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seyx
06.18.2014 , 01:06 AM | #2
Kapitel 1: Wie jagt man eine Antwort?

Dharyn stand vor einem Terminal in der Bibliothek auf Tython.
Sie hatte die anderen Ratsmitglieder gebeten sie dort zu teffen.

Während sie auf Jedi-Wächterin Deehlara und der Revolverheldin Cataina wartete – Meister Jomrianor war zurzeit unabkömmlich; er befand sich auf einer geheimen Mission mit seiner Flugstaffel irgendwo im Outer Rim- durchforstete die Jedi-Meisterin einige Anfragen, die sie gestellt hatte.

Schon seit sie die Gilde übernommen hatte, bekam sie ohne Aufforderung die medizinischen Akten der neuen Rekruten sowohl von der Flotte, als auch von Tython zugesandt.
Früher hatte sie sich dabei nichts gedacht, doch seit sie in dem einen Datapad eben genau solche Akten entdeckte, wollte sie nun genaueres wissen.

Es stellte sich heraus, dass Meister Yaran dies veranlasst hatte. Zudem schien er bei seinen Rekrutierungen nicht zufällig vorgegangen zu sein.
Die medizinischen Daten bewiesen, dass er nach etwas suchte, was genetisch weitervererbt werden konnte, aber nicht bei jedem Vorhanden war.
Einige Rekruten, bei denen sich der medizinische Test als negativ herausstellte, wurden auch wieder aus der Gilde entlassen.
An ein paar der Namen erinnerte sich Dharyn sogar noch. Viele waren aber vor ihrer Zeit in der Gilde gewesen.
Dharyn runzelte die Stirn. Die genetischen Daten, nach denen Meister Yaran gesucht hatte, waren nicht einfach zu finden.
Sie schienen vollkommen wilkürlich in der DNA enthalten zu sein, und waren auch nie gleich -ausser innerhalb einer Familie. Eher wie Fragmente eines ganzen.
Alle, die bei seinem Weggang in der Gilde waren, haben diese Fragmente. Also auch sie selbst. Aber was für Fragmente? Fragmente von was?

Ausserden musste jemand diesen Test dafür erfunden haben. Und es musste ein verdammt guter Mediziner sein. Soviel war klar.
Dharyn kam ein Idee. Sie kannte ebenfalls einen verdammt guten Mediziner und beschloss, ihm beizeiten das Material zu zeigen. Vielleicht konnte er ja weiterhelfen…

Dharyn ging auch nicht aus dem Kopf, wie der Meister die Daten von der Flotte bekam. Nun es war nicht unnormal, dass eine Aktenkopie von Soldaten übersandt wurde, die eingehenden medizinischen und familären dagegen waren sehr detailreich, was eher untypisch war.
Er hatte also mindestens einen hochrangigen Kontakt im Militärbereich oder beim SID. Oder beides…
Dharyn erinnerte sich: Meister Yaran sprach ab und an mit General Garza. Sogar sehr vertraut. Ob die beiden mal was hatten? Vom Alter her hätte es passen können…

Ihr ging ein Licht auf! Wurde Major Dexx nicht von Garza für die Gilde wärmstens empfohlen?
Die Twi’lek nahm ihr Comm und rief ihren persönlichen Servicedroiden an und lies ihn die Akte über Dexx aufrufen.
Ja! Auch er hatte diese genetischen Fragmente! Dharyn musste umgehend deswegen mit dem Major reden.

Sie hörte ein Geräusch hinter sich und stellte fest, dass sie nicht bemerkt hatte, dass Meisterin Deehlara bereits eingetroffen war.
So beschlossen sie, bei einem Alderaanischen Ale auf Cataina zu warten, die sich sicher wieder ohne Hilfe ihrer Gefährten verflöge. Ob sie wieder den Wookie mitbringen würde?
Tempel-Meister Shonza hasste es, wenn Wookiehaare durch die Tempelgänge flogen; er hatte vor Jahren eine starke Allergie entwickelt, die ihm ziemlich juckende Pusteln und einen blauen Hautausschlag bescherten…

Als alle Anwesend waren, berichtete Dharyn von ihrer Entdeckung.
Zusammen beschlossen sie die ältesten Gildenmitglieder zu befragen, ob sie etwas wüssten.
Meister Mirek, der Archivar der Gilde, sollte von Rätin Deehlara aufgesucht werden. Gleichzeitig könnte er evtl. die umfangreiche Artefaktenliste aus dem zweiten Datapad überprüfen.

Cataina Gnason wollte nach Nar Shaddaa gehen und schauen, ob ihre Schwester, welche Undercover im Imperium eingeschleust ist, etwas mit der Sache zu tun habe. Denn konnte es ein Zufall sein, dass die Rätin ausgerechnet jetzt eine Nachricht erhielt? Bei der Gelegenheit wollte sie auch etwas über den Aufenthaltsort der Schmugglerkollegin Allana Car’das erfahren. Diese hatte früher oft für Meister Yaran gearbeitet...