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Physioman
07.31.2012 , 07:02 AM | #66
Ich finde das ein interessantes Thema.

Im Spiel bekommt jeder am Ende seiner "Laufbahn" mitgeteilt, dass er nun die absolute Elite ist. Egal ob Jedi oder Soldat, Scharfschütze oder Attentäter. Alle Spieler erhalten das Gefühl etwas besonderes zu sein.

Vergleichen wir das Thema doch aber einmal mit etwas realem aus unserer Welt in angepassten Verhältnissen. Soldaten, Agenten, Schmuggler oder Kopfgeldjäger sind in idealen Fall gut ausgebildete Sportler in einem Kampfsport. Jedis oder Sith sind im Endeffekt die Meister/Olympiasieger der Kampfkünste. Dennoch kommt es mehr als oft vor, dass eben einer dieser "einfachen Kämpfer" einen sogenannten "Meister" auf die Bretter schickt.

Ich selber habe 6 Jahre Muay Thai trainiert und habe meinen Meister in dem ein oder anderen Kampf besiegt. Es etwas perfekt zu beherrschen, bedeutet nicht unfehlbar zu sein. Als "Meister" bin ich vielleicht in der Lage alle Risiken richtig einzuschätzen, alle Handlungen theoretisch vorraus zu sehen. Im Endeffekt agiert mein Gegenüber aber nicht immer wie ich es plane. Natürlich habe ich die meißte Zeit gegen meinen Meister verloren. In Masse einfach an der Tatsache, dass er alle meine "Angriffe" abblocken konnte und einen Konter angesetzt hat.

Zum Thema Machtwürgen. Auch dies könnte man auf eine reale Situation im Leben anwenden. Die sogenannte Schrecksekunde. Jeder "Laie" der angegriffen wird verfällt in sie und hat im Endeffekt 2 Möglichkeiten sie zu überwinden - in Panik/Schock verfallen oder die Flucht. So sieht man beim Machtwürgen in allen Filmen die Panik in den Augen der Opfer möchte man meinen. Was aber passiert, wenn ein erfahrener Kämpfer in dieser "Schrecksekunde" steckt. Hier gibt es ebenfalls die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Fakt ist, dass selbst ein "Meister" der seinen gut ausgebildeten Schüler bedränkt mit sofortiger Gegenreaktion rechnen muss. Entweder eine defensive Haltung um den Angriff einfach nur abzuwehren oder im Idealfall einen Gegenangriff.

Faktisch bedeutet dies, dass ein Machtwürgen an einem Soldaten durch einen Sith nur eine Reaktion zu lässt - Waffe vs Sith. Natürlich bleibt ihm die Luft weg. Natürlich steht er unter Schock. Er ist aber nicht gelähmt sondern liefert die passende Gegenaktion um seinen Arsch zu retten.

Hinzu kommen verschiedenen Ausbildungen. Auch hier kann man Kampfsportarten vergleichen. Ein Boxer egal wie gut wird vermutlich gegen einen trainierten mittelmäßigen Thai Boxer nicht einen Hauch von Chance haben. Der Thai Boxer wiederum bekommt Probleme mit einem Brazil JJ Kämpfer der ihn auf den Boden bringt usw.. Zu jedem Kampfsport gibt es ein Gegenargument. Warum sollten die "Normalen Soldaten" nicht auch was gegen die vermeintlich mächtigste Attacke der Machtanwender haben? Gerade weil es derart übermächtig scheint, wäre es sinnvoll für diese Situation zu trainieren.

Abgesehen davon findet in den Filmen Machtwürgen eher weniger Anwendung in Kampfsituationen und auch in SW ist es eher unüblich. Im Grunde wäre dies nur eine Anwendung für ein 1 gegen 1. In dem Moment wo ich damit rechnen muss, dass mehr Leute in einen Kampf eingreifen und ich Machtwürgen nutze - bin ich ohne Defensive ausgeliefert.

Davon ab kann man zum TE nur sagen, dass der gute Herr allem anschein nach hören möchte, dass er seine Klasse perfekt beherrscht. Das alle Machtanwender auf die er getroffen ist "Failbobs" waren oder im Idealfall gute Spieler die seinen Qualitäten aber unterliegen. Vermutlich weis er dies aber auch selber