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Rodder
01.15.2012 , 08:09 AM | #71
Quote: Originally Posted by Ashnard View Post
Was viele auch vergessen ist, inwiefern sich Star Wars technologisch überhaupt entwickelt.
Wir befinden uns momentan noch am Anfang der technologischen Entwicklung einer Zivilisation.

Star Wars befindet sich auf der Kardaschow-Skala bei Typ III.

Wenn du so eine Stufe erreicht hast kann sich Technologie nicht mehr großartig verbessern.

Sicherlich verändert sich noch alles.
Aber diese Veränderungen sind nicht mehr physikalisch, sondern gesellschaftlich begründet.
Technologische Weiterentwicklungen sind dann nicht fortschrittlicher, sie sind lediglich besser an einen speziellen Umstand angepasst.

Ihre Militärtechnologie verändert sich, je nach Gegner.
Ihre Transporttechnologie je nach binnenpolitischer Situation.
Ihre Kleidung je nach Mode.

Es gibt bei Star Wars keine Technologie, die noch nicht entdeckt wurde.
Es gibt nur jene, die man nicht anwendet, weil sie zu teuer, zu unpraktisch oder für einen speziellen Fall schlicht ungeeignet ist.

Kann gut sein, dass das Sith-Imperium mit dem späteren Imperium den Boden aufwischen würde, weil sie besser auf einen ebenbürtigen Gegner in einem offenen Krieg vorbereitet sind.
Irgendwie witzig. Aber der ganze Thread ist lustig ( Entschuldigt bitte, wenn ich wem damit auf die Füße trete ) denn ihr versucht Designentscheidungen von Grafikdesignern irgendwie technologisch zu rechtfertigen. Das das nicht funktionieren kann, sollte euch doch auch klar sein, oder?

Ich erkläre es gern nochmal:

Aufgrund der Filme und der vorgegeben Designs, um einen Wiedererkennungswert zu haben und das Star Wars-Feeling zu erzeugen, musste die Designcrew die vorgegebene Linie wahren. Das sich das Ganze nun 3000 Jahre in die Vergangenheit verschoben hat, ist eher ein Problem der Loreschreiber als der Designer. Von gestalterischen Standpunkt ist SW-ToR so generisch designt, das es sowohl 3000 Jahre vor den Filmen, 500 Jahre, 50 jahre oder sogar 200 Jahre danach spielen könnte.

Das KANN man nicht mit technologischer Entwicklung begründen. Unmöglich. Man kann es versuchen, und das macht ihr ja auch, aber die Versuche scheitern alle an der Realität: Das Designer, und keine Techno-Historiker, das Spiel entworfen haben.

Im Gegensatz dazu könnt ihr euch ja mal die klassische 60erjahre Science-Fiction mit Technoeinschlag durchlesen. Da haben die Autoren ( die oftmals hochgebildet waren ) versucht, den technischen Fortschritt mit einzubringen und auch Zusammenhänge wie Bewegung in der Schwerelosigkeit und luftleerem Raum, Bahnberechnungen usw etc darzustellen.

Das Problem dabei ist, das sich sowas für einen Actionfilm ( auf dem Star Wars nach wie vor beruht ) nicht eignet. Kleines Beispiel: Raumkampf. In Star Wars wurde absichtlich der arcadeähnliche Raumkampf mit Geräuschen im Weltall und Jägern, die sich wie in einer Atmosphäre bewegen, gewählt. In Wirklichkeit würden zwei winzige Schiffe mit wahnwitziger Geschwindigkeit aufeinander zurasen, dann ein Schussfenster im Milisekundenbereich haben, und danach tagelang ihre Bahn neu anpassen, um dann wieder für Milisekunden computergesteuert einmal die Waffen abzufeuern. Der Vorgang wiederholt sich dann bis einer platzt. Klingt spannend, oder? Im Buch schon, im Film dürfte das eher unspektakulär sein. Das ist wieder eine Designentscheidung, keine technische.

Und so weiter und so fort. Jedesmal, wenn man Star Wars mit der Realität vergleicht, fällt auf das die grundlegenden Entscheidungen über die Konsistenz der Welt vom Designerstandpunkt aus getroffen wurden. Also Style über Logik. Deswegen kann man vieles auch nicht logisch begründen, und der Versuch, das zu tun, endet zwangsweise bei einem krampfhaften Versuch.