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Sternenkraehe's Avatar


Sternenkraehe
05.03.2012 , 10:07 AM | #219
Danke für die Blumen, hätte ich nicht gedacht.^^

Ich kann VelaDarneys Punkte zwar schon verstehen und halte sie im Vergleich mit anderen sogar noch für recht harmlos.
Aber auch dabei blinzelt eine leichte Überbewertung der alten Teile durch.
Filmisch gesehen haben die alten Teile genauso viele Mängel ber auch grandiose Höhepunkte, auch erzählerische und schauspieltechnische, wie die neuen.
Das Lucas erzählerisch mit den neuen Teilen viel mehr ins Detail gegangen ist, ist nicht wirklich verwunderlich.
Endlich hatte er genug Mittel, endlich war die Technik reif genug, endlich konnte er seine Geschichte(n) erzählen.
Was hatte es mit der Herkunft von Luke und Leia aufsich gehabt, wie kam Vader zu diesem Anzug, was waren die Klon-Kriege, was hatte Obi-Wan alles erlebt, wie und was passierte mit den Jedi?
Alles Fragen, die sich zumindest mir anno dazumal bei den Filmen gestellt haben und die mit den neuen Teilen mehr als ausreichend beantwortet wurden.
Allein diese raffi-tückisch geplante Intrige und Lügengeschichte von Palpatine war schon hefitg, von Anakins Verführung und Korumpierung ganz abgesehen.
Dieses gezielte Ränkespielchen, das Ausnutzen und gegeneinander Auspielen der Parteien, diese Anspieleungen in den Designs der Raumschiffe, Uniformen, Wappen und Maschinen.
Dieser makabere Wiedererkennungseffekt, da man genau wusste zu was das alles führen würde und trotzdem hatte die Verwandlung vom vorlauten Jedi-Auserwählten zum übellaunigsten Lord aller Zeiten auch oder gerade durch sein Opfer in der Zukunft etwas tragisches.
Lucas war sich bewusst, das 90% der Zuschauer die Geschichte kannten und hat genau mit diesen Erinnerungen gespielt.
Einzig bei der Liebesgeschichte war etwas sehr viel Schnnulz mit drin, aber es handelte sich ja auch nicht um einen frechen Schmuggler und eine widerspenstige Prinzessin.

Was auch oft nicht gesehen wird, ist die Tatsache, das heute Filme anderst gemacht und erzählt werden als damals.
Allein wenn man sich mal alten Serien ansieht, wie sie auf divesen Privatsendern laufen, merkt man den Unterschied. Kameraführung, Darsteller, Regie, wie werden Szenen ausgearbeitet usw..
Bei einem so typischen Thema wie Gut gegen Böse mag Star Wars in gewisserweise zeitlos sein aber mal ehrlich.
Wenn man heutzutage einen Film wie die alten Teile erzählen würde, würden man ihn als miesen B-Movie abstempeln, und damit meine ich nicht die Tricktechnik.

Ich kann ja verstehen, das Star Wars ziemlich begeistert und Erinnerungen wach ruft.
Aber es wird von zu vielen Leuten, die auch noch meistens vom Filmgeschäft keine Ahnung haben, schlicht und ergreifend überbewertet.
Und wenn es darum geht, wer gut tolle Geschichten erzählen kann, sollte man gerade einen FX-Meister nicht als Maßstab nehmen.
Schon gar nicht bei einem so patetischen und, trotz der Geschichtsdetails, oberflächlichen Plott.