatte Jake in ihren Erinnerungen bleiben, denn Jake den sie auf Ord Mantell noch so wenig leiden konnte und der in ihr einen unfähigen Rekruten sah! Lane kam es in jenen Moment vor, als wäre dies ein ganz anderes Leben gewesen.
Jake bemerkte Lanes Verhalten er legte seine Hände auf ihre schultern. Sein Gesicht kam noch näher an ihres heran und er flüsterte zu ihr, so dass sie sich wieder zu ihm umdrehen musst. "Lane, es gibt andere Wege, wirf nicht alles hin. Ich bin für dich da, immer..."

Lane kämpfte mit den Tränen sie wusste das sie Jake damit weh tat, aber ihr Entschluss stand fest. "Jake, ihr seid lange genug Soldat und habt viele kommen und gehen sehen, dass ist nun mal der Lauf der Dinge. Es ist wenig professionell wenn Euch ein Soldat mehr kümmert als ein anderer."

Aber Lane kannte gut genug die Antwort, die Antwort warum Jake sie nicht einfach gehen lassen konnte. Ellena, Vin sie hätten gehen können es hätte ihn kaum berührt, aber bei ihr war es was anderes.
Lane musste kurz innerlich schmunzeln, und an den Tag denken als der Cather hatte sich verplappert. Nach einem schwierigen Einsatz hatte der ganze Trupp zusammen mit den Todesschützen ausgelassen in einer Cantina gefeiert. Jake war das erste Mal seid dem sie ihm kannte ausgelassen gewesen und er hatte gut mit Lane getrunken, selbst Vin nahm sich zurück als er merkte das er nicht so einfach mit halten kann. Ein junger Lieutnant der Todesschützen hatte Lane zum Tanzen aufgefordert, er zitterte wie Espenlaub. Lane hatte Mitleid mit ihm und sagte zu, zumal die anderen Jungs aus der Einheit ihren Kameraden beobachten und sie ihm nicht ihren Spott aussetzen wollte, zumal es ja sehr mutig von ihm war zu fragen. Lane ging mit ihm auf die Tanzfläche und sah zurück und konnte in Jakes Gesicht einen ziemlichen Unmut erkennen. Lane war sich damals nicht sicher wie sie Jakes Gesichtsausdruck deuten sollte.
Gerade in diesen Moment wechselte die Cantinaband ihren Stilrichtung und spielte einen ruhigen Lovesong, was den übrigen Tanzpaaren gut gefiel und diese nun eng umschlungen tanzten.
Der junge Lieutnant wusste nun gar nicht was er tun sollte und traute sich nicht Lane an zu fassen, Lane schenkte ihn ein Lächeln und flüsterte ihn zu Beruhigung was ins Ohr. Woraufhin der junge Soldat nickte und tatsächlich seine Arme um Lanes Hüften legte. Lane legte ihre Arme um seine Schultern, er war etwas größer als sie dadurch passte es ganz gut. Lane entspannte auf der Tanzfläche, seid ewigen Zeiten war sie einfach mal Lane, Lane eine Frau, kein Major, kein Kommandant die über Leben und Tod entscheiden musste.

In ihrer Ausbildung war sie öfters mal mit den anderen Rekruten unterwegs gewesen Feiern, die Kerle haben steht's die Sau raus gelassen, aber Lane erlaubte sich so was nicht. Schließlich hatte sie ein Ziel vor Augen und als Frau war man zu leicht abgestempelt, dieses Denken hatte sich seid Jahrhunderten nicht verändert. Zwar gab es in ihrer Laufbahn viele Kollegen die ihr eindeutige Angebote machte, aber Lane ließ jeden davon abblitzen. Und jetzt gerade in diesen Moment fragte sie sich nicht ob das ein rießen Fehler war. Sie stellte sich schon seit einiger Zeit diese Frage, um genau zu sein seid dem Streit mit dem SID Agenten Jonathan Balkers. Jonathen war irgendwie anders gewesen, seine Art mit ihr zu reden. Er respektierte zwar ihren Rang und verhielt sich durchaus Professional aber er zeigte ohne Angst Interesse an der Frau hinter den Rang. Er nutzte jede kleine Gelegenheit aus um mit ihr zu flirten, egal wie einseitig es auch war und wie oft Lane ihn zurück wies.
Anfangs konnte sie das gar nicht leiden, vor allem wenn Jonathen immer versuchte mit Small Talk die Situation aufzulockern. Er fragte dann nach ihren Privatleben und das war Lane zuwider. Nicht einfach weil es ihn nichts anging, sondern weil sie ihn nichts zu erzählen hatte. Seid ihrem Eintritt in die Arme hatte sie einfach keines mehr.

