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Elenthari
12.16.2011 , 04:15 AM | #29
Prinzipiell sollte man den gegebenen Leitfaden als genau einen solchen sehen, als eine Orientierungsmöglichkeit und nicht als in Stein gemeißeltes Gesetz, bei dessen Nichtbeachtung man mit ewiger Verdammniss bestraft wird und einen auf der Stelle der Blitz trifft. Ich habe bereits (als alter Rollenspielhase) oft erlebt, dass selbsternannte RP-Profis keine Zeit und Mühe scheuen, jeden RP-Etikette Verstoß zu monieren und auf "korrektes" RP bestehen. Das muss nicht sein!
Sicher bin ich auch der Meinung, dass Power-Emotes nichts im RP zu suchen haben, daraus entsteht nur Unsinn (erinnert euch an das "Peng, du bist tot!" zu Sandkastenzeiten), aber zum Beispiel ab und an ein ^^ - Smiley nach einem Satz, zu dem man nicht immer tippen möchte dass man ihn in scherzhaftem Ton oder freundlich nettem Sinn gebracht hat, das sollte doch tolerabel sein. Es dient, zumindest in meinem Fall, dazu einen Satz möglichst schnell zu tippen, um den Schwung eines Gespräches zu erhalten. Ständig beschreibende Flosken zu setzen ist ja nett, hät uU. aber auf.
Ein weiterer Punkt ist die Frage, wieweit man sich mit seinem Alter Ego identifizieren muss/soll oder sich in ihn hineinversetzen oder fühlen sollte. Der Eingangstext legt ersteres als den Heiligen Gral des Rollenspiels nahe, doch bin ich der Meinung, dass gerade dies ein echter Stolperstein sein kann, wenn man das falsch versteht.
Spiele nicht dich selbst, Willie Mustermann, als Darth Wilie M, den finsteren Herren der Dunkelheit! Lass nicht den Charakter handeln so wie DU handeln würdest, wenn du so tolle finstere Sachen ungestraft tun könntest, sondern entwerfe eine völlig eigenständige Persönlichkeit, die mit dir selbst ggf. nicht das Mindeste zu tun hat - ausser, von dir gespielt zu werden. DAS macht den Unterschied zwischen einem nervenden Deppen und einem gut gespieten Charakter.