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Keenk
09.26.2012 , 06:00 AM | #24
Erstmal zu deiner Antwort.
1.) Ich habe ja gesagt, dass dies MEINE IMPRESSIONEN sind. Es kann durchaus andere geben, das sind aber nicht meine; würde ich diese wiedergeben, wäre das nichts anderes als Hören-Sagen.
2.) Du schreibst, dass ich da "... einen rechten Schmarrn ... " von mir gebe, und in deinen Auführungen darunter gibst du mir zum überwiegenden Teil recht mit meinen Wahrnehmungen.

Grundsätzlich läuft da vieles falsch, bzw. kaum was richtig im PvP. Die Klassen, welche man als naiver Anfänger in der Welt von ToR mit einem hohen Spassfaktor und guten Erfolgschancen verbindet, sind tatsächlich so ziemlich der dümmste Ansatz, den man für unterhaltsames PvP wählen sollte. Liegt es denn tatsächlich so fern, dass eine Klasse, deren Ziel und Aufgabe in dieser Welt sich darin findet gefährliche Gegner zu jagen und zur Strecke zu bringen, sich als PvP Klasse eignet? Warum sonst sollte sich jemand für den Beruf eines Kopfgeldjägers und Söldners entscheiden, wenn er dieselben Überlebenschancen darin hat, wie eines dieser kleinen herumsurrenden Wesen, die man an warmen Sommerabenden über einem Fischzuchtteich herumschwirren sieht? Schon klar, dass alleine die Berufsbezeichnung noch keinen echten Killer ausmacht. Ich bin eigentlich von einer wie auch immer gearteten Chancengleichheit ausgegangen, als ich mich für den Söldner entscchieden habe.
Von Anfang an bin ich gerne in BGs gegangen - ich liebe PVP wirklich - und natürlich habe ich die anfänglichen Niederlagen meinen mangelhaften Skills im PvP und der noch zu geringen Erfahrung zugerechnet. Als sich die Niederlagen jedoch nicht nur als anfänglich, sondern als omnipräsent erwiesen, gestützt durch die Wahrnehmungen anderer Berufs-Leidensgenossen, die nur von Spielern der anderen Klassen mit einer beeindruckenden Wissenstiefe erklärt und abgeschmettert wurden, bin ich dann doch etwas stutzig geworden.
Und habe den Hexer angefangen. Distanzkämpfer, "Machtmagier". Vom Regen in die Traufe. Zwar hat sich mein Damage-Output erhöht und auch die Fähigkeit Schaden einzustecken - was mir als Rollenspieler seit über 20 Jahren erstaunlich vorkam, denn Hexer mit Leichter Rüstung tankt besser als ein Kopfgeldjäger mit schwerer Rüstung ??? - aber dennoch, es blieb viel zu wünschen übrig. Ok, klar, mangelnde Erfahrung mit der Klasse etc - das Spiel von vorne. Am Ende - nämlich jetzt - wieder das gleich Bild. Tritt man gegen Imps an, sind die Chancen mehr als gerecht verteilt, tritt man gegen Reps an, setzt man sich am besten gleich hin und lässt die Zeit ablaufen - alles andere endet in Frust.
Söldner: du ballerst wie ein Al-Qaida-Terrorist dein gesamtes Arsenal auf einen Trooper mit 1% Leben und 3 Level unter dir in einer PvP Umgebung, und freust dich wie ein Kleinkind im Angesicht des Weihnachtsbaums auf das Erlöschen der Flammen deiner Waffen um deinen Gegner. Der schon totgeglaubte hat noch die Frechheit in deinem Flammenmeer gemütlich sein PvE Opfer zu looten und die Beute zu begutachten, bevor er sich lächelnd umdreht und dir ein Fusstritt verpasst, dass du als stationärer Satellit in einer Umlaufbahn landest. Das hat nichts mehr Spielspass zu tun. Von wegen Boba Fet als Vorbild. Die Klasse sollte nicht Söldner, sondern Opfer heissen.
Hexer: Es erscheint nicht weit hergeholt, dass man sich als Hexer der Vorstellung hingibt, einen Blitzsturm erzeugen zu können, wie es manche der zu vernichtenden PvE Sith Gegner beim Durchspielen der Storyline vorführen. Dass man davon aber nur träumen darf, das wird einem später bewusst gemacht, und zwar deutlich. Während dir Darth Thanatos mit Levei 45 einen Sturm anhängt, der dir mit 3500er Treffern alles abverlangt, kannst du selbst im PvP maximal ein 250er-420er Lüftchen anfachen - was postwendend mit einem Feuersturm der 3000er Grenze von einem Tropper beantwortet wird, der sich nebenbei noch heilen kann, dass einem Hexer, der als Heiler geskilled die Luft wegbleibt, weil er diese Heilwerte nicht mal in 10 Kämpfen zusammengerechnet erreichen kann. Und die Skillspur Wahnsinn beim Hexer? Selten so wahnsinnig gelacht über mangelnden Schaden kombiniert mit mangelnden Heilfähigkeiten.
Ok. Man will ja auch mal erfolgreich sein, nicht wahr? Also einen rep gemacht, Trooper gewählt. Die Verwandtschaft zum Söldner lässt sich in den unteren Leveln kaum übersehen. Im PvE ist da auch wirklich kaum eine Differenz, macht genauso Spass. Aber im PvP? Da geht man mit Level 18 zum ersten mal in einen BG und schon geht alles um das dutzendfache leichter! Die Gegner sind sozusagen nahezu machtlos gegen deine Heilfähigkeiten und der vage Gedanke ans Entkommen, der bei Ihnen hochkommt, verpufft in der Aschewolke, die von ihm übrigbleibt, eine Hundertstel Sekunde danach. Und das ohne jeglichen Kompetenzwert .....
Da soll sich einer nicht verarscht fühlen? Klar, wenn man sich mit dem Intellekt eines unterentwickelten Einzellers bestückt, dann kann man das schon mal übersehen. Aber jeder halbwegs normal entwickelte Mensch nimmt sowas wahr. Und wenn man auf Dauer nur als Kanonfutter arbeitet, kommt dann schon Frust auf. Oder aber, man findet andere Beschäftigungsmöglichkeiten.
Gratis 2. Account mit Char auf Gegenseite anlegen und in den niedrigeren Zonen wie Tatooine oder Alderaan an den Schlüsselstellen der anderen Klasse mit einem 45+ Char warten und den böööööösen PK mimen zum Beispiel. Es macht doch unglaublich Laune, einer ganzen Raidforce im Kampf gegen den Obermotz des Planeten die Heiler von hinten wegzuballern und den Rest vom Boss machen lassen, der dann am Ende mit 10% Leben vor dir steht und dir kaum eine Sekunde widerstehen wird. So hat man Spass, Loot zum verkaufen und das Gefühl, dass es noch Gerechtigkeit gibt. Und der Zuckerguss? Das Herumgeraune und Gedöns im Allgemein Kanal, beobachtbar mit 2. Account: da schmeckt der Kaffee gleich nochmal so gut.