Auf einmal wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Jake war zu ihr auf die Tanzfläche gekommen und schickte den sichtlich enttäuschten Lieutnant fort. Jake nahm seinen Platz ein auf der Tanzfläche und auf einmal waren Lane und Jake sich ganz nahe. Ein komisches Gefühl beschlich Lane, aber sie dachte es wäre schier Einbildung. Jake sah Lane mit einen leicht verzogenen lächeln an und sagte zu ihr "Ich kann den Jungen gut verstehen, auch wenn es dreist war Euch um diesen Tanz zu bitten, seine Freunde haben sich sicher dieses Stück für ihn gewünscht."
Lane erwiderte Jakes Lächeln. "Davon gehe ich stark aus, sie haben ihn ja keine Minute aus den Augen gelassen und das trotz der attraktiven und leicht bekleideten Tänzerinnen."
Jake sah Lane tief in die Augen. "Nun leicht bekleidete Tänzerinnen sind einfach nicht jeder Manns Sache, manchmal kann eine Frau in einer Uniform bis an die Zähne bewaffnet sehr sexy wirken."
Lanes Gesicht errötete unmerklich und sie sah Jake leicht irittiert an.
"Ihr werdet ja ganz rot Major, vielleicht sollten wir an die frische Luft gehen." Lane nickte knapp und ging voran Richtung Ausgang.[/justify]
Lane und Jake gingen an die frische Luft nach draußen, man konnte fast meinen die Sterne zu sehen, aber nur fast. Die ganzen Holowerbungen und die Lichter der endlosen Stadt erhellten den Himmel so stark, das einzelne Sterne mit ihren Leuchten keine Chance hatten. Lane sah Gedankenverloren in den Himmeln als ein kalter Wind wehte und sie leicht fröstelte.
Jake hatte seine Jacke ausgezogen und legte sie Lane über die Schultern, Lane lächelte ihn an und dankte ihn mit einen knappen nicken. Jake ohne Kampfrüstung zu sehen und schwerer Sturmkanone war seltsam, vor einem Jahr hätte sie noch darauf gewettet das er mit seiner Uniform und Waffe zu Bett geht.
Als sich in Lanes Kopf dieses Bild aufbaute vom schlafenden Jake in Kampfmonture wie er neben sich seine Sturmkanone liegen hatte konnte sie sich ein amüsiertes Lächeln nicht verkneifen. Jake sah sie darauf Fragend an und lächelte sie an. "Das steht Euch", flüsterte ihr Jake ins Ohr. Er war ihr beim Anlegen der Jacke über ihre Schultern sehr nahe gekommen und nicht wie sonst danach wieder auf Abstand gegangen.
Lanes Blick wurde ein wenig ernster, als er das sagte, sie zog seine Jacke enger um sich. Dann sagte sie knapp "Wir sollten zum Schiff zurückgehen Morgen ist der Urlaub vorbei." Lane ging daraufhin mit festem Schritt Richtung Taxistand, Jake sah leicht irritiert zurück zur Cantina wo die anderen noch waren und folgte dann Lane.
Jake hatte Lane schnell wieder eingeholt, sie wechselten während der Taxifahrt zum Raumhafen kein Wort miteinander. Sie Schritten von der Promenade zum Raumhafen und dann in den Fahrstuhl zum Hangerdock, wo ihr Schiff stand.
Jake betrat als erster das Schiff und sah sich kurz um, bevor er sich an Lane wandte. "Soll ich die anderen übers Kom rufen?" Lane sah ihn mit einem funkelnden Blick an und zuckte leicht mit den Schultern bevor sie zu Jake sagte, "Wieso, sie haben sich den Urlaub bis zur letzten Minute verdient und mal ohne uns zu sein tut ihnen ganz gut." Während sie das sagte, streifte sei Jakes Jacke ab und auch ihre eigene.
Jake nickte ihr zu, während Lane Richtung Kabine sah und ihren Zopf öffnete und sich durch die Haare mit der rechten Hand fuhr. Sie lächelte Jake zu und meinte knapp in einen leicht süffisanten Tonfall. "Oder habt ihr Angst alleine mit mir auf dem Schiff zu sein?" Während sie das sagte ging sie zu ihrer Kabine. Jake war leicht irritiert über ihren Spruch und wollte wie immer das letzte Wort haben und folgte ihr in die Kabine. Lane zog ihr Hemd aus und stand nun so vor Jake, Jake wurde sichtlich rot und bekam kein Wort heraus und wollte sich gerade umdrehen um zu gehen, als Lane den Schalter betätigte und ihre Kabinentür zu ging.
Er drehte sich zu ihr um, ein Lächeln machte sich auf seinen Mund und griff nach Lane und zog sie eng zu sich heran...

Aus ihren Gedanken gerissen landete Lane wieder im hier und jetzt, das mit Jake war einmal, er hatte sich damals entschieden und sie aufgegeben. Sie hatte es akzeptiert und auch er musste akzeptieren, dass es kein Zurück mehr gab.
Lane stieß Jake sanft aber bestimmt zu Seite und verließ das Schiff mit dem wenigen Gepäck was sie hatte.