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Etharielle
05.30.2012 , 09:15 AM | #20
Mein Senf:

Die Schmugglerin war ganz gut zur Abwechslung. Während alle anderen Klassenstories mehr oder weniger düster einher kommen zog die Schmugglerin ihr Ding durch und hat der Republik dabei mehr als nur einmal eine Nase gedreht und war auch immer mal wieder für einen Lacher gut, nur: Irgendwie fühlte sich alles immer sehr aufgesetzt an. Man steckte halt seit Ord Mantell im Dreck und der haftete bis zum Schluß an einem dran wie Pech. Dennoch hat man Zeit um zwischendurch auf Schatzsuche zu gehen - äh, ja.
Spielerisch, Cowboyhüte, Doppelblaster und Schrotflinten, da fehlte irgendwie nur noch die Peitsche um den Stilmix endgültig zu versauen. Die Gefährten sind naja, jedenfalls nichts bahnbrechendes. Gerade vom Wookie hätte ich mehr erwartet, wenn ich den mit anderen einmaligen Gefährten vergleiche wie Qyzen oder Blizz, dann haben die doch eindeutig mehr Tiefe.
Dafür ist der Schmuggler aber die einzige wirklich unabhängige Klasse, der Kopfgeldjäger macht zwar auch gerne auf neutral, könnte in der Republik aber nicht überleben und würde es auch gar nicht wollen, wohingegen der Schmuggler sich immer irgendwie durchwuselt oder hochschläft. Manchmal etwas zu sehr auf cool getrimmt ist der Schmuggler derjenige, der der Galaxis den Mittelfinger zeigt und seinen eigenen Weg geht an dessen Ende man entweder ein gefeierter Kriegsheld à la Han Solo sein kann - oder eben (sehr zur Freude von Risha) sein eigenes Verbrecherimperium aufgebaut hat.

Der Agent dagegen hat die mit Abstand düsterste Story überhaupt, die insbesondere dann gewinnt, wenn man Inquisitor und Krieger schon durchgespielt hat und somit ein paar Abspielungen auf die Sith oder ein paar spezielle Darths besser versteht. Als Agent kämpft man von Anfang an gegen Windmühlen bei dem Versuch, ein Imperium zusammen zu halten, das von äußeren Feinden und den Sith gleichermaßen in Stücke gerissen wird.
Wer härtere Agentenfilme mag ist hier goldrichtig, hier ist nichts wie es scheint und Vertrauen kann tödlich enden.
Die Waffenpalette bietet einem fast alles was einem Techjunkie das Herz höher schlagen läßt, man ist ein hochgerüsteter, verbesserter Spezialist und wird auch so eingesetzt.
Die Gefährten sind bunt gemischt und Zickenkrieg an Bord ist vorprogrammiert, die beiden Männer kommen zwar so gut miteinander aus, dass sie einander unterstützen, aber eher wird der Imperator Jedi-Großmeister als dass die Frauen mal am gleichen Strang in dieselbe Richtung ziehen. Dennoch war es relativ einfach hier den Einfluss zu maximieren, jedenfalls deutlich einfacher als beim Schmuggler, wo man mit Corso und Risha gleich zwei Gefährten hat, die kein Geschenk deutlich besser finden als alle anderen.
Im Spiel selbst ist man dafür deutlich unfreier als der Schmuggler. Man hat immer irgendwen, der einem im Nacken sitzt, dafür hat man beim Agenten das Gefühl, dass die eigenen Entscheidungen tatsächlich etwas bewirken und das nicht nur kurzfristig. Als Agent ist man das Schmieröl, das den Motor der Kriegsmaschinerie des Imperiums am Laufen erhält und das von Anfang bis zum Schluß.

Fazit: Wirklich vergleichbar sind die Klassen nur in der Engine. Ansonsten stimmen nicht mal die Grundvoraussetzungen, auf der einen Seite hat man den freiheitsliebenden, manchmal ziemlich dusseligen Draufgänger und Tolpatsch, der immer wieder in Schwierigkeiten gerät und auf der anderen den trainierten, professionellen Einzelgänger, der tut was immer er tun muß um seinem Imperium zu helfen, während alle anderen gegen ihn arbeiten. Der eine sucht das Abenteuer, den Ruhm und den Reichtum, der andere weiß, dass er nie im Rampenlicht stehen wird, genau das aber auch gar nicht will, solange er tun kann was nötig ist.
Sisterhood of the Sith
imperiale RP, PvE und PvP Gilde

Frei zu sein heißt sich niemals entschuldigen zu müssen. - John Milton