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seyx
06.18.2014 , 01:05 AM | #1
Unsere Gilde begann diesen Monat mit unserer eigenen Geschichte.
Dies ist die Nacherzählung/Zusammenfassung unseres laufenden Rollenspiels.
Wichtig für uns war es dabei, dass wir einen engen Bezug zu unserer Mitgliedern, als auch zum Spiel dabei behalten.
Vlt ist die Story ja für euch auch so interessant wie für uns

Teil1: Eine unerwartete Entdeckung


Prolog

Der Morgen graute.
Zumindest hätte man das wohl vermutet um diese morgendliche Uhrzeit. Im Weltall ist das aber nicht so bestimmt zu sagen. Und so lag der Raum nur leicht beleuchtet dar und gab einen eher schlechten Blick auf den großen und recht überfüllten Bürotisch frei.
An der Seite standen ein paar Regale verteilt, auf denen ebenfalls ein paar Datapads zwischen den kleinen Statuen und dem einen oder anderen Holocron abgelegt worden waren.
Im Rücken des Tisches schimmerten Sterne durch das Fenster, die teilweise von dahintrifftenden Sternenkreuzern verdeckt wurden.

Die Tür glitt auf und eine Twi‘lek betrat den Raum. Sie blieb stehen und schaute sich seufzend um. Heute war es soweit, Dharyn hatte es so lang wie möglich hinausgezögert, aber nun musste es sein: Das Gildenschiff wartete. Schon seit gut einem Monat hatte ihre Gilde einen kleinen Kreuzer ihr Eigen nenne dürfen. Alle Gildenmitglieder waren bereits an Bord gegangen und hatten sich um die besten Räume gezankt, gestritten und sogar ein paar Duelle ausgetragen.
Dharyn schüttelte leicht den Kopf, denn der erste Raum der eingeweiht worden war, war die Krankenstation gewesen, weil auf einmal sehr viele blaue Flecken, ausgekugelte Schultern und sogar ein Milzriss behandelt werden musste.
Ja, sie stand einem wirklich verrückten Haufen vor. Und obwohl es doch so viele unterschiedliche Charaktere waren, verstanden sie sich doch alle unerwartet recht gut.
Die Twi‘lek seufzte noch einmal. Es war ihr gerade egal, dass sie Gildenrat Jomrianor, das ihrer Meinung nach schönste Offiziers-Apartment beim Pazaak hat abluchsen können. (Er schmollte immer noch, weil sie ihn mit einer kleinen List vom Spiel hat ablenken können und er nun mit einem Stoffjawa namens Denise vorlieb nehmen musste….) Aber das Büro, welches sie damals zusammen mit der Gilde von Meister Yaran übernommen hatte, musste nun endlich mal aussortiert und von der Flotte hinübergeschafft werden.
Bisher hatte Dharyn dies immer vor sich her geschoben. Und so ging sie um den Tisch herum und setzte sich in den bequemen Bürosessel und begann die ersten Pads in die dafür vorgesehenen Kisten zu sortieren.

Ein paar Stunden später sah das Büro eher wie ein halbes Schlachtfeld aus. Gut dreiviertel aller Sachen waren bereits hinübergeschafft worden, doch hier und da standen noch größere Statuen, ein Schrank und ein paar Kisten herum. Dazwischen saß Dharyn noch immer an ihrem Tisch.
Die Tür glitt auf und ein Servicedroide kam rein um nachzufragen, ob sie noch etwas wünsche. Doch seine Frage blieb ihm direkt in seinem Servosprachmotor stecken, denn den vernichtenden Blick dem sie ihm zuwarf, sprach Bände und so zog er es vor gleich wieder den Rücktritt anzutreten.
Was Meisterin Dharyn wohl wieder hatte? Als der Abgesandte der Ubesen-Delegation vor etwa 20 Minuten mit seinen 5 Beratern seine Aufwartung machte, hatte sie noch gute Laune gehabt.
Er hatte sich doch nur einen ersten Blick auf seine neuen Räumlichkeiten gönnen wollen und die Gelegenheit genutzt, alles für die dringend benötigten Umbauten vermessen lassen zu wollen.
Während er Erfrischungen holte, hatte die Jedi-Meisterin die Herren sehr unsanft aus dem Büro geworfen mit der Verabschiedung, sie mögen sich doch an die Kanzlerin wenden, wenn ihnen die schäbigen Räumlichkeiten nicht zusagen.
Eine Art hat die. Also sowas!

Noch immer wütend, räumte Dharyn die Schubladen leer. Die Vorletzte klemmte natürlich wieder. War ja mal wieder klar! Selbst rumruckeln half heute überhaupt nichts.
Totel entnervt versetzte ihr die Twi’lek einen Machtstoß. In der Schublade rumpelte und krachte es. Feiner Staub rieselte ihr entgegen. „Ups!“
Vorsichtig öffnete sie das Fach. Dharyn zog einen Fluntsch. Der Schlag war wohl zu heftig gewesen. Die Hälfte der darüber liegenden Schublade lag nun in dieser. Mitsamt dessen Inhalt.
Inhalt? Dharyns Lekku wackelten verwundert. Die war doch schon leer geräumt gewesen.
Sie untersuchte das Fach genauer und entdeckte, dass dort bis eben ein kleines Geheimversteck gewesen war und die dort drin verstauten Datapads nun in der „defekten“ Schublade darunter gelandet waren.

Dharyn nahm eines der drei heraus und aktivierte es. Es war nicht Passwort geschützt.
Bei der Übersicht runzelte sie bereits die Stirn, wählte das Oberste aus und begann zu lesen.
„Was zum…“ Verwirrt überflog sie nun auch die anderen Themen und öffnete das zweite Pad.
2 weitere Stunden später legte sie auch das dritte zur Seite und starrte einen Moment gedankenversunken vor sich hin.
Dann holte sie ihr Comlink hervor…