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Citruzz
02.25.2012 , 08:03 PM | #108
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Bei der Zeitdilatation (aus lat.: dilatare ‚ausbreiten‘, ‚aufschieben‘) handelt es sich um ein Phänomen der Relativitätstheorie. Befindet sich ein Beobachter im Zustand der gleichförmigen Bewegung bzw. ruht er in einem Inertialsystem, geht nach der speziellen Relativitätstheorie jede relativ zu ihm bewegte Uhr aus seiner Sicht langsamer. Diesem Phänomen unterliegen allerdings nicht nur Uhren, sondern jeder beliebige Vorgang und damit die Zeit im bewegten System selbst. Dabei ist die Zeitdilatation umso stärker, je größer die Relativgeschwindigkeit der Uhr ist, woraus folgt, dass sie nicht im alltäglichen Leben, sondern erst bei Geschwindigkeiten beobachtbar ist, die im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit nicht vernachlässigbar klein sind.

Bei der gravitativen Zeitdilatation handelt es sich um ein Phänomen der allgemeinen Relativitätstheorie. Mit der gravitativen Zeitdilatation bezeichnet man den Effekt, dass eine Uhr, wie auch jeder andere Prozess, in einem Gravitationsfeld langsamer abläuft als außerhalb desselben.
In einem schwarzen Loch reduziert sich die Geschwindigkeit des Lichts für den Betrachter außerhalb, da durch die starke Zeitverzerrung die Dauer vom Eintritt in den Ereignisshorizont bis zum Aufprall auf das Objekt in 100 Erdenjahren nicht stattfindet. Allerdings beschleunigt sich das Licht innerhalb des Ereignisshorizonts tatsächlich auf diesen Ort des Geschehens bezogen auf Überlichtgeschwindigkeit, allerdings beträgt die Entfernung vom äußerem Rand des Ereignisshorizonts bis zur Objektoberfläche durch die gravitative Raumkrümmung bzw. in diesem Fall Raumpressung auf das Beispielbezogen über 100 Lichtjahre, wobei hier ein Lichtjahr länger ist als in einem nichtmanipulierten Raum